Hameln spielt! 2017 – Bericht

Die net­ten Leu­te aus Hameln haben wie­der ein­ge­la­den: Hameln spielt! 2017.

Dore­en hat­te im Vor­feld schon Inter­es­se an “Papa Pao­lo” und “King’s Will” geäu­ßert, so dass wir die bei­den Spie­le auf jeden Fall ein­pack­ten und da wir uns sonst nicht ent­schei­den konn­ten, pack­ten wir mal ein paar Son­der­hei­ten ein, die es sonst eher sel­ten auf die Tische schaf­fen, da sie lan­ge dau­ern oder vie­le sie gar nicht ken­nen oder besit­zen.

Mare Nostrum

Wir ent­schie­den uns für unse­re Kick­star­ter – Ver­si­on von “Mare Nostrum” mit allen Extras und der gro­ßen Mat­te, sowie Cthul­hu – Wars und Post­hu­man, die wir auf einer SPIEL erwor­ben hat­ten und wel­ches auch Kick­star­ter – Pro­jek­te waren. Teil­wei­se gibt es die­se Spie­le gar nicht im Han­del.

Als wir ein­tra­fen, waren schon fast alle Plät­ze belegt und die schon Anwe­sen­den waren schon flei­ßig am spie­len. Nach einer freu­di­gen Begrü­ßung, hat­ten wir ein paar Inter­es­sen­ten für eine gro­ße Par­tie Mare Nostrum zu sechst gefun­den. Mit der Mat­te sah das natür­lich beson­ders edel und toll aus und wäh­rend des Spiels kamen des öfte­ren Leu­te vor­bei, um ein­fach das tol­le Mate­ri­al und die Mat­te anzu­schau­en. Ich muß sagen, wenn man so zu sechst am Tisch sitzt, ist die­se Grö­ße auch sehr ange­nehm (wenn man denn so einen rie­si­gen Tisch hat…).

Der Auf­bau und die Erklä­rung dau­er­te lei­der etwas, aber da außer uns bei­den kei­ner das Spiel kann­te, war das ja völ­lig nor­mal.

Die­ses Mal habe ich mich zur Pha­rao­in von ganz Ägyp­ten auf­ge­schwun­gen und woll­te mein Volk zu ewi­gem Ruhm ver­hel­fen.

Da kam mir die Eigen­schaft, das ich für Waren­sets auch jeweils eine Mün­ze mit ver­wen­den durf­te, sehr gele­gen. Denn sonst muss ent­we­der nur mit Geld oder unter­schied­li­chen Res­sour­cen bezahlt wer­den. Da ich anfangs schon über sehr viel Ein­kom­men ver­füg­te, war das ein nicht zu ver­ach­ten­der Vor­teil. So konn­te ich ziem­lich schnell vie­le Gebäu­de und Ein­hei­ten bau­en.

Mar­tin, der direkt neben mir sein Hei­mat­ge­biet hat­te, wur­de ziem­lich schnell von mir und dem neben ihm sit­zen­den Spie­ler des Rei­ches Atlan­tis (aus der Erwei­te­rung) ein­ge­kes­selt und ver­lor ziem­lich vie­le sei­ner Gebie­te an mich. So hat­te er bald nur noch zwei Gebie­te zur Ver­fü­gung und war sehr ein­ge­schränkt.

Aber auch ich konn­te außer der Insel Kre­ta nicht viel an Land gewin­nen und neben mir den Spie­ler der Syrer nicht groß­ar­tig bedrän­gen. Die Römer lie­fer­ten sich anfangs einen erbit­ter­ten Kampf mit den Grie­chen und spä­ter auch mit den Baby­lonern, die sich dann aber bald wie­der zurück­drän­gen lies­sen. So bekämpf­ten sich nur noch die Römer und die Grie­chen.

Am Ende über­sah ich, das der grie­chi­sche Spie­ler nun schon drauf und dran war sei­ne vier­te Haupt­stadt zu bau­en und das ver­half ihm somit zum Sieg. Das kam sehr über­ra­schend, da hat­te ich nicht rich­tig auf­ge­passt.

Das Spiel hat­te aber allen Anwe­sen­den Mit­spie­lern sehr gut gefal­len, obwohl mir mit Erklä­rung und Auf­bau letzt­end­lich doch fast 4 Stun­den dar­an geses­sen hat­ten. Man muß aber auch erst­mal sehen, wohin bei dem Spiel die Rei­se führt.

Infobox – Mare Nostrum: Empires

3 – 5
ab 14
90 – 120

Autoren Ser­ge Laget
Gra­fi­ker Jean-Marie Min­guez
Ver­lag Aca­de­my Games
Jahr 2016

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Cthulhu Wars

Im Anschluss mach­ten wir erst ein­mal eine kur­ze Pau­se, ehe wir uns mit zwei Mit­spie­lern an eine Par­tie Cthul­hu Wars wagen woll­ten, denn die dicke Box woll­ten wir ja nicht ganz umsonst mit­ge­schleppt haben. Die Regeln sind rela­tiv ein­gän­gig, man muss halt wis­sen wie man die Fähig­kei­ten sei­ner Frak­ti­on gut aus­nut­zen kann um das Spiel zu gewin­nen. Dafür muss­ten die eng­li­schen Spruch­bü­cher wäh­rend des Spiels über­setzt und erklärt wer­den.

Ich hat­te die Frak­ti­on des Cthul­hu zuge­teilt bekom­men, die­se hat­te ich noch nie gespielt und muss­te mich mit sei­nen Fähig­kei­ten erst mal zurecht­fin­den.

Ziem­lich schnell woll­te ich mög­lichst vie­le Tore im Was­ser errich­ten, da mir die­ses mehr Macht ver­lieh, nur lei­der hat­ten mei­ne Mit­spie­ler mei­ne Plä­ne ziem­lich schnell durch­kreuzt und ich wur­de mehr­fach zurück­ge­drängt. So muss­te ich ziem­lich bald mei­nen gro­ßen Alten “Cthul­hu” Him­s­elf aufs Spiel­brett brin­gen um an eini­ge Tore zu kom­men, egal ob im Was­ser oder nicht. Lei­der gelang dies auch nicht so rich­tig, obwohl ich ziem­lich schnell als ein­zi­ge Spruch­bü­cher hat­te.

Der Spie­ler des “Craw­ling Cha­os” konn­te unse­re Ein­hei­ten immer auf­mi­schen und ziem­lich ein­fach ver­drän­gen ohne wirk­lich in den Kampf ein­grei­fen zu müs­sen. So war auch bald der Spie­ler des “Yel­low Sign” ziem­lich weit zurück­ge­drängt und Mar­tin ver­such­te sich dem “Craw­ling Cha­os” noch in den Weg zu stel­len, was aber mehr schlecht als recht gelang. So war ziem­lich schnell klar, das wir kei­ne Chan­ce mehr haben wür­den und so war es dann auch.

Auf jeden Fall zogen die vie­len, gro­ßen und bun­ten Figu­ren eini­ge Bli­cke auf sich und wir wur­den oft von eini­gen inter­es­sier­ten Zuschau­ern beob­ach­tet. Ja, man muss die­ses Spiel ein­deu­tig öfters auf den Tisch brin­gen, damit man die ver­schie­de­nen Fähig­kei­ten der Frak­tio­nen und sei­ne Aus­wir­kun­gen auch mal ganz in Ruhe aus­tes­ten kann. Gera­de wo jetzt dem­nächst die 30 kg Kis­te mit den Erwei­te­run­gen bei uns ein­tref­fen soll.

Cthu­lu wird zurück­keh­ren und sich bit­ter rächen…!!

Infobox – Cthulhu Wars

Cthulhu Wars - Cover
3 – 4
ab 14
90 – 120

Autoren San­dy Peter­son
Gra­fi­ker Kev Adams, Ian Brum­by, Jo Brum­by, Sun­ny Bund­gaard, Chaz Elliott
Ver­lag Peter­sen Games
Jahr 2015
The­ma Fan­ta­sy, Kämp­fen, Hor­ror, Minia­tu­ren
Mecha­ni­ken Action Point Allo­wan­ce Sys­tem, Gebiets­kon­trol­le, Area Move­ment, Wür­fel, Varia­ble Play­er Powers

Frogriders

Nach­dem wir alle vom “Craw­ling Cha­os” gebeu­telt wor­den waren, gab es erst ein­mal eine kur­ze Pau­se und anschlie­ßend beka­men wir von unse­ren Mit­spie­lern bei Cthul­hu Wars das Spiel “Fro­gri­ders” näher gebracht. Nach den zwei dicke­ren Stra­te­gie­spie­len muß­ten wir uns erst­mal etwas umstel­len…

Dabei han­delt es sich um eine Neu­heit von Pega­sus mit bun­ten Frö­schen, die man durch über­sprin­gen erhal­ten kann. Man bekommt am Anfang des Spiels zwei Ziel­kar­ten zuge­teilt, für was man am Ende des Spiel Sieg­punk­te erhält. So kann man z.B. Sieg­punk­te für Sets von ver­schie­den far­bi­gen Frö­schen bekom­men oder auch für Sets aus ein­far­bi­gen Frö­schen.

Zusätz­lich kann man noch Kar­ten mit Son­der­fä­hig­kei­ten erwer­ben, die einem Vor­tei­le brin­gen, indem man z.B. auch über Eck oder dia­go­nal sprin­gen darf. Ich hat­te im ers­ten Spiel irgend­wie eine Blo­cka­de und kam gar nicht vom Fleck, bei der Revan­che war das auch nicht anders.

Ein schö­nes und net­tes Spiel hat Pega­sus da die­ses Jahr her­aus­ge­braucht, pri­ma für zwi­schen­durch oder als Absa­cker geeig­net.

Infobox – Frogriders

Frogriders - Cover
2 – 4
ab 8
20 – 30

Autoren Dani­el Skjold Peder­sen, Asger Har­ding Gra­ne­rud
Gra­fi­ker Alex­an­der Jung
Ver­lag Pega­sus Spie­le, Strong­hold Games
Jahr 2017

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Inis

Iuzwi­schen war die Zeit schon ziem­lich weit fort­ge­schrit­ten und Mar­tin und ich muss­ten mor­gen ja ziem­lich früh auf­ste­hen, da wir noch in den Hei­de Park woll­ten. Aber eine Par­tie Inis woll­te ich unbe­dingt noch spie­len, was Flo­ri­an extra für mich mit­ge­bracht hat­te. Da die­ser aber mit einem ande­ren Spiel beschäf­tigt war, beka­men wir es von Moritz erklärt, der es dann auch mit uns spiel­te.

Bei Inis hat jeder Spie­ler einen Clan, die er auf der Welt ver­brei­ten möch­te. Das Spiel endet, wenn eine der drei Sieg­be­din­gun­gen erreicht ist. Das Spiel endet dann nicht sofort, aber das Spie­len­de wird ein­ge­lei­tet. Die Aktio­nen wer­den durch Kar­ten gesteu­ert, von denen je Run­de jeder Spie­ler 4 auf der Hand hat. Mit die­sen kön­nen Clans bewegt, neue auf den Spiel­plan gebracht wer­den, Sied­lun­gen gebaut und ange­grif­fen wer­den.

Über das Art­work des Spiels strei­ten sich die Geis­ter. Ich muss sagen die Gestal­tung der Land­schafts­fel­der gefällt mir aus­ge­spro­chen gut, wäh­rend ich die Kar­ten und den Kar­ton etwas gewöh­nungs­be­dürf­tig fin­de. Vom Spiel selbst habe ich mir ehr­lich gesagt etwas mehr erhofft. Es macht Spaß und hat auch sei­ne Daseins­be­rech­ti­gung, aber irgend­wie ist der Fun­ke noch nicht ganz über gesprun­gen, viel­leicht kommt das ja noch.

An und für sich sind sol­che Spie­le ja total mein Ding und ich habe die­se Par­tie auch gewon­nen, denn ich hat­te 6 Gebie­te besetzt und auch noch gleich gar eine zwei­te Sieg­be­din­gung erfüllt. So bin ich froh und dank­bar das Spiel end­lich ein­mal gespielt zu haben, das woll­te ich schon lan­ge gemacht haben.

So ging ein tol­ler und spie­le­rei­cher Tag in Hameln zu Ende. Ich möch­te mich noch ein­mal mal allen betei­lig­ten für den tol­len Tag bedan­ken und ich hof­fe das wir uns bald zum gemein­sa­men Spie­len wie­der­se­hen kön­nen.

Infobox – Inis

Inis - Cover
2 – 4
ab 14
60 – 90

Autoren Chris­ti­an Mar­ti­nez
Ver­lag Pega­sus Spie­le
Jahr 2016

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