Berlin Brettspiel Con 2016

An die­sem Wochen­en­de war es nun end­lich soweit. Es ging zur von Hun­ter & Cron orga­ni­sier­ten Ber­lin Brett­spiel Con­ven­ti­on 2016. Die Tickets dafür hat­ten wir über deren Kick­star­ter Kam­pa­gne erwor­ben, wo die bei­den neu­es Strea­ming — Mate­ri­al für ihre Vide­os und als gro­ßes Stretch — Goal sogar noch die Rei­se zur Gen Con nach India­na­po­lis finan­ziert bekom­men haben.

Nach einer sehr unru­hi­gen Nacht mit wenig Schlaf wur­de der auf 4 Uhr gestell­te Wecker gar nicht mehr benö­tigt, da wir lei­der bei­de bereits wach waren. War es die Auf­re­gung? Man weiß es nicht. So konn­ten wir uns mit dem Anzie­hen und dem letz­ten Zusam­men­räu­men aber genü­gend Zeit las­sen, ehe wir um 4:20 mit Ruck­sack und Tasche lei­se durchs Trep­pen­haus schli­chen. Ich öff­ne­te schon ein­mal die Kel­ler­tür und hol­te die dort ges­tern schon gepark­te Kis­te mit den Spie­len für den Floh­markt und die Geträn­ket­a­sche nach oben. In der Zwi­schen­zeit kam Mar­tin mit dem Auto vor­ge­fah­ren und wir pack­ten in Ruhe alles in den Kof­fer­raum.

Nun ging es auf zu die­ser Uhr­zeit noch mehr als lee­ren Stra­ßen zur Tank­stel­le und danach zu Peter & Con­s­tan­ce. Dort stan­den schon zwei Sech­ser — Trä­ger Was­ser am Zaun und nach ein paar Minu­ten tauch­te auch Peter mit dem rest­li­chen Gepäck schon auf. Als alles ver­staut war gesell­te sich auch Con­s­tan­ce zu unse­rer Rei­se­grup­pe, sodass wir um ca. 5:11 in Rich­tung der Lan­des­haupt­stadt Ber­lin auf­bra­chen.

Auf der Fahrt ging es dank guter Musik und dazu­ge­hö­ri­ger guter Stim­mung echt lus­tig und gesprä­chig zu. So gegen 07:00 leg­ten wir dann noch einen Früh­stücks­stopp in Höhe der Mag­de­bur­ger Bör­de ein. Gut gestärkt mit Würst­chen, Fri­ka­del­len und Bröt­chen konn­ten wir den letz­ten Rest noch in Angriff neh­men.

Um kurz vor 09:00 erreich­ten wir das Park­haus an der Rat­haus­pas­sa­ge, wel­ches von der Loca­ti­on nicht so weit ent­fernt lie­gen soll­te. Doch wie genau kom­men wir da jetzt hin? Wir sahen zwar die Gebäu­de, wo es statt­fin­den soll­te, aber fan­den nir­gends ein Pla­kat oder ähn­li­ches. Was nun? Sofort sprach uns ein net­ter Herr an, ob wir denn wohl auch zur Ber­lin Brett­spiel Con woll­ten. Wie er das wohl erra­ten hat­te? Mag es an der gro­ßen Spiele­kis­te gele­gen haben?

So unter­hiel­ten wir uns mit ihm, wäh­rend wir zusam­men zum Ein­gang der Ber­li­ner Spree­werk­stät­ten geführt wur­den. Er ist nicht als Besu­cher, son­dern als Aus­stel­ler hier um uns das Spiel “The Arri­val” von Mar­tin Wal­lace näher­zu­brin­gen. Davon habe ich auch schon gehört, doch lei­der haben wir es im Lau­fe der 2 Tage nicht geschafft ein Pro­be­spiel des Pro­to­typs zu machen. Ent­we­der war der Tisch belegt oder der gute Herr am 2ten Tag irgend­wie nicht mehr auf­zu­fin­den. So erreich­ten wir ein paar Minu­ten nach 9, die doch etwas schwer zu fin­den­de Ein­gangs­tür, vor der sich ein bekann­tes Gesicht zeig­te. Hun­ter unter­hielt sich dort und wir wur­den sehr nett begrüßt. Sei­ne Stim­me hat­te in der letz­ten Zeit sehr gelit­ten, so dass er ziem­lich hei­ser war, der Arme. So eine Orga­ni­sa­ti­on for­dert ihren Tri­but.

An der Kas­se brauch­te ich nur mei­nen Namen zu sagen und wir erhiel­ten unse­re Sup­por­ter-Bad­ges, wo wir nur noch unse­re Namen ein­tra­gen muss­ten.

Gleich hin­ter der Kas­se emp­fing uns dann der Floh­markt. Hier herrsch­te schon reger Betrieb, die Frau von Cron war emsig damit beschäf­tigt, alle Spie­le auf die Tische zu bekom­men und in die Lis­ten ein­zu­tra­gen. Nun kamen auch wir noch mit unse­rer gro­ßen Kis­te und einem Papp­kar­ton an. Zum Glück hat­ten wir schon etwas Erfah­rung von der Brett und so hat­ten wir unse­re Spie­le schon mit klei­nen Kar­tei­kar­ten beschrif­tet, nur lei­der hat­te ich die dazu­ge­hö­ri­ge Lis­te zu Hau­se ver­ges­sen. So muss­te unser gan­zes Zeug erst­mal regis­triert und in Lis­ten ein­ge­tra­gen wer­den. Hier noch­mal ein rie­si­ges Dan­ke­schön an die Floh­markt — Crew. Das habt ihr wirk­lich super gemacht!

Hier tra­fen wir auch Cron zum ers­ten Mal und wur­den sogar mit Hand­schlag begrüßt, wirk­lich nett und sehr nah­bar die bei­den Jungs. Nach­dem wir nun unse­re Floh­markt­schät­ze abge­ge­ben hat­ten, began­nen wir erst­mal einen aus­gie­bi­gen Rund­gang über das Gelän­de.

Gleich neben dem Floh­markt war ein gro­ßer Händ­ler­stand vom brettspielgeschaeft.de auf­ge­baut. Auch dort war man noch flei­ßig am aus­pa­cken und sor­tie­ren, denn wir durf­ten ja auf­grund unse­rer Sup­por­ter-Tickets schon eine Stun­de vor­her hin­ein. Wir schau­ten uns dort ein wenig um, denn schließ­lich beka­men wir ja ein­ma­lig 10% auf ein einen Ein­kauf. Aber das konn­ten wir uns ja noch für spä­ter auf­he­ben, wenn alles an sei­ner rich­ti­gen Stel­le ist.

Gleich neben dem Trep­pen­auf­gang befin­det sich der Tur­nier­raum, in dem die ver­schie­de­nen Brett­spiel­tur­nie­re statt­fan­den.

Im ers­ten Stock stößt man gleich sofort auf die rie­si­ge Spie­le­aus­lei­he, die sehr gut sor­tiert ist, und wo man alles sogar noch selbst aus­pöp­peln darf, da vie­les noch ori­gi­nal ver­packt ist. Was für eine Her­aus­for­de­rung!

Imhotep
Imhotep
Spieleausleihe
Spie­le­aus­lei­he

Rechts ging es in den gro­ßen Spiel­raum, vor­her kamen wir noch an den Tischen von Huch & Fri­ends vor­bei. Am Ein­gang des gro­ßen Rau­mes hat­te Kos­mos sei­ne Tische auf­ge­baut und man war noch damit beschäf­tigt die Spie­le aus den Kar­tons auf die Tische zu brin­gen. Hier konn­te man unter ande­rem das Spiel “Imhotep” aus­pro­bie­ren, wel­ches ja auf der Nomi­nie­rungs­lis­te zum “Spiel des Jah­res 2016” stand.

Da Yunhe
Da Yun­he

Hier tra­fen wir auch ein bekann­tes Gesicht: Der Autor Björn Mül­ler-Mat­zig lief uns hier über den Weg. Er ist mit sei­nem ers­ten Spiel “Da Yun­he” hier vor Ort, von wel­chem wir ja ein Rezen­si­ons­ex­em­plar zuge­schickt bekom­men haben. Er emp­fahl uns eine Par­tei Imhotep zu pro­bie­ren, da er das Spiel sehr gut fin­den wür­de. Doch erst ein­mal woll­ten wir uns noch ein biss­chen umse­hen, solan­ge es hier noch rela­tiv ruhig zuging.

Am Ende des gro­ßen Rau­mes hat­te Dlp Games noch sei­nen Ver­kaufs­stand, zwi­schen den vie­len Tischen war auch What’s your Game ver­tre­ten, die so tol­le Spie­le wie Nip­pon, Zhang­guo und Madei­ra her­aus­ge­bracht haben, und hier auch die rela­tiv neu­en Spie­le Vasco da Gama und Signo­rie im Gepäck hat­ten. Lei­der ist es teil­wei­se zwi­schen den Tischen sehr eng gewe­sen, so dass man teil­wei­se sehr viel Geschick brauch­te um durch­zu­kom­men. Wir hof­fen, das es beim nächs­ten Mal bes­se­re Stüh­le gibt, man saß irgend­wie sehr unbe­quem und hat­te immer Angst man kön­ne evtl. durch­bre­chen und vom Stuhl fal­len.

Nach­dem wir im gro­ßen Raum durch waren wur­de noch die ande­re Sei­te der Trep­pe in Augen­schein genom­men. In einem lan­gen Gang waren hier eini­ge Spie­le­au­to­ren mit ihren Pro­to­ty­pen anzu­tref­fen. Das fand ich nicht ganz so gelun­gen, da es hier sehr düs­ter war und die Leu­te hier immer vor­bei­lau­fen muss­ten. Der Platz war auch rela­tiv klein und es herrsch­te eigent­lich haupt­säch­lich Durch­gangs­ver­kehr. Dahin­ter gab es eine erneu­te Spie­le­aus­lei­he und die ver­schie­de­nen Spie­le­ver­ei­ne aus Ber­lin waren hier ver­tre­ten. Auch der Raum in dem der Live-Stream und die Panels statt­fan­den befand sich hier am Ende des Gan­ges. Unter ande­rem auch das Neue Spiel “Cot­ta­ge Gar­den” von Uwe Rosen­berg, das zur Spiel erschei­nen wird.

Wir hat­ten nun schon soweit alles gese­hen und woll­ten nun doch ein­mal das Spiel “Imhotep” aus­pro­bie­ren, wur­de es uns doch so ans Herz gelegt.  So ging es wie­der zurück an die Tische vom Kos­mos — Ver­lag, wo wir noch einen frei­en Tisch ergat­tern konn­ten. Ganz frisch aus dem Druck, war das Spiel hier noch ori­gi­nal ver­packt und wir muss­ten erst­mal etwas Zeit zum Aus­pöp­peln ver­wen­den. Anschlie­ßend kam eine net­te Erklä­re­rin vor­bei um uns das Spiel zu erläu­tern. Im End­ef­fekt geht es dar­um im alten Ägyp­ten am Bau ver­schie­de­ner Gebäu­de mit­zu­wir­ken und sei­ne Stei­ne geschickt auf die Boo­te zu ver­tei­len um am Ende am meis­ten Sieg­punk­te zu bekom­men. Nett, aber für uns unge­eig­net, eher ein anspruchs­vol­le­res Kin­der­spiel, bzw. seich­tes Fami­li­en­spiel.

Imhotep - Spielmaterial
Imhotep — Spiel­ma­te­ri­al

Im Anschluß dar­an folg­te noch ein­mal eine Run­de durch den gro­ßen Raum, wobei sich Mar­tin und Peter das neue Spiel von Schmidt-Spie­le erklä­ren lie­ßen “Die Bau­meis­ter vom Colos­se­um” von Klaus-Jür­gen Wre­de (dem Autor von Car­cas­so­ne). Das Spiel gibt es wohl erst im Okto­ber im Han­del, so dass wir hier einen Pro­to­ty­pen zum Tes­ten und Erklä­ren vor uns hat­ten. Auf den ers­ten Blick erin­ner­te es uns an das Spiel Colos­se­um (von Day­sOf­Won­der) was schon vor eini­gen Jah­ren erschie­nen ist, jedoch ver­flüch­tig­te sich die­ser Ein­druck schnell. Denn hier gilt es, Res­sour­cen zu sam­meln um damit die ein­zel­nen Bau­ab­schnit­te des Colos­se­ums auf­zu­bau­en und damit Sieg­punk­te zu erhal­ten.

Die Baumeister des Colosseum
Die Bau­meis­ter des Colos­se­um

Nun woll­ten wir erst­mal ein biß­chen fri­sche Luft schnap­pen. Auf der Bank vor der Ein­gangs­tür mach­ten wir es uns bequem und aßen ein paar Würst­chen und Fri­ka­del­len. Hier beschlos­sen wir, das wir erst­mal das Brett­spiel­ge­schäft besu­chen woll­ten, von dem der Händ­ler hier vor Ort ist. Peter hat­te sich mit dem Besit­zer unter­hal­ten und nach bestimm­ten Erwei­te­run­gen von Zom­bici­de gefragt. Die­se hat­te er lei­der nicht mit auf die Con genom­men, aber im Geschäft könn­te es sein, dass noch eini­ges da wäre. Also hat­ten wir einen neu­en Punkt auf der Tages­ord­nung: Das brettspielgeschaeft.de besu­chen.

Peter infor­mier­te Con­s­tan­ce und es stell­te sich her­aus, das sie noch ganz in der Nähe im Ein­kaufs­zen­trum Ale­xa unter­wegs war und mit uns mit­kom­men woll­te. So tra­fen wir uns alle am Auto und fuh­ren direkt zum Geschäft. Einen Park­platz fan­den wir am Jahn-Sport­park um die Ecke. Das Brett­spiel­ge­schäft liegt direkt an der Stra­ße. Es ist ange­nehm groß und geräu­mig und hat jede Men­ge Aus­wahl. Auch eine extra Abtei­lung mit eng­li­schen Spie­len gibt es hier. Wür­den wir mal in Ber­lin woh­nen, wären wir sicher­lich öfters vor Ort 😉 .

Sofort durch­stö­ber­ten wir den Laden. Peter fand ziem­lich schnell wonach er such­te. 2 Packun­gen von den V.I.P. Zom­bies zu einem ver­nünf­ti­gen Preis und wir beka­men dazu noch die 10% vom Sup­por­ter-Ticket, das hat­te sich doch gelohnt. Ich ent­schied mich für das Spiel “Vasco da Gama” wel­ches ich ja schon auf der Ver­an­stal­tung gese­hen hat­te. So ver­lie­ßen wir das Geschäft wie­der in Rich­tung Auto.

Con­s­tan­ce und Mar­tin woll­ten nun noch einen kur­zen Abste­cher zu einem Mau­er­mu­se­um machen, wel­ches ganz in der Nähe lie­gen soll­te. Die Ein­käu­fe wur­den kurz im Auto ver­staut und schon ging es zu Fuß, bei inzwi­schen schon sehr war­men Tem­pe­ra­tu­ren wei­ter. Doch lei­der wur­den wir nicht so ganz fün­dig, hier stand kei­ne Mau­er mehr. Also ging es zurück zum Auto. Auf dem Weg zu unse­rem nächs­ten Ziel kamen wir aller­dings noch an einem Stück Mau­er vor­bei, dort gab es auch ein klei­nes Muse­um, aber nun hiel­ten wir nicht mehr an.

Peter hat­te bei der Hin­fahrt einen Laden für Table­top erspäht, den wir jetzt noch auf­su­chen woll­te. Die Fahrt dort­hin zog sich aller­dings ziem­lich. Hier fan­den wir in der Neben­stra­ße einen Park­platz. Im “Southside Fan­ta­sy” tüm­mel­ten sich aller­hand Spie­ler in schwar­zen Kla­mot­ten und spiel­ten Table­top und Kar­ten­spie­le an einem lan­gen Tisch. Auf­grund der Fül­le an Leu­ten war es hier rela­tiv sti­ckig und so gin­gen Con­s­tan­ce und ich nach einer kur­zen Stipp­vi­si­te wie­der hin­aus. Peter kam nach einer Wei­le mit einer Tüte freu­de­strah­lend her­aus. Hier hat­ten sie doch tat­säch­lich noch ein Paket der Zom­bici­de Crows auf Lager gehabt. Die­se ist zur Zeit nur sehr schwer zu bekom­men, umso bes­ser das sich die­ser etwas wei­te Abste­cher letzt­end­lich doch gelohnt hat­te. Dafür war der geplan­te Besuch von Battle­field Ber­lin dann über­flüs­sig. Sor­ry Jungs! Nun woll­ten wir aber wie­der zurück um zu spie­len. Dafür muss­ten wir wie­der quer durch die Stadt fah­ren, auch ging es durch einen lan­gen Tun­nel mit­ten in der Stadt. Con­s­tan­ce setz­ten wir wunsch­ge­mäß in der Nähe vom Check­point Char­lie aus.

Nun steu­er­ten wir wie­der das schon bewähr­te Park­haus an und gin­gen wie­der hin­über zur Con­ven­ti­on. Ein ers­ter Blick viel wie­der auf den Floh­markt. Hier waren lei­der immer noch nicht alle unse­rer Spie­le aus­ge­packt, aber nach und nach wur­de es mehr. Der Besu­cher­strom schien auch nicht abzu­reis­sen und es tauch­ten immer wie­der neue Gäs­te auf. Es schien als sei auch ein Teil schon ver­kauft wor­den. Naja, wir wer­den das End­re­sul­tat mor­gen sehen.

Da in dem gro­ßen Spiel­raum alle inter­es­san­ten Spie­le­ti­sche lei­der belegt waren, bega­ben wir uns an ande­re Ende der Eta­ge, wo die ver­schie­de­nen Spie­le­ver­ei­ne aus Ber­lin saßen. Hier ergat­ter­ten wir einen Tisch direkt vor der Tür zu den Panels und den Live — Strea­ming Events und lie­hen uns das Spiel Viceroy aus. Dies ent­pupp­te sich als ein Kar­ten­spiel mit Biet- und Res­sour­cen­ma­nage­ments. Wir kämp­fen um die Macht und müs­sen dabei zahl­rei­che Ver­bün­de­te rekru­tie­ren um durch die­se an wert­vol­le Edel­stei­ne zu gelan­gen. Dabei baut jeder Spie­ler mit Hil­fe der Ver­bün­de­ten- und Geset­zes­kar­ten sei­ne eige­ne Pyra­mi­de der Macht aus. Wenn man das Spiel ein­mal ver­stan­den hat, ist es doch rela­tiv stra­te­gisch und auf einem geho­be­nen Fami­li­en­spiel­le­vel. Nett, aber nicht so ganz unser Ding.

Wäh­rend des Spiels kam auch der Autor von “Die Legen­den von Andor” Micha­el Men­zel aus dem Panel­raum. Er hat­te den drit­ten und vor­aus­sicht­lich letz­ten Teil der Tri­lo­gie “Die letz­te Hoff­nung” unter dem Arm geklemmt. Wir sind mal gespannt, wann es das zu kau­fen gibt.

Michael Menzel mit der Erweiterung "Die Legenden von Andor: Die letzte Hoffnung"
Micha­el Men­zel mit der Erwei­te­rung “Die Legen­den von Andor: Die letz­te Hoff­nung”
Trickerion
Tri­cke­ri­on

Gleich im Anschluss hat­ten wir das Glück, das in dem gro­ßen Raum gera­de eine Par­tie Tri­cke­ri­on zu Ende gegan­gen war. So setz­ten wir uns gleich an den frei gewor­de­nen Tisch und lie­ßen uns das Spiel erklä­ren. Wir haben es auch zu Hau­se rum­lie­gen, es bis jetzt aber noch nicht geschafft zu spie­len. Da wir es auch lei­der nur in Eng­lisch haben, kön­nen wir uns so das Stu­die­ren der doch rela­tiv dicken Anlei­tung erst­mal erspa­ren. In Tri­cke­ri­on neh­men wir an einem Wett­streit teil, um am Ende der Meis­ter der Magie zu wer­den. Dafür schlüp­fen wir in die Rol­le riva­li­sie­ren­der Illu­sio­nis­ten. Zu Beginn star­ten wir mit nur einem Zau­ber­trick und einem Gehil­fen. Wir suchen ver­schie­de­ne Orte auf, an dem wir ver­schie­de­ne Aktio­nen aus­füh­ren kön­nen. Wir heu­ern neue Gehil­fen an, besor­gen uns die Aus­rüs­tung für unse­re Zau­ber­tricks und bas­teln an der Per­fek­ti­on – doch nicht ohne auf dem Markt die benö­tig­ten Waren gekauft zu haben. Am Run­den­en­de wer­den die ver­schie­de­nen Zau­ber­tricks auf­ge­führt um Ruhm und Geld zu ern­ten, denn nur so kön­nen wir zum groß­ar­tigs­ten Magi­er wer­den.

Trickerion braucht etwas Platz...
Tri­cke­ri­on braucht etwas Platz…

Tri­cke­ri­on ist ein wirk­lich ziem­lich genia­les Spiel, mit tol­len Mecha­nis­men, die gut inein­an­der­grei­fen und funk­tio­nie­ren. Man muss aber erst ein­mal durch­stei­gen, bevor sich einem das Spiel in sei­ner gan­zen Schön­heit und Kom­ple­xi­tät zeigt. Zuerst hat man nur ???? auf dem Kopf und fühlt sich ziem­lich erschla­gen. Aber nie­mand hat behaup­tet das das Spiel ein­fach wäre. Wir müs­sen hier auch mal einen gro­ßen Dank an die vie­len Regel­er­klä­rer aus­spre­chen, denn ohne sie, hät­ten wir nicht so schnell in das Spiel hin­ein­ge­fun­den. Und wir hat­ten ja nur das Ein­stei­ger­spiel gespielt, es geht also noch viel anspruchs­vol­ler und kom­ple­xer. Geni­al. Selbst Peter, der mit dem The­ma über­haupt nichts anfan­gen kann, war begeis­tert davon. Eine Rezen­si­on folgt natür­lich noch…

Trickerion - Spielertableau
Tri­cke­ri­on — Spie­ler­t­a­bleau
Trickerion: Spielertokens
Tri­cke­ri­on: Spie­ler­to­kens

Con­s­tan­ce hat­te sich in der Zwi­schen­zeit schon bei Peter gemel­det und nach unse­ren wei­te­ren Plä­nen gefragt. Wir ver­ab­re­de­ten uns wie­der beim Auto und fuh­ren anschlie­ßend gemein­sam zum Hotel, das ziem­lich zen­tral in der Nähe vom Pots­da­mer Platz gele­gen ist. Dort ange­kom­men ent­pupp­te sich die Park­platz­su­che als rela­tiv schwie­rig. In dem zum Hotel gehö­ri­gen Park­haus war lei­der nichts mehr frei und so muss­ten wir mühe­voll dort wie­der hin­aus manö­vrie­ren. Die­ses Park­haus ist der Super Gau. Total ver­win­kelt, eng und viel zu wenig Plät­ze für 3 Hotels. So blieb uns nichts Ande­res übrig als um den Block zu fah­ren und einen Park­platz an der Stra­ße zu neh­men. Blöd, aber ging nicht anders und war wenigs­tens kos­ten­los. Im Hotel check­ten wir kurz ein, mach­ten uns frisch und gin­gen dann zu Fuß zu dem um die Ecke lie­gen­den Ita­lie­ner Mari­nel­li. Die­sen hat­ten wir übers Inter­net aus­fin­dig gemacht, als wir uns nach Restau­rants in der Nähe umschau­ten. Ita­lie­ner geht immer. Optisch ist es sehr anspre­chend, nur waren wir mit den Spei­sen nicht so zufrie­den. Peter hat­te sich das teu­ers­te Nudel­ge­richt aus­ge­sucht und bekam nur eine Kin­der­por­ti­on, wäh­rend­des­sen Con­s­tan­ce eine Spa­ghet­ti Car­bo­n­a­ra aus­ge­wählt hat­te, aber einen rie­si­gen Tel­ler ser­viert bekam. Das pass­te irgend­wie von den Por­tio­nen und Prei­sen nicht. Mar­tin und ich kämpf­ten hin­ge­gen mit unse­rer rie­si­gen Piz­za, die zwar lecker, aber auch nichts Beson­de­res war. Da lie­ben wir doch unse­ren Ham­bur­ger Ita­lie­ner “Ange­lo”, da wis­sen wir, was wir bekom­men. Peter war jeden­falls mehr als gefrus­tet und am Ver­hun­gern. Gegen 22:30 waren wir wie­der im Hotel und fie­len auch gleich tod­mü­de in die Bet­ten, es war ein lan­ger Tag.

Ausblick vom Hotel
Aus­blick vom Hotel

Sonntag: Hohenschönhausen und Con

Am nächs­ten Mor­gen waren wir um kurz nach 7 Uhr schon wie­der mun­ter, obwohl wir noch eini­ge Zeit hät­ten schla­fen kön­nen. Die ande­ren Bei­den gaben auch schon Lau­te von sich per Whats­app und waren schon mun­ter. Peter saß schon unten und hat­te sein 1stes Früh­stück schon hin­ter sich. Etwas zer­knit­tert sah er aus, er hat­te auch nicht so gut geschla­fen, Nacken- und Kopf­schmer­zen. Con­s­tan­ce kam nach kur­zer Zeit auch hin­un­ter und nun saßen wir noch eini­ge Zeit unten zusam­men, früh­stück­ten in Ruhe und tran­ken Kaf­fee und Tee. Nach dem Früh­stück pack­ten wir im Zim­mer die rest­li­chen Sachen zusam­men und ver­lie­ßen gegen kurz nach 9 Uhr das Hotel. Wir hat­ten ver­ab­re­det heu­te Mor­gen zusam­men die Gedenk­stät­te Ber­lin — Hohen­schön­hau­sen zu besu­chen.

Hohenschönhausen: Wachturm
Hohen­schön­hau­sen: Wach­turm

Dabei han­delt es sich um ein ehe­ma­li­ges Sta­si­ge­fäng­nis. Hier wur­de nach dem Zwei­ten Welt­krieg ein sowje­ti­sches Spe­zi­al­la­ger ein­ge­rich­tet, danach das zen­tra­le sowje­ti­sche Unter­su­chungs­ge­fäng­nis für Ost­deutsch­land. Anfang 1951 über­nahm das Minis­te­ri­um für Staats­si­cher­heit (MfS) das Gefäng­nis und nutz­te es bis Ende 1989 als zen­tra­le Unter­su­chungs­haft­an­stalt. In die­sem leer­ste­hen­den Fabrik­ge­bäu­de, wel­ches frü­her eine Groß­kü­che war ent­stand ab 1947 das zen­tra­le sowje­ti­sche Unter­su­chungs­ge­fäng­nis für Deutsch­land. Häft­lin­ge muss­ten im Kel­ler fens­ter­lo­se, bun­ker­ar­ti­ge Zel­len ein­rich­ten: das soge­nann­te “U — Boot”. Die feucht­kal­ten Kam­mern waren nur mit einer Holz­prit­sche und einem Kübel aus­ge­stat­tet. Tag und Nacht brann­te eine Glüh­bir­ne. Die Ver­hö­re fan­den vor allem nachts statt und waren oft von Dro­hun­gen und kör­per­li­cher Gewalt beglei­tet. Ehe­ma­li­ge Häft­lin­ge berich­te­ten spä­ter, wie sie durch Schlaf­ent­zug, stun­den­lan­ges Ste­hen, tage­lan­gen Arrest oder Auf­ent­halt in Was­ser­zel­len zu Geständ­nis­sen gezwun­gen wur­den. Ende der 50ziger Jah­re muss­ten Häft­lin­ge eines benach­bar­ten Arbeits­la­gers des MfS einen Neu­bau mit über 200 Zel­len und Ver­neh­mer­zim­mern errich­ten. Fest­ge­hal­ten wur­den hier vor allem Men­schen, die ver­sucht hat­ten zu flie­hen oder aus­zu­rei­sen oder die wegen ihrer poli­ti­schen Mei­nung ver­folgt wur­den. Statt mit phy­si­scher Gewalt wur­de den Häft­lin­gen nun mit psy­cho­lo­gi­schen Metho­den zuge­setzt. Über den Ort ihrer Haft ließ man sie bewusst im Unkla­ren. Sys­te­ma­tisch beka­men sie das Gefühl ver­mit­telt, einem all­mäch­ti­gen Staat aus­ge­lie­fert zu sein. Von der Außen­welt her­me­tisch abge­schnit­ten und von den Mit­ge­fan­ge­nen meist streng iso­liert, wur­den sie durch gut aus­ge­bil­de­te Ver­neh­mer oft mona­te­lang ver­hört, um sie zu belas­ten­den Aus­sa­gen zu bewe­gen. (Quel­le: Fly­er der Gedenk­stät­te Ber­lin-Hohen­schön­hau­sen: Das STA­SI-Gefäng­nis)

Für die ers­te Füh­rung um 10:00 kamen wir lei­der etwas zu spät. So muss­ten wir noch bis zum 11:00 war­ten, ehe es los­ge­hen konn­te. In die­ser Zeit konn­ten wir wun­der­bar die dazu­ge­hö­ri­ge Aus­stel­lung anschau­en. Um kurz vor 11:00 waren wir wie­der in der Cafe­te­ria, wo die Füh­rung star­ten soll­te. Inzwi­schen war die war­ten­de Men­ge auf ca. 50 Per­so­nen ange­stie­gen, so dass sich gleich 2 Füh­rer unse­rer annah­men und uns in 2 Grup­pen auf­teil­ten. Da wir 4 ja dafür bekannt sind, immer die beson­de­ren Füh­run­gen zu besu­chen, taten wir dies auch dies­mal zufälligerweise.Unsere Füh­rung über­nahm ein ehe­ma­li­ger Häft­ling, Hen­drik Voigt­län­der. Er erzähl­te sehr emo­tio­nal und authen­tisch über sein Leben hier in die­sem Gefäng­nis. Man konn­te ihm jeg­li­che Fra­ge stel­len, die er mit Engels­ge­duld beant­wor­te­te. Man merk­te rich­tig, wie wich­tig ihm das war, den Leu­ten zu erzäh­len, wie es hier wirk­lich gewe­sen ist und was alles pas­siert ist. Er ließ uns rich­tig an der Füh­rung teil­ha­ben, zeig­te uns sei­ne Sta­si­ak­te, erzähl­te uns sei­ne Geschich­te, wie er ver­sucht hat­te zu flie­hen und was nach sei­ner Fest­nah­me alles pas­siert ist. Auch ließ er die Erzäh­lun­gen durch Geräu­sche, z.B. lau­tes Brül­len, Klop­fen und der­glei­chen sehr “echt” wir­ken. Es war kein Auf­zäh­len von irgend­wel­chen Fak­ten und Sta­tis­ti­ken, son­dern eine sehr ehr­li­che und beklem­men­de Füh­rung, die ihre Wir­kung hin­ter­ließ.

Nach­dem wir wie­der am Ein­gang ange­kom­men waren, stell­ten wir fest, das wir nicht nur eine Stun­de son­dern mehr als 90 Minu­ten durch die Räum­lich­kei­ten geführt wur­den.

So ging es wie­der in Rich­tung der Ber­lin Brett­spiel Con 2016, wo wir aber am heu­ti­gen Sonn­tag auf dem Mit­tel­strei­fen par­ken konn­ten. Hier wur­de noch das letz­te Brot, Fri­ka­del­len und Würst­chen ver­tilgt, ehe Con­s­tan­ce sich zum DDR — Muse­um begab und wir noch­mal zum Spie­len gehen woll­ten. Heu­te war es gefühlt vol­ler; das reg­ne­ri­sche Wet­ter vom Vor­mit­tag lud auch nicht so zu Aus­sen­ak­ti­vi­tä­ten ein. Auf dem Floh­markt hat­te sich eini­ges getan, vie­les von unse­ren Spie­len war ver­schwun­den, das freu­te uns sehr. So bega­ben wir uns wie­der nach oben zur Spiel­aus­lei­he. Nun woll­ten wir end­lich mal Evo­lu­ti­on aus­pro­bie­ren, das stand schon etwas län­ger auf der Lis­te von Peter. Da alle Tische belegt waren, durf­ten wir uns an einen frei­en Tisch beim Kos­mos Ver­lag setz­ten, obwohl wir ein Spiel von Schmidt — Spie­le in der Hand hat­ten. Auch die­ses Spiel muss­te noch aus­ge­pöp­pelt wer­den, in der Zwi­schen­zeit stu­dier­te Mar­tin die Regel. Beglei­tet wur­den wir bei die­ser Par­tie von Danie­la, die uns gefragt hat­te, ob sie sich zu uns gesel­len könn­te.

In die­sem Spiel ste­hen wir noch ganz am Anfang der Evo­lu­ti­on, zur Zeit der Dino­sau­ri­er. Hier hieß es Fres­sen oder Gefres­sen wer­den. Hier wür­de ent­schie­den wer­den, wel­che Spe­zi­es über­le­bens­fä­hig ist und wel­che dem Unter­gang geweiht waren. Wir müs­sen tak­tisch ent­schei­den, wie wir unse­re Tier­ar­ten anpas­sen und wei­ter­ent­wi­ckeln müs­sen, um bei knap­per Nah­rung und lau­ern­den Raub­tie­ren, über­le­bens­fä­hig zu blei­ben. Gege­ben­hei­ten müs­sen geschickt genutzt und auf Ver­än­de­run­gen reagiert wer­den. Ein net­tes, kurz­wei­li­ges Spiel, das eine sanf­te Ein­stiegs­hür­de hat, aber doch ein wenig Stra­te­gie erfor­dert. Wir hät­ten nicht gedacht, das es so inter­es­sant und lus­tig ist.

Evolution
Evo­lu­ti­on

20160717150754_20160717150754-BerlinCon 2016-1037_

20160717144042_20160717144042-BerlinCon 2016-1033_Da die Zeit lei­der schon sehr fort­ge­schrit­ten war, muss­ten wir nun schon unse­re Floh­markt­sa­chen wie­der ein­pa­cken und die Abrech­nung machen. Wäh­rend ich die übri­gen Spie­le wie­der in der Kis­te ver­stau­te, wag­te sich Mar­tin schon an die Abrech­nung. Sat­te 161€ brach­te uns der Ver­kauf. Wow, damit hat­ten wir nicht mehr gerech­net. Ein paar Spie­le spen­de­ten wir, der Rest kam wie­der mit nach Han­no­ver. In der Zwi­schen­zeit war Con­s­tan­ce bereits wie­der ein­ge­trof­fen und ver­speis­te eine Por­ti­on Pom­mes, wäh­rend­des­sen Mar­tin mit dem Auto vor­ge­fah­ren kam. Übrin­gens war ein wun­der­ba­res Cate­ring im Food-Truck vor Ort — LECKER!:
Foodtruck
Foodtruck

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So wur­de alles ein­ge­la­den und wir ver­ab­schie­de­ten uns von der Ber­lin Brett­spiel Con 2016 Nun ging es noch zum Scho­ko­la­den­la­den von der Fir­ma Fass­ben­der & Rausch. Da Mar­tin mein­te das wären nur 500 Meter bis dahin, lie­ßen wir das Auto in der Nähe der Ver­an­stal­tung ste­hen.

Hier spielt der berliner Bär!
Hier spielt der ber­li­ner Bär!

Aber mit der Ent­fer­nung das klapp­te irgend­wie nicht so, gefühlt war es eine 2000 Meter lan­ge Wan­de­rung bis der Laden in der Fer­ne auf­tauch­te (Mar­tin: Wäre ja sonst nie­mand mit­ge­kom­men 😉 ) . Und hier hät­te man so gut par­ken kön­nen. Die lecke­ren Tört­chen und der lecke­re Kakao ent­schä­dig­ten ein wenig für den lan­gen Fuß­marsch, doch lie­ßen sie sich ihre lecke­ren Teil­chen auch  bezah­len.

Zurück war der Weg dann auf ein­mal min­des­tens um die Hälf­te kür­zer, so dass wir gegen 18:30 die Heim­rei­se antra­ten. Die Fahrt ver­lief rela­tiv ereig­nis­los, ein paar kür­ze­re Behin­de­run­gen und einen Rast­stät­ten­stop spä­ter erreich­ten wir gegen 22:00 unser ers­tes Ziel. Wir ver­ab­schie­de­ten uns von Peter & Con­s­tan­ce und waren selbst dank eines reser­vier­ten Park­plat­zes auch selbst gegen 22:45 zu Hau­se und um 23:30 im Bett. Zufrie­den schlie­fen wir auf der Stel­le ein, das war ein tol­les und erleb­nis­rei­ches Wochen­en­de.

Wir freu­en uns auf das nächs­te Jahr. Auf Wie­der­se­hen Ber­lin und Dan­ke an Hun­ter & Cron und die gan­zen Hel­fer für die tol­le Ver­an­stal­tung und die gan­ze Mühe die ihr dort inves­tiert habt.

 

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