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Herner Spielewahnsinn 2017

Da uns nur der Sams­tag zur Ver­fü­gung stand, muss­ten wir uns schon um 5:30 aus dem Bett quä­len, bevor wir die Rei­se zum Her­ner Spie­le­wahn­sinn 2017 antre­ten wür­den. Die Fahrt ver­lief rela­tiv ereig­nis­los und wir waren schon um kurz nach 9 Uhr vor Ort. Das war auch sehr gut so, denn so beka­men wir noch einen der Park­plät­ze direkt auf dem Platz vor dem Kul­tur­zen­trum. Die­se waren dann im Ver­lauf des Tages voll­kom­men belegt.

Vor dem Ein­gang tra­fen wir Mar­kus Leers wie­der, ihn hat­ten wir ja auf den Ratin­ger Spiel­eta­gen schon getrof­fen und sein Spiel “Ope­ra­ti­on C” ein­mal ange­tes­tet. Dabei hat­ten wir ihm eini­ge Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge gege­ben, die er auch hat mit ein­flie­ßen las­sen und für die er auch sehr dank­bar war, denn dadurch wur­de die Spiel­an­lei­tung etwas ver­kürzt und das Spiel spielt sich flüssiger.Dies berich­te­te er uns noch alles vor der Tür und auch von sei­nem wei­te­ren Pro­to­ty­pen “Behe­moth X” was wir noch nicht aus­pro­bie­ren konn­ten.

Wäh­rend wir so war­te­ten wur­de vor dem Platz vor dem Kul­tur­zen­trum noch eini­ges für die Kin­der auf­ge­baut, die obli­ga­to­ri­sche Hüpf­burg, eine För­der­band­rut­sche, ein Par­cours für diver­se fahr­ba­re Unter­sät­ze wie Kett­cars und Rol­ler. Auch von dem einen oder ande­ren bekann­ten Gesicht wur­den wir nett begrüßt, die Spie­le­welt kennt sich halt und durch unse­re T – Shirts fal­len wir natür­lich auf und blei­ben im Gedächt­nis.
Um kurz vor 10 durf­ten wir dann ein­tre­ten und gleich am ers­ten Stand war das neue Spiel von dlp Games auf­ge­baut und die Plät­ze waren noch voll­kom­men frei. Dies nut­zen wir gleich aus, denn “Yoko­ha­ma” stand sowie­so auf mei­ner Lis­te der Spie­le, die auf jeden Fall einen Blick wert waren. So hat­te ich hier unver­hoff­ter Wei­se gleich die Gele­gen­heit dazu.

Wir war­te­ten noch ein paar Minu­ten bis sich noch in Pär­chen zu uns gesell­te. Nun konn­te die Erklä­rung star­ten. Dabei müs­sen wir dem Erklä­rer Sebas­ti­an ein gro­ßes Kom­pli­ment machen, die Erklä­rung war wirk­lich sehr gut ver­ständ­lich, struk­tu­riert und ein­leuch­tend und bei Fra­gen war er immer hilfs­be­reit zur Stel­le.

Yokohama
Yoko­ha­ma

Wie der Name des Titels ver­lau­ten lässt spielt Yoko­ha­ma in der gleich­na­mi­gen Stadt. Dabei wer­den wir in die Mei­ji-Ära, von 1868 – 1912 zurück­ver­setzt, in der sich das Fischer­dorf zu einer der größ­ten Han­dels­städ­te Japans ent­wi­ckel­te. Pas­send zu der Zeit, hat das Spiel ein Wirt­schafts­the­ma.

Wir sind dabei Prä­si­den­ten einer Fir­ma, die im Lau­fe des Spiels ihr Impe­ri­um ver­grö­ßern will. Dafür wer­den Auf­trä­ge aus­ge­führt, Waren expor­tiert, Gebäu­de gebaut.

Yokohama
Yoko­ha­ma

Dies tun wir mit Hil­fe von Assis­ten­ten die wir auf den Gebäu­den ver­tei­len und mit dem Prä­si­den­ten die ver­schie­de­nen Aktio­nen aus­füh­ren kön­nen. Je mehr eige­ne Assis­ten­ten ich auf dem Gebäu­de habe, je stär­ker ist die Akti­on.

Je Assis­tent habe ich 1 Ein­fluss, der Prä­si­dent zählt auch 1, habe ich 3 Assis­ten­ten und den Prä­si­den­ten auf dem Gebäu­de habe ich ins­ge­samt einen Ein­fluss von 4. Mit die­ser Stär­ke kann nun die Akti­on aus­ge­führt wer­den, wie waren ein­sam­meln, Auf­trä­ge anneh­men oder Bonus­kar­ten kau­fen. Die größ­te Stär­ke, die man auf einem Gebäu­de haben kann ist 5, dafür bekommt der ers­te, der auf dem Gebäu­de ist mit Stär­ke 5 einen Bonus. Ist die Akti­on aus­ge­führt kann man ab einer Stär­ke von 4 noch ein Gebäu­de errich­ten.

Yokohama
Yoko­ha­ma

Die nor­ma­len Häu­ser geben einem auf dem Feld eine zusätz­li­che Stär­ke, die Han­dels­häu­ser betei­li­gen uns an ihrem Gewinn und wir bekom­men 1 Yen von dem Spie­ler, der auf das Gebäu­de kommt und es benut­zen will.

Am Anfang fühl­te ich mich von der Fül­le an Mög­lich­kei­ten und der vie­len Sym­bo­le etwas über­for­dert, aber unse­ren bei­den Mit­spie­lern ging es ähn­lich und wir ergänz­ten uns gut und die Che­mie stimm­te.

Als wir die Mecha­ni­ken intus hat­ten und alle wuss­ten das das Spiel toll ist ent­schlos­sen wir uns, ob der gerin­gen noch vor­han­de­nen Vor­rä­te, das Spiel sofort zu kau­fen. Nach eini­gen Run­den beschlos­sen wir dann zu viert, die Par­tie früh­zei­tig zu been­den, um auch ande­ren Spie­lern noch die Mög­lich­keit zu geben, das Spiel zu tes­ten.

Ich den­ke, auf so einer Ver­an­stal­tung soll­te das bei den Erklär­run­den immer so sein, denn im Lau­fe des Spiels stellt man schon fest, ob es etwas für einen ist oder nicht. Da braucht man bei einem Stra­te­gie­klop­per nicht 3 Stun­den am Tisch set­zen und den ande­ren Spie­lern die Mög­lich­keit neh­men die Spie­le zu tes­ten. Oder es soll­te von den aus­stel­len­den Ver­la­gen viel­leicht von vorn­her­ein eine kür­ze­re Par­tie für Mes­sen ange­dacht sein. Das wür­de extrem viel brin­gen, vor allem in Essen auf der SPIEL.

Im Anschluss mach­ten wir noch einen kur­zen Stop bei Mar­kus und sei­nem Ope­ra­ti­on C, er war gera­de mit­ten in einer Par­tie mit Kin­dern, dabei woll­ten wir ihn nicht wei­ter stö­ren.

Nun beschlos­sen wir das gekauf­te Spiel erst mal im Auto unter­zu­brin­gen und eine Mit­tags­pau­se ein­zu­le­gen, denn es war schon gegen 12:30 und wir hat­ten heu­te mor­gen ja schon rela­tiv früh gefrüh­stückt. Nach der Pau­se ging es wie­der zurück ins Getüm­mel. Lei­der fan­den wir nicht wirk­lich einen Platz um ein Spiel zu tes­ten

So nutz­ten wir die Zeit und schlen­der­ten aus­führ­lich über die gesam­te Ver­an­stal­tung. Dabei tra­fen wir wie­der aller­hand bekann­te Gesich­ter, die Spie­le­welt ist halt eine gro­ße Fami­lie. Lei­der war es wei­ter schwie­rig freie Tische zum Spie­len zu fin­den, so mach­ten wir in aller Ruhe Fotos und schau­ten bei eini­gen Spie­len ein­fach mal mit auf den Tisch. Sehr inter­es­san­te Neu­ig­kei­ten und vie­le Pro­to­ty­pen waren hier zu bewun­dern.

Auch Uwe Rosen­berg fand den Weg nach Her­ne und misch­te sich unter die Spie­ler, sehr “volks­nah” der Mann und sehr nett. Er führ­te am Stand von Feuerland/​Lookout (die meis­ten sei­ner Spie­le wur­den von die­sen Ver­la­gen pro­du­ziert) vie­le lan­ge und aus­gie­bi­ge Gesprä­che. Auto­gramm­wün­sche wur­den eben­so erfüllt, toll, so soll das sein.

Bei Eggert Spie­le waren auch eini­ge inter­es­san­te Pro­to­ty­en zu bestau­nen und aus­zu­pro­bie­ren, Lei­der waren auch hier wie­der alle Plät­ze belegt.

Im Unter­ge­schoss fand die Mann­schafts­meis­ter­schaft statt. 4 Spie­ler pro Mann­schaft tre­ten in 4 ver­schie­de­nen Spie­len gegen die Spie­ler der ande­ren Mann­schaf­ten an. Die dies­jäh­ri­gen Spie­le waren Rail­road Revo­lu­ti­on, Fro­gri­ders, Cen­tu­ry – Die Gewürz­stra­ße und Die Händ­ler von Osa­ka. Durch das Zäh­len der Punk­te wird dann der Sie­ger ermit­telt.

In einer Vitri­ne konn­ten wir die tol­len Poka­le beob­ach­ten, die es aber auch noch für ande­re par­al­lel statt­fin­den­den de Wett­be­wer­be gab. Die Spie­le der Mann­schafts­meis­ter­schaft konn­ten am Ende des Tages ins­ge­samt für 70€ erwor­ben wer­den, ein super Preis, dafür das sie alle nur jeweils ein­mal gespielt wor­den waren und es waren ja aus­schließ­lich Neu­hei­ten dabei. Lei­der war das für uns nichts, Rail­road Revo­lu­ti­on haben wir schon, Fro­gri­ders ist ganz nett, aber das muss­te nicht sein.

Als wir am Ende der Hal­le ange­kom­men waren, sahen wir den Stand von Andrea Boen­nen, die wir ja schon in Ham­burg bei der Brett und in Essen auf der SPIEL ken­nen gelernt hat­ten und des­sen ers­tes Spiel “Flo­ris” getes­tet hat­ten. Die­ses Mal war sie mit dem Pro­to­typ ihres neu­en Spiels “Nova” vor Ort, wel­ches wohl zur SPIEL 2017 erschei­nen soll. Dabei han­delt es sich auch um eine durch­aus knif­fe­li­ges Puz­zle­spiel im All, das in vie­rer Beset­zung in zwei Mann­schaf­ten gespielt wird, was Mar­tin mit drei ande­ren auch tat. Dabei gilt es Ster­ne wie­der mehr zum leuch­ten zu brin­gen, in dem man gleich­far­bi­ge Ster­ne anlegt. Jedoch sind da eini­ge Fein­hei­ten zu beach­ten, denn sehr wahr­schein­lich hilft man dann auch den ande­ren Mit­spie­lern (bzw. dem geg­ne­ri­schen Team). Tri­cky.

Ich hat­te mich in der Zwi­schen­zeit noch allei­ne etwas umge­se­hen und vie­le inter­es­san­te Din­ge ent­deckt. Auch der Erklä­rer von “The Kings Will” wel­cher uns das Spiel in Ratin­gen erklärt hat­te war wie­der vor Ort.

Nach­dem Mar­tin mit sei­ner Run­de Nova fer­tig war, gin­gen wir noch ein­mal aus dem Gebäu­de her­aus und mach­ten einen Abste­cher in die nahe gele­ge­ne Fuß­gän­ger­zo­ne, denn wir hat­ten bei­de Lust auf ein Eis. Dies woll­ten wir uns in der nahe gele­ge­nen Eis­die­le besor­gen und noch ein wenig fri­sche Luft schnap­pen.

Dort stand vor uns am Tre­sen zwei jun­ge Mädels, von denen die eine rela­tiv unschlüs­sig vor den Eis­sor­ten stand. Dann frag­te sie den Herrn hin­ter dem Tre­sen ob den in dem Milch­shake auch Milch drin sei??? Der bekam sich fast gar nicht mehr ein und frag­te zurück: “Was denkst Du denn, natür­lich ist da nur Was­ser drin”. Danach wur­den die ??? über dem Kopf der Dame immer grö­ßer und sie ent­schied sich für eine Kugel Gra­nat­ap­fel – Eis.

Sachen gibts.

Wir amü­sier­ten uns mit dem Her­ren noch nach­dem die bei­den ver­schwun­den waren und kauf­ten unser Eis. Damit gin­gen wir eine Run­de und kamen dann wie­der am Kul­tur­zen­trum an.

Hier sties­sen wir auf den Pro­toy­pen von Noria, dem neu­en Spiel von Sophia Wag­ner, die im letz­ten Jahr den För­der­preis von “Spiel des Jah­res” gewon­nen hat­te. Lei­der hat­ten wir kei­ne Gele­gen­heit uns das genau­er anzu­schau­en, da immer gut besucht war.

Bei unse­rem nächs­ten Rund­gang konn­ten wir gleich um die Ecke einen Platz am Queen Games stand ergat­tern und woll­ten eine Par­tie Sola­ris spie­len. Die­ses Spiel woll­te ich in Ratin­gen schon antes­ten, doch kam ich nicht dazu.

Nun war die Chan­ce gekom­men, wir muss­ten noch auf einen drit­ten Mit­spie­ler war­ten. Die­ser gesell­te such bald in Form eines lus­ti­gen eng­lisch spre­chen­den Hol­län­ders zu uns, so das wir das Spiel in Eng­lisch erklärt beka­men. Aller­dings woll­ten die Regeln und der Sinn des Spiels an dem Nach­mit­tag nicht in mein Gehirn. So muss­te ich wäh­rend des Spiels Mar­tin die gan­ze Zeit fra­gen was ich denn machen soll und war­um. Der Erklä­rer hat­te das Spiel zwar gut erklärt, aber das mach­te das Spiel lei­der nicht bes­ser. Dem Hol­län­der ging es ähn­lich und so beschlos­sen wir drei nach nur 2 Run­den das Spiel zu been­den um mal einen unge­fäh­ren Über­blick über den Ablauf der Run­den zu bekom­men. Im gro­ßen und Gan­zen geht es um Ener­gie, die man auf der Sola­ris von Sta­ti­on zu Sta­ti­on lei­ten muss. War nicht mein Spiel.

Im Anschluss ging es wei­ter im Kreis. Es war schon kurz nach 16 Uhr und am Stand vom Hans im Glück Ver­lag wur­de end­lich eini­ge Tisch frei. Mar­tin beleg­te ihn gleich, denn ich woll­te doch unbe­dingt noch deren Neu­heit “Val­let­ta” aus­pro­bie­ren. Die­ses konn­te ich jedoch nicht hier am Stand aus­lei­hen son­dern muss­te dafür zur Spie­le­aus­lei­he und gegen Abga­be mei­nes Per­so­nal­aus­wei­ses bekam ich das Spiel dann.

Sogleich gesell­te sich noch eine net­te drit­te Spie­le­rin zu uns und auch eine net­te Dame vom Ver­lag bot sich an uns das Spiel zu erklä­ren. Super, vie­len Dank noch­mal dafür.

Bei die­sem Spiel geht es dar­um Gebäu­de zu bau­en, die­se auf­zu­wer­ten und dafür Sieg­punk­te zu bekom­men. Die Aktio­nen wer­den mit­tels Kar­ten gesteu­ert von denen man immer 5 auf der Hand hat und von denen man beim Kauf von Gebäu­den noch zusätz­li­che Kar­ten bekom­men kann. Die­se Kar­ten ver­kör­pern jeweils eine Per­son z.B. den Bau­meis­ter, wel­che bestimm­te Aktio­nen aus­füh­ren kön­nen.

Muss ich noch mal spie­len um mir ein abschlie­ßen­des Urteil zu bil­den, hat mich aber am Anfang noch nicht so ganz mit­ge­nom­men.

Infobox – Valletta

Valletta - Cover
2 – 4
ab 10
40 – 80

Autoren Ste­fan Dor­ra
Gra­fi­ker Kle­mens Franz
Ver­lag Hans im Glück Ver­lags-GmbH
Jahr 2017
The­ma Städ­te­bau
Mecha­ni­ken Deck /​Pool Buil­ding

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Nach dem Spiel war es schon kurz nach 19 Uhr, sodass wir nach einem letz­ten Rund­gang die Ver­an­stal­tung dann auch ver­lie­ßen und uns zum Auto auf­mach­ten.

Die Rück­fahrt ging schnell und ohne Pro­ble­me und Han­no­ver hat­te uns gegen 21.30 wie­der. Eine tol­le Ver­an­stal­tung, wir kom­men sicher im nächs­ten Jahr wie­der, viel­leicht auch für die gan­ze Zeit.

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