Skull King Das Würfelspiel — Rezension

Auf der “Hameln spielt” hat­ten wir die Mög­lich­keit mal eini­ge Spie­le aus­zu­pro­bie­ren, die sich nicht oder noch nicht in unse­rem Besitz befin­den ‚aus­zu­pro­bie­ren. Aus dem rie­sig gefüll­ten Spie­le­schrank fisch­ten wir uns als ers­tes Die Wür­fel­spiel­ad­ap­ti­on von Skull King her­aus, da man dies auch zu fünft spie­len konn­te und wir es für einen sanf­ten Ein­stieg als gut geeig­net hiel­ten. So lan­de­te es auf dem Tisch, die Anlei­tung wur­de kurz stu­diert, da erhiel­ten wir noch eine Live — Erklä­rung von Anja vom “Hameln spielt” Team, die sich uns bei der ers­ten Par­tie dann auch anschloß, sodaß wir in vol­ler 6er Beset­zung antra­ten.

Spielidee/Prinzip:

Wie schon gesagt ist die­ses Spiel eine Wür­fel­ad­ap­ti­on von Skull King dem Kar­ten­spiel. Auch in die­ser Vari­an­te strei­ten wir mit unse­ren Pira­ten­mit­strei­tern um die Anzahl der Sti­che. Die­se müs­sen wir näm­lich in jeder Run­de vor­aus­sa­gen und dies dann natür­lich am Bes­ten auch noch umset­zen. Wie in einem Wür­fel­spiel nicht zu ver­mei­den spielt hier das Glück und auch der ein oder ande­re Son­der­wür­fel noch eine gro­ße Rol­le, den nicht sel­ten kann ein sicher geglaub­ter Stich durch die­se noch flö­ten gehen. Wer am Ende die meis­ten Sieg­punk­te hat gewinnt.

Infobox — Skull King: Das Würfelspiel

Skull King: Das Würfelspiel - Cover
3–6
ab 8
30

Auto­ren Man­fred Reindl
Ver­lag Schmidt Spie­le
Jahr 2016
The­ma Wür­fel
Mecha­ni­ken Wür­fel, Trick-taking

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Spiel­ma­te­ri­al:

Das Mate­ri­al in die­sem Spiel besteht fast aus­schließ­lich aus Wür­feln. Die­se sind gut gear­bei­tet, ich fin­de aber gera­de auf den Son­der­wür­feln sind die Sym­bo­le auf den ver­schie­de­nen Far­ben teil­wei­se sehr schlecht zu erken­nen. Da muss man manch­mal, gera­de wenn die Wür­fel weit in der Mit­te des Tisches lie­gen, noch ein­mal ziem­lich genau hin­se­hen. Die Zah­len auf den nor­ma­len Wür­feln sind sind rela­tiv gut zu lesen, aller­dings sind Wür­fel mir im all­ge­mei­nen etwas zu lieb­los gestal­tet. Das geht viel­leicht nur mir so, es war mir beim spie­len auf dem gro­ßen Tisch aller­dings so auf­ge­fal­len. Die Sicht­schir­me mit den ver­schie­de­nen Pira­ten fin­de ich hin­ge­gen toll und wit­zig gestal­tet. Alles ist sehr bunt und die Cha­rak­te­re sehen sehr lus­tig aus. Auf den Schir­men kann man gut die Anzahl und Ver­tei­lung der ver­schie­de­nen Wür­fel sehen, wel­ches einem beim Ein­schät­zen der Stich­chan­cen hel­fen kann. Auch der Punk­te­block und der Stoff­beu­tel wis­sen zu gefal­len.

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Spielanleitung:

Die Anlei­tung von Skull King — Das Wür­fel­spiel weiß schon allein durch sei­ne schö­ne Auf­ma­chung zu gefal­len. Sie ist mit vie­len schö­nen Bil­dern im Comic­stil aus dem Pira­ten­gen­re ver­se­hen. Auch die Erklä­rung ist mit vie­len bebil­der­ten Bei­spie­len ver­se­hen, so daß man sich schnell zurecht­fin­det.

Spielablauf:

Jeder Mit­spie­ler sucht sich nach Farb- und /oder Motiv­wunsch einen Sicht­schirm aus. Ein Spie­ler erhält die ehren­wer­te Auf­ga­be den Punk­te­block zu füh­ren, der Start­spie­ler wird zufäl­lig bestimmt.

In jeder Run­de zie­hen die Spie­ler begin­nend mit dem Start­spie­ler Wür­fel aus dem Stoff­beu­tel und legen sie ver­deckt hin­ter sei­nen Sicht­schirm. In der ers­ten Run­de ist dies ein Wür­fel, in der zwei­ten Run­de zwei, usw.

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Nun muss sich jeder Spie­ler ent­schei­den, ob und wie­viel Sti­che er wohl mit den gezo­ge­nen Wür­feln errei­chen kann. Um der Pira­ten­at­mo­sphä­re Nach­druck zu ver­lei­hen, sin­gen alle Spie­ler nun gemein­sam ein kräf­ti­ges “YOHOHO” und zei­gen nun gleich­zei­tig mit den Fin­gern auf, wie­vie­le Sti­che sie bekom­men möch­ten. Der Spie­ler mit dem Punk­te­block notiert die Ansa­gen.

Der Start­spie­ler wür­felt nun mit einem sei­ner Wür­fel, alle Spie­ler fol­gen nun reih­um. Dabei müs­sen sie die Far­be des Wür­fels vom Start­spie­ler bedie­nen, so sie das kön­nen. Ist dies nicht der Fall, dür­fen auch ande­re Wür­fel gewor­fen wer­den. Son­der­wür­fel dür­fen immer benutzt wer­den, soll­te man die Far­be auch bedie­nen kön­nen.

Haben alle Spie­ler ihre Wür­fel gewor­fen, wird nun ermit­telt, wer den Stich bekommt. Die Far­ben der Wür­fel wer­den nun igno­riert, dies ist nur für den Bedien­zwang von Bewandt­nis. Es gilt immer die höchs­te Zahl eines Wür­fels oder das Toten­kopf­sym­bol auf einem der Son­der­wür­fel. Dazu gel­ten fol­gen­de Regeln:

  • Meer­jung­frau: Ihr Toten­kopf schlägt jede Zahl.
  • Pirat: Sein Toten­kopf schlägt jede Zahl und die Meer­jung­frau.
  • Skull King: Sein Toten­kopf schlägt alle Wür­fel außer dem der Meer­jung­frau, sie ist die ein­zi­ge, die den Skull King schlägt.

Lie­gen meh­re­re glei­che Zah­len, erhält immer der Spie­ler den Stich, des­sen Wür­fel zuletzt gewor­fen wur­de.

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Haben alle Spie­ler eine wei­ße Fah­ne gewor­fen, gewinnt der Spie­ler den Stich, des­sen Wür­fel die Fah­ne zuerst gewor­fen hat.

Wur­de der Stich nun zuge­teilt legt der Spie­ler ihn vor sei­nem Sicht­schirm ab. Soll­te ein Spie­ler meh­re­re Sti­che erhal­ten, soll­ten die­se mit etwas Abstand von­ein­an­der abge­legt wer­den, um spä­ter die Anzahl schnel­ler bestim­men zu kön­nen.

Der Spie­ler der den letz­ten Stich gewon­nen hat, wirft nun den nächs­ten Wür­fel und die Mit­spie­ler fol­gen wie­der reih­um. Dies geht pro Run­de solan­ge, bis alle Wür­fel gewor­fen wor­den sind. Anschlie­ßend folgt eine neue Run­de, wobei der nächs­te Spie­ler im Uhr­zei­ger­sinn Start­spie­ler wird. Die Wür­fel kom­men alle zurück in den Beu­tel und es wird neu gezo­gen.

Am Ende jeder Run­de wird noch aus­ge­wer­tet, wer mit sei­nen Ansa­gen rich­tig oder falsch gele­gen hat und wie­vie­le Punk­te dazu- oder abge­zo­gen wer­den.

  • Spie­ler die genau­so vie­le Sti­che bekom­men haben, wie ange­kün­digt erhal­ten 20 Punk­te pro ange­sag­tem Stich.
  • Spie­ler, die ihre Vor­her­sa­ge nicht erfül­len kön­nen, erhal­ten für jede Stich­dif­fe­renz 10 Minus­punk­te.
  • Spie­ler die ange­sagt haben kei­ne Sti­che zu bekom­men und die­ses auch geschafft haben, erhal­ten Punk­te anhand der aktu­el­len Run­den­zahl mal 10, dies bedeu­tet in der drit­ten Run­de wür­de der Spie­ler 30 Punk­te bekom­men. Konn­ten sie der For­de­rung aller­dings nicht nach­kom­men, erhal­ten sie auch die aktu­el­le Run­den­zahl mal 10 als Minus­punk­te.

Spie­ler die mit ihren Son­der­wür­feln Sti­che erzielt haben, erhal­ten hier­für in einer bestimm­ten Kom­bi­na­ti­on Son­der­punk­te, wenn sie ihre Ankün­di­gung erfüllt haben:

  • Der Skull — King — Toten­kopf erhält für jeden gefan­ge­nen Pirat — Toten­kopf 30 Son­der­punk­te.
  • Wer mit sei­nem Meer­jung­frau­en — Toten­kopf den Skull — King Toten­kopf gefan­gen hat, bekommt dafür 50 Son­der­punk­te.

Spielende:

Je nach Spie­le­ran­zahl endet das Spiel nach einer fest­ge­leg­ten Anzahl von Run­den von 6 — 8.

20160917134642_20160917134642-hameln-spielt-4411_Fazit:

Ich muss sagen Skull — King Das Wür­fel­spiel hat mich doch posi­tiv über­rascht. Mit dem Kar­ten­spiel konn­te ich do so gar nichts anfan­gen. Aber das Wür­fel­spiel spielt sich erfri­schend schnell und macht unglaub­lich Lau­ne. Natür­lich kommt durch die Wür­fel noch eine gehö­ri­ge Por­ti­on Glück ins Spiel, sodaß man eigent­lich gar nicht groß­ar­tig tak­tie­ren kann, aber das Zer­stö­ren der Sti­che von den Mit­spie­lern macht hier noch­mal umso mehr Spaß. Die Scha­den­freu­de den ande­ren ihre Sti­che ver­saut zu haben, weil man sel­ber sei­ne Vor­her­sa­ge auch schon gar nicht mehr erfül­len kann, treibt doch vie­le Emo­tio­nen am Tisch her­vor. So kommt es zu herr­li­cher Inter­ak­ti­on am Tisch und nicht sel­ten wer­den nicht jugend­freie Wor­te frei­ge­las­sen und mit der Faust mal ordent­lich auf den Tisch gehau­en. Es fühlt sich viel span­nen­der an als das Kar­ten­spiel obwohl es durch die Wür­fel noch schlech­ter vor­aus­zu­sa­gen ist.

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Allein das Wür­feln und Mit­fie­bern mit sei­nen Wür­feln und die ewi­gen Aus­ru­fe, wie “Oh nein”, “das gibts doch gar nicht”, “Ich has­se dich”, “Du Sch.….Kerl”, las­sen die Stim­mung am Tisch stei­gen. Auch das gemein­schaft­li­che Ansa­gen der Sti­che ist extrem spas­sig und passt abso­lut zum Spiel. Dies ist zwar kein super stra­te­gi­sches plan­ba­res Spiel aber als Absa­cker und Spaß­spiel zwi­schen­durch auf jeden Fall Wert mal Pro­be gespielt zu wer­den.

Unsere Wertungen

Gesamt­wer­tung: 7.7 / 10.0
Mar­tin
kann weg lieber was anderes ungenügend mangelhaft nicht schön ist okay gut gemacht gerne wieder jederzeit wieder uneingeschränkte Empfehlung
8.0
Sehr schön kurz­wei­lig und ein­fach spa­ßig. Erst führt man und wird dann vom letz­ten Spie­ler im aller­letz­ten Moment doch noch über­trumpft. Ho Ho HO!
Stef­fi
kann weg lieber was anderes ungenügend mangelhaft nicht schön ist okay gut gemacht gerne wieder jederzeit wieder uneingeschränkte Empfehlung
7.0
YO-HO-HO! Erfri­schen­de Adap­ti­on vom Kar­ten­spiel , das Lau­ne macht und viel Emo­tio­nen an den Tisch bringt. Scha­den­freu­de ist hier die schöns­te Freu­de, denn wer küm­mert sich schon um sei­ne eige­nen Sti­che , wenn man den Mit­spie­lern ihre Ansa­ge doch lie­ber ver­mie­sen kann. Kein kom­ple­xer Tak­tik­klop­per , aber als Absa­cker oder für zwi­schen­durch durch­aus geeig­net. Natür­lich spielt das Glück durch die Wür­fel eine gehö­ri­ge Rol­le, aber gera­de das macht es span­nend.
Peter
kann weg lieber was anderes ungenügend mangelhaft nicht schön ist okay gut gemacht gerne wieder jederzeit wieder uneingeschränkte Empfehlung
8.0
Wenn es erst mal ver­stan­den ist, ein wun­der­ba­res Absa­cker­spiel.