Rajas of the Ganges – Rezension

Rajas of the Ganges

Einleitung

Das Groß­mo­gul­reich Indi­en in der Zeit vor der Unter­wer­fung durch die bri­ti­sche Ost­in­di­en-Kom­pa­nie steht in vol­ler Blü­te. In der Rol­le von Rajas und Ranis ver­su­chen wir, unse­re Pro­vin­zen zu Wohl­stand und Ruhm zu füh­ren, in dem wir Bau­wer­ke errich­ten und Han­del mit benach­bar­ten Pro­vin­zen füh­ren. Dabei kann es sehr hilf­reich sein, das Kar­ma nicht zu ver­nach­läs­si­gen, doch letzt­lich liegt es an den Spie­lern selbst für ihr Glück zu sor­gen.

Spielprinzip/​Idee

Mit einer fei­nen Ver­zah­nung von Worker­pla­ce­ment und Wür­fel­ma­nage­ment gelingt es den Autoren hier, ein sehr anspre­chen­des und abwechs­lungs­rei­ches Spiel zu prä­sen­tie­ren.

Eines der Grund­prin­zi­pi­en ist es, jede Run­de mit einem Arbei­ter, eine Akti­on aus­zu­lö­sen – die dann ggf. auch mit Wür­feln ent­spre­chen­der Far­ben (und Augen­zah­len) bezahlt wer­den müs­sen.

Natür­lich hören sich wür­feln nach viel Glück an – doch lässt sich dies im Zaum hal­ten, da es Mög­lich­kei­ten zum Tausch gibt oder sich auch meh­re­re Wür­fel ein­fach kom­bi­nie­ren las­sen, um benö­tig­te Wer­te zu errei­chen. Dadurch erge­ben sich immer Mög­lich­kei­ten, etwas zu tun.

Spielanleitung

Die Anlei­tung ist ein­gän­gig geschrie­ben und leicht ver­ständ­lich. Außer­dem haben die Autoren auch noch ein schö­nes Erklär­vi­deo ver­öf­fent­licht.

Infobox – Rajas of the Ganges

Rajas of the Ganges - Cover
2 – 4
ab 12
45 – 75

Autoren Inka Brand, Mar­kus Brand
Gra­fi­ker Den­nis Lohau­sen
Ver­lag HUCH!, R&R Games
Jahr 2017
Aus­zeich­nun­gen Inter­na­tio­nal Gamers Award (IGA) – Mul­ti­play­er 2018, (3. Platz)
The­ma Wür­fel, Wirt­schaft, Gebiets­aus­bau
Mecha­ni­ken Wür­fel, Tile Pla­ce­ment, Worker Pla­ce­ment

Downloads
Rajas of the Gan­ges (pdf, deutsch)


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Spielmaterial

Die gelun­ge­ne gra­fi­sche Gestal­tung gefällt uns sehr, dazu die bun­ten Wür­fel, das lässt den Hauch eines exo­ti­schen Markt­trei­bens auf dem Spiel­tisch kom­men.

Der Spiel­plan und die ein­zel­nen Tei­le sind von guter Kar­ton­qua­li­tät und die bei­lie­gen­den bun­ten Wür­fel machen einen wer­ti­gen Ein­druck.

Rajas of the Ganges

Rajas of the Gan­ges

Spielablauf

Am Anfang star­tet jeder Spie­ler mit sei­nem Pro­vinz­ta­bleau, drei Arbei­tern, einem Schiff, etwas Geld und ein wenig Kar­ma. Eben­falls bekommt jeder einen Wür­fel jeder Far­be als Aus­gangs­ba­sis, die er auf sei­ne Kali Sta­tue legt.

Reih­um setzt dann jeder einen sei­ner Arbei­ter auf den zur frei­en Ein­satz­fel­dern ein, bezahlt die etwaig anfal­len­den Kos­ten und kann dann die ent­spre­chen­de Akti­on aus­füh­ren. Es ste­hen dabei vier Berei­che mit Aktio­nen zur Ver­fü­gung:

  1. Stein­bruch – hier kann gebaut wer­den
    Rajas of the Ganges
    Rajas of the Gan­ges

    Mit der Bau­ak­ti­on kann man neue Plätt­chen mit Gebäu­den oder Märk­ten erwer­ben und in sei­ner Pro­vinz anle­gen. Dabei kos­tet das Ein­set­zen einen gewis­sen Geld­be­trag – das Plätt­chen selbst ver­langt Wür­fel einer bestimm­ten Far­be und mit einer gewis­sen Augen­zahl.

  2. Markt­platz – hier las­sen sich die Märk­te der eige­nen Pro­vinz wer­ten, um Geld zu erhal­ten.
    Dabei ste­hen zwei ver­schie­de­ne Wer­tungs­mög­lich­kei­ten zur Wahl. Ent­we­der kann man einen Markt jeder Sor­te wer­ten – oder alle Märk­te einer Sor­te. 
  3. Palast – hier kann man Ver­güns­ti­gun­gen erhal­ten.
    Rajas of the Ganges
    Rajas of the Gan­ges

    Im Außen­be­reich kann man neue Wür­fel erhal­ten oder auch Wür­fel einer Far­be in zwei einer ande­ren ein­tau­schen.
    In den Gemä­chern lässt sich der Ein­fluss von sechs hoch­ge­stell­ten Per­sön­lich­kei­ten für Ver­güns­ti­gun­gen nut­zen. Bei­spiels­wei­se lässt sich durch einen Besuch beim Yogi das eige­ne Kar­ma ver­bes­sern oder beim Archi­tek­ten die Wer­tig­keit der noch zu bau­en­den Gebäu­de erhö­hen. Dies kos­tet jedoch immer einen Wür­fel einer bestimm­ten Augen­zahl – die Far­be des Wür­fels ist dabei nicht von Belang

  4. Hafen – hier kann man den Fluss befah­ren und Boni ein­sam­meln
    Rajas of the Ganges
    Rajas of the Gan­ges

    Der namens­ge­ben­de Gan­ges zieht sich wie ein blau­es Band durch den Spiel­plan. Mit dem Schiff lässt er sich erkun­den und auf dem Weg aller­hand Boni, wie fri­sche Wür­fel, Kar­ma oder auch Ruh­mes­punk­te ein­sam­meln.

Wofür ist Kar­ma gut?
Durch Nut­zen eines Kar­ma­punk­tes kann man einen Wür­fel auf die gegen­über­lie­gen­de Sei­te dre­hen, was sich als sehr prak­tisch erwei­sen kann.

Im Lau­fe des Spiels kann man über das Fort­schrei­ten auf dem Fluss, der Ruh­mes- oder Sieg­punkt­leis­te bis zu drei wei­te­re Arbei­ter frei­schal­ten und hat so mehr Aktio­nen zur Ver­fü­gung.

Sind alle Arbei­ter ein­ge­setzt wor­den, wan­dert der Start­spie­ler im Uhr­zei­ger­sinn wei­ter (oder geht an den Spie­ler, der den Groß­mo­gul besucht hat), alle Spie­ler neh­men ihre Arbei­ter zurück und eine neue Run­de beginnt.

Rajas of the Ganges
Rajas of the Gan­ges

Spielende

Das Ende der Par­tie wird hier durch einen inter­es­san­ten Mecha­nis­mus ein­ge­läu­tet, denn die im Spie­le erhal­te­nen Ruh­mes­punk­te und die Geld­leis­te sind gegen­läu­fig um das Spiel­brett ange­ord­net. Sobald sich die­se zwei Mar­ker begeg­nen, endet die Par­tie. Das soll­te man auch immer im Blick behal­ten, denn sonst kann das Ende durch­aus etwas über­ra­schen­der kom­men, als man dach­te.

Rajas of the Ganges
Rajas of the Gan­ges

Fazit

Rajas of the Gan­ges ist ein optisch und spie­le­risch sehr schö­nes Worker­pla­ce­ment Spiel, in das sich leicht ein­stei­gen lässt. Auch ver­zeiht es tak­ti­sche Feh­ler, da lässt sich immer ein­mal die Aus­rich­tung ändern, indem man bei­spiels­wei­se ein­fach noch ein paar Wür­fel in eine ande­re Far­be umtauscht.

Uns hat es in jeder Kon­stel­la­ti­on sehr gut gefal­len und es kommt immer wie­der ger­ne auf den Tisch.

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