fief 1429 - Box

Fief – Frankreich 1429 – Rezension

Von: Stef­fi (22.Mai 2015)

Vorwort zu Fief

Das Spiel Fief – Frank­reich 1429 haben wir erfolg­reich über die Crowd­fun­ding Kam­pa­gne in der Spie­le­schmie­de geför­dert. Schon lan­ge woll­ten wir solch ein Pro­jekt mal för­dern, doch hat­ten wir es sonst immer ver­passt oder konn­ten uns dazu dann doch nicht durch­rin­gen, denn eini­ge die­ser Pro­jek­te sind doch rela­tiv teu­er gewe­sen. Dies gilt auch für Fief, aller­dings hat uns das The­ma und das Set­ting so gereizt das, wir über unse­ren Schat­ten gesprun­gen sind und ein fan­tas­ti­sches Spiel erwor­ben haben.

Aca­de­my Games ist der Initia­tor des Pro­jek­tes gewe­sen, einer ame­ri­ka­ni­schen Fir­ma, die sich auf his­to­ri­sche Brett­spie­le spe­zia­li­siert hat. Die­ses Pro­jekt wur­de zusam­men mit dem fran­zö­si­schen Part­ner Asyn­cron Games rea­li­siert.

Das Spiel wur­de auch erfolg­reich in einer Kick­star­ter Kam­pa­gne geför­dert, und bei­de Pro­jek­te wur­den dann zusam­men gelegt, so daß alle erreich­ten Ver­bes­se­run­gen der Kick­star­ter Kam­pa­gne auch für die Spiel­schmie­de gel­ten. Durch die Loka­li­sie­rung in der Spiel­schmie­de auf Spieloffensive.de konn­te eine deut­sche Über­set­zung geför­dert wer­den. So haben wir das Grund­spiel und alle Erwei­te­run­gen bilin­gu­al in deutsch und eng­lisch erhal­ten.

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Das Spiel kann auf Spieleoffensive.de noch erwor­ben wer­den, wie das mit dem gan­zen exklu­si­ven Zusatz­ma­te­ri­al ist dazu kann ich nichts sagen. Wir sind jeden­falls froh das Kom­plett­pa­ket erwor­ben zu haben, so sind wir auch in den Genuss der 3D Minia­tu­ren und der “ech­ten” Mün­zen gekom­men.

Inzwi­schen haben wir die eine oder ande­re Par­tie Fief – Frank­reich 1429 spie­len kön­nen und kön­nen Euch mehr dar­über erzäh­len.

Infobox – fief – Frankreich 1429

3 – 6
ab 13
120 – 240

Autoren Phil­ip­pe Mou­che­beuf
Gra­fi­ker Patrick Dalla­ne­gra, Jarek Nocoń, Jarek Nocoń
Ver­lag Aca­de­my Games, ASYNCRON games, Giochix.it
Jahr 2015
The­ma Mit­tel­al­ter, Poli­tisch, Ver­hand­lun­gen, Gebiets­aus­bau
Mecha­ni­ken Gebiets­kon­trol­le, Wür­fel, Part­nerships, Han­del, Abstim­mung

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Spielprinzip/​Idee

In Fief ist jeder der 3 – 6 Mit­spie­ler das Ober­haupt einer adli­gen Fami­lie im mit­tel­al­ter­li­chen Frank­reich. Wir stre­ben nach welt­li­chen und kirch­li­chen Titeln, die wir mit­tels Intri­gen, Diplo­ma­tie, Hei­rat, Ver­rat oder Krieg erlan­gen kön­nen. Die erwor­be­nen Titel ver­hel­fen uns zu Macht, Reich­tum und Ein­fluss, ande­rer­seits haben wir damit das Recht erwor­ben und zum König zum Frank­reich oder zum Papst wäh­len zu las­sen.
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Spielmaterial

Das Spiel­ma­te­ri­al in Fief – Frank­reich 1429 ist sehr detail­ge­treu und stim­mig gear­bei­tet. Der Spiel­plan ist aus sta­bi­ler dicker Pap­pe und wun­der­schön gestal­tet. Die Kar­te auf dem Spiel­plan ist in acht Fiefs (Lehns­gü­ter) auf­ge­teilt. Jedes davon hat sei­ne eige­ne Hin­ter­grund­far­be. Zum ande­ren ist sie in Bis­tü­mer auf­ge­teilt, die wie­der­um ver­schie­de­ne Berei­che der Fiefs über­de­cken. Die Bis­tü­mer sind dick umran­det und num­me­riert (Bischofs­mitren am Rand) und unter­ste­hen der Herr­schaft eines Bischofs. Auf der Kar­te ver­teilt befin­den sich mit Stra­ßen ver­bun­de­ne Städ­te. Jede Stadt gehört also jeweils zu einem Fief und auch zu einem Bis­tum.

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Die Spiel­kar­ten sind schön illus­triert und haben eine ange­neh­me Grö­ße.

Zusätz­lich gibt es noch ver­schie­dens­te Mar­ker, die auch aus sta­bi­ler Pap­pe sind und natür­lich die Minia­tu­ren und die ech­ten Mün­zen, die die Papp­mün­zen bzw. Papp­ge­bäu­de­kar­ten ersetz­ten.

Die detail­lier­ten Minia­tu­ren, die es in unse­rer Aus­ga­be gab, haben wir inzwi­schen noch auf­po­liert, indem wir sie stim­mungs­voll ange­malt haben – das ist noch­mal bes­ser, als die eigent­lich schon sehr schö­nen “nack­ten” Model­le.

Die Wür­fel sehen sehr schön gear­bei­tet aus und lie­gen gut in der Hand.
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Spielanleitung

Die Anlei­tung ist rela­tiv dick und beinhal­tet viel Text. Das ist bei den vie­len Mecha­nis­men, die im Spiel benutzt wer­den, auch nicht ver­wun­der­lich. Den­noch fin­det mach sich gut zurecht, da sie vie­le Bil­der mit Bei­spie­len und Erklä­run­gen ent­hält. Am Ende gibt es sogar noch eine Sei­te mit Fra­gen und Ant­wor­ten, falls man doch ein­mal nicht weiß wie es wei­ter­geht.

Spielablauf

Fief wird run­den­ba­siert gespielt. Ein Zug wird in 7 ver­schie­de­ne Pha­sen unter­teilt, die in jeder Run­de abge­ar­bei­tet wer­den. Hat in der letz­ten Pha­se jemand die Sieg­be­din­gun­gen erreicht, endet das Spiel.

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n der ers­ten Pha­se kön­nen Hoch­zei­ten und Wah­len statt­fin­den. Die Hoch­zeit ist in Fief ein poli­ti­sches Mit­tel, um zwei Fami­li­en zu Alli­ier­ten zu machen und so gemein­sam zu gewin­nen. Was kann noch so alles pas­sie­ren?
  • In Fief kön­nen die Adli­gen ver­schie­de­ne Titel erhal­ten.
  • Zum eine welt­li­che Titel wie Baron/​in, Graf/​Gräfin, Herzog/​in und zum ande­ren kirch­li­che Titel wie Bischof, Kar­di­nal oder Papst. Um einen welt­li­chen Titel zu erhal­ten muss der Spie­ler alle Städ­te und min­des­tens eine Fes­tung in dem Fief kon­trol­lie­ren.
  • Kirch­li­che Titel dür­fen nur von unver­hei­ra­te­ten Män­nern erwor­ben werden.Bischof und Papst kann ein Adli­ger nur per Wahl wer­den. Den Kar­di­nal­ti­tel zieht man ent­we­der zufäl­lig vom Kar­ten­sta­pel oder kauft ihn.
  • Der König wird von den Titel­trä­gern gewählt.

Dies war nur ein gro­ber Über­blick der viel­fäl­ti­gen Titel­mög­lich­kei­ten von Fief. Unter wel­chen Vorraus­set­zun­gen jemand wie gewählt wer­den kann, ist aus­führ­lich für jeden Titel in der Anlei­tung beschrie­ben und wür­de hier den Rah­men etwas spren­gen. Doch muss man schon sei­ne Ade­li­gen in die rich­ti­gen Posi­tio­nen bewe­gen, bevor man sich eines Titels (und auch Sieg­punk­tes) erfreu­en kann.

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In der zwei­ten Pha­se dür­fen Kar­ten nach­ge­zo­gen wer­den um Aktio­nen oder neue eige­ne Ade­li­ge zu erhal­ten. Doch in dem Kar­ten­sta­pel befin­den sich nicht nur Gutes, denn auch Unglück­li­che Ereig­nis­se, wie bei­spiels­wei­se die “Pest” oder eine “Hun­gers­not” fin­den sich dort.

Wenn alle Spie­ler Kar­ten abge­legt und neu auf­ge­nom­men haben wer­den die ver­deckt gezo­ge­nen Unglücks­kar­ten nach­ein­an­der umge­dreht und aus­ge­führt. Es wird gewür­felt wel­ches Bis­tum betrof­fen ist.

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m “Unwet­ter” sind in die­ser Run­de Bewe­gun­gen in die­sem Bis­tum unmög­lich und es kön­nen auch kei­ne Kämp­fe statt­fin­den. Das “Unwet­ter” kann aber durch eine “Schö­nes Wet­ter” Kar­te abge­wen­det wer­den.

Bei der “Hun­gers­not” pro­du­zie­ren die Müh­len im Bis­tum kei­ne Ein­nah­men in der Ein­nah­me­pha­se. Die “Rei­che Ern­te” Kar­te hebt die Wir­kung der“Hungersnot” auf und die Kar­ten wer­den abge­wor­fen. Eine Hun­gers­not kann gleich­zei­tig noch eine “Revol­te” aus­lö­sen.

Bei der Pest sind alle Städ­te im Bis­tum betrof­fen. Hier­von sind alle Betrof­fen, sowohl Ade­li­ge als auch die Trup­pen. So fal­len ihr pro Stadt und Spie­ler die Hälf­te aller Trup­pen zum Opfer.

Sobald alle Unglücks­kar­ten abge­ar­bei­tet wur­den kön­nen die Spie­ler nun in Spiel­er­rei­hen­fol­ge neue Adels – Figu­ren ins Spiel brin­gen und/​oder Schick­sals­kar­ten spie­len.wpid3016-20150518121309_20150518121309-fief-6837_.jpg

Mit einer Adels­kar­te bekommt der Spie­ler ein neu­es Fami­li­en­mit­glied, wovon er höchs­tens 4 haben kann. Er leg­te die Adels­kar­te vor sich ab und nimmt sich die dazu­ge­hö­ri­ge Figur aus dem Vor­rat. Die­se plat­ziert er in einer sei­ner Fes­tun­gen oder befes­tig­ten Städ­te.

Mit der “Rei­chen Ern­te” Kar­te kann man eine “Hun­gers­not” Kar­te neu­tra­li­sie­ren oder dafür sor­gen das man in der Ein­nah­me­pha­se pro Müh­le ein Deni­er mehr bekommt in dem Bis­tum. Dies gilt auch für die Müh­len der ande­ren Spie­ler.

Die “Schö­nes Wet­ter” Kar­te ent­spricht der “Rei­chen Ern­te” Kar­te.

Mit der “Steu­ern” Kar­te kön­nen wir ent­we­der in einem Fief Steu­ern erhe­ben oder in einem Bis­tum den Kir­chen­zehnt erhe­ben. Doch auch eine “Steu­ern” Kar­te kann eine Revol­te nach sich zie­hen. Die­se Abga­ben kön­nen nur unter bestimm­ten Vorraus­set­zun­gen erho­ben wer­den, auf die ich jetzt hier aber nicht mehr wei­ter ein­ge­hen möch­te.

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In der drit­ten Pha­se erhal­ten wir Ein­nah­men für unse­re kon­trol­lier­ten Städ­te und für jede Müh­le in unse­ren kon­trol­lier­ten­Städ­ten. Wer­den noch “Rei­che Ern­te” und/​oder “Schö­nes Wet­ter” Kar­ten gespielt erhö­hen sich die Ein­nah­men für die­se Run­de. Zusätz­lich kön­nen noch Abga­ben gefor­dert wer­den, von den Spie­lern die die “Steu­ern” Kar­te gespielt haben.wpid2339-20150218204915_20150218204915-fief-6257_.jpg

Nun kön­nen wir mit unse­rem ver­dien­ten “Deni­ers” ein­kau­fen gehen. Es kön­nen Trup­pen in Form von Waf­fen­knech­ten oder Rit­tern, Gebäu­de und Titel erwor­ben wer­den. Dies pas­siert in der vier­ten Pha­se.

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Jetzt kommt Bewe­gung ins Spiel, denn es folgt die fünf­te Pha­se, in der Bewe­gun­gen statt­fin­den kön­nen. Man kann sei­ne Adli­gen von Stadt zu Stadt bewe­gen, die Bewe­gungs­wei­te ist aller­dings pro Fami­li­en­mit­glied auf zwei beschränkt. Bei die­ser Bewe­gung kann der Adli­ge natür­lich Trup­pen mit­neh­men und die­se auf sei­nem Weg abset­zen oder auf­sam­meln. So ver­grö­ßert er sei­nen Ein­fluss­be­reich und so die Ein­nah­men für die nächs­te Run­de. Trup­pen kön­nen sich aller­dings nicht allein bewe­gen. Der Spie­ler kann sei­ne Adli­gen in freie und auch in besetz­te Städ­te bewe­gen. Endet der Zug eines Adli­gen in einer besetz­ten Stadt kann man ent­we­der Waf­fen­still­stand ver­kün­den oder es kommt zum Kampf in der nächs­ten Pha­se. Einem Adli­gen kann aller­dings auch die “Durch­rei­se” erlaubt wer­den.

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Soll­ten sich die Spie­ler, die sich in der glei­chen Stadt befin­den, nicht auf einen Waf­fen­still­stand geei­nigt haben, kommt es in der nun fol­gen­den sechs­ten Pha­se unwei­ger­lich zum Kampf. Die Waf­fen­ru­he kann natür­lich auch plötz­lich gebro­chen oder eine Alli­anz been­det wer­den. Ein Kampf kann über meh­re­re “Wür­fe” gehen. Er endet wenn die Trup­pen der Armee eines Spie­lers ver­nich­tet ist, eine Sei­te auf­gibt, die Waf­fen­ru­he aus­ge­ru­fen wird oder in 3 Wür­fel­run­den kei­ne Tref­fer erzielt wur­den.

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Zum Kämp­fen wer­den die Kampf­punk­te jedes Spie­lers zusam­men gezählt. Jeder Waf­fen­knecht zählt ein KP, jeder Rit­ter 3 KP, jeder männ­li­che Adli­ge ein KP und jeder weib­li­che Adli­ge mit Titel eben­falls ein KP. Mit der erreich­ten Zahl an KP’s wird fest­ge­legt mit wie vie­len Kampf­wür­feln der Spie­ler agie­ren darf. Dies ist anhand einer Tabel­le fest­ge­legt. Befin­det sich der angrei­fen­de Spie­ler in einer Stadt mit Fes­tung bekommt er -1 Kampf­wür­fel, befin­det er sich gar in einer befes­tig­ten Stadt – 2 Kampf­wür­fel, was den Kampf natür­lich erheb­lich erschwert.

Man soll­te also immer gut über­le­gen wen und mit wel­cher Trup­pen­stär­ke man einen Mit­spie­ler angreift. Nicht oft muss man dafür erst meh­re­re Run­den sei­ne Trup­pen ver­stär­ken und sie dann zu einer Armee ver­bin­den. Die Ver­lus­te im Kampf wer­den mit den schon ange­spro­che­nen Kampf­wür­feln erwür­felt. Dafür hat jeder Wür­fel 1 – 3 Tref­fer­punk­te, die­se wer­den dann addiert und der ange­grif­fe­ne Spie­ler muss sei­ne Trup­pen dann dem­entspre­chend redu­zie­ren, wobei ein Waf­fen­knecht schon durch einen Tref­fer stirbt, die Rit­ter erst bei 3. Wur­den nur 1 oder 2 Tref­fer erwür­get bleibt der Rit­ter am Leben erst mit 3 oder mehr Tref­fern stirbt er. Adli­ge haben auch nur 1 Tref­fer wer­den aber vor­her durch ihre Trup­pen geschützt.

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Rei­chen die Tref­fer dann aus um alle Kämp­fer zu töten und nur der Adli­ge bleibt am Leben, gerät er in Gefan­gen­schaft. Er ist nun unter der Kon­trol­le des Spie­lers, der ihn gefan­gen genom­men hat und kann von ihm mit sei­nen Trup­pen bewegt wer­den. Er darf außer durch ein “Atten­tat” nicht getö­tet wer­den und kann durch einen “Geheim­gang” auch ent­wi­schen. Natür­lich darf er auch so auf frei­en Fuß gesetzt oder frei­ge­kauft bzw. gehan­delt wer­den.

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Nach­dem alle Kampf­hand­lun­gen abge­schlos­sen sind, kann ein Spie­ler, soweit er noch Trup­pen in der geg­ne­ri­schen Stadt besitzt, die­se nun auch bela­gern. Die Stadt bleibt zwar unter der Kon­trol­le des Bela­ger­ten, es wer­den jedoch kei­ne Ein­nah­men erspielt und die Trup­pen in der bela­ger­ten Stadt kön­nen sich nicht bewe­gen also die Stadt außer durch den “Geheim­gang” nicht ver­las­sen. Der bela­gern­de Spie­ler kann sei­ne Trup­pen wie­der ver­grö­ßern und auch Plün­dern.

Sind all die­se Pha­sen abge­han­delt folgt nun noch die letz­te sieb­te Pha­se, die das Ende der Run­de ein­läu­tet. Die Sieg­punk­te wer­den ermit­telt. Jeder Spie­ler erhält einen SP pro Her­zog, Graf oder Baron, einen SP für den König und 1 SP für den Papst. Ein Spie­ler gewinnt das Spiel wenn er allei­ne 3 SP oder mit einem Alli­ier­ten 4 SP erhal­ten hat. Soll­te dies nicht der Fall sein wech­selt die Start­spie­ler­kar­te und beginnt die nächs­te Run­de.

Alli­an­zen kön­nen aller­dings erst bei einer Spie­le­ran­zahl von 4 ein­ge­gan­gen wer­den.

fief LeuteFazit

Fief ist auf jeden Fall ein Spiel für anspruchs­vol­le Viel­spie­ler. Die Spiel­re­geln las­sen sich gut erler­nen und even­tu­el­le Regel­fra­gen kön­nen durch die Schnell­hil­fe Kar­ten gelöst wer­den. Das Spiel ist mit viel Lie­be zum Detail gefer­tigt und man merkt das Aca­de­my Games auch sehr viel Wert auf das his­to­ri­sche Set­ting legt. Das Spiel­brett ist wun­der­schön gestal­tet und mit knal­li­gen Far­ben ver­se­hen, das ist für die Tren­nung von Fief und Bis­tum auch sehr hilf­reich. Von den zusätz­li­chen “Son­der­ma­te­ria­li­en” wie die mit­tel­al­ter­li­chen Mün­zen aus Metall und den 3 D Gebäu­den sind wir voll­auf begeis­tert. Sie brin­gen noch mehr Flair ins Spiel und man kann sich so auch gut in das his­to­ri­sche Set­ting ein­fin­den. Das Spiel ist unheim­lich stim­mig.

Zu dritt kann man sich auf dem Spiel­plan viel­leicht noch irgend­wie wpid3031-20150518125231_20150518125231-fief-6846_.jpg

aus dem Weg gehen, wenn man nicht so dar­auf erpicht ist, sich zu bekämpfen,aber ab 4 Spie­lern ist das ein­fach unmög­lich, dafür ist das Spiel­feld ein­fach zu klein. So muss man sich auch immer der Situa­ti­on anpas­sen um an SP zu kom­men, denn das ist wirk­lich nicht ein­fach. Man mag viel­leicht den­ken ach nur 3 SP, da ist das Spiel ja schnell zu Ende, aber das ist auf kei­nen Fall so. Denn um an die begehr­ten SP’s zu kom­men bedarf es viel Arbeit, denn die Titel kom­men nicht von allei­ne ange­flo­gen. Bis man ein Fief kom­plett besetzt hat dau­ert sei­ne Zeit, bis man dann Bischof wer­den kann noch ein­mal viel län­ger. Um an mehr Geld zu kom­men müs­sen aber erst­mal mehr Städ­te besetzt und vor allem Müh­len gebaut wer­den, die Trup­pe will ver­stärkt wer­den um sich gegen even­tu­el­le Angrif­fe zu erweh­ren.

Und dann sind da noch die­se ver­flix­ten Unglücks- und Schick­sals­kar­ten, die immer unver­hofft auf­tau­chen und einem gleich einen Strich durch die Rech­nung machen. Nicht sel­ten rafft die Pest gan­ze Trup­pen dahin oder eine Schlecht­wet­ter­kar­te ver­hin­dert die drin­gend benö­tig­ten Ein­nah­men für neue Gebäu­de oder Trup­pen. Die Bela­ge­rung einer Stadt laugt den Spie­ler aus weil ihm durch die Dau­er der Bela­ge­rung so gut wie die Hän­de gebun­den sind, es sei denn er hat Glück und ist an eine “Geheim­gang” Kar­te gekom­men und kann so ent­flie­hen. Und dann fällt einem ein Adli­ger noch einem Atten­tat zum Opfer, und schon braucht man erst­mal wie­der ein neu­es Fami­li­en­mit­glied. Da kommt einem die “Jus­tiz” Kar­te doch gera­de recht, denn so nimmt man Rache an dem Spie­ler, der einem den Adli­gen ermor­det hat. Der Atten­tä­ter wird näm­lich nun lei­der geköpft †. Es gibt zwar nicht unbe­dingt vie­le ver­schie­de­ne Kar­ten, aber die­se kön­nen echt in sich haben. Wenn man vom Pech ver­folgt ist folgt auf die “Hun­gers­not” näm­lich noch die “Revol­te”, wel­che die eige­nen Trup­pen wei­ter redu­ziert.

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Das Spiel gefällt uns sehr gut, da es sehr kom­plex ist und man immer wie­der gezwun­gen ist sich auf ande­re Umstän­de neu ein­zu­stel­len, es ist also von Vor­teil wenn man einen Plan B in pet­to hat (oder gar C). Es hat aber auch einen sehr hohen Frus­tra­ti­ons­fak­tor und nicht sel­ten ist man davor alles hin­zu­schmei­ßen und auf­zu­ge­ben, da nun wirk­lich gera­de alles dane­ben läuft, aber selbst dann kann man durch eine Alli­anz oder durch Diplo­ma­tie wie­der in Spiel zurück­fin­den.

Ich bin hier bewusst nicht auf alle Punk­te ein­ge­gan­gen und habe spe­zi­el­le Sachen wir Reli­qui­en und die gan­zen Erwei­te­run­gen erst ein­mal außen vor gelas­sen, denn auch ohne die­se muss man durch das Spiel erst­mal so durch­kom­men.

fief Leute

Unsere Wertungen

Gesamt­wer­tung: 9.0 /​10.0
Peter
kann weg lieber was anderes ungenügend mangelhaft nicht schön ist okay gut gemacht gerne wieder jederzeit wieder uneingeschränkte Empfehlung
9.0
Unse­re Auf­la­ge, mit den schö­nen Gebäu­den, bekommt von mir einen opti­schen Punkt mehr. Ansons­ten fehlt für mich nur der Han­del. An alles ande­re wur­de gedacht.
Mar­tin
kann weg lieber was anderes ungenügend mangelhaft nicht schön ist okay gut gemacht gerne wieder jederzeit wieder uneingeschränkte Empfehlung
9.0
Ein wun­der­ba­res Stra­te­gie­spiel, das mit den extra Minia­tu­ren (auch bemalt, dank Peter!) ein­fach nur Spaß macht.