King of Tokyo

King of Tokyo – Rezension

Von dem Spiel “King of Tokyo” hat­te ich schon eine gan­ze Wei­le immer mal wie­der was gehört und war schon mehr als neu­gie­rig drauf gewor­den doch irgend­wie konn­te ich mich nicht dazu durch­rin­gen es zu kau­fen. Da traf es sich doch ganz gut das der Lars es zu einem unse­rer Spie­l­erun­den auf den Tisch brach­te und was soll ich sagen: “Was für ein mega genia­les Spiel”. Aber der Rei­he nach.

Spielprinzip/​Idee

In King of Tokyo duel­lie­ren wir uns als Mons­ter dar­um der Boss in der Stadt zu wer­den. Wie in vie­len Fil­men, ter­ro­ri­sie­ren Rie­sen­mons­ter wie God­zil­la, King Kong und aller­lei ande­res Unge­tier die Stadt. Sie zer­stö­ren dabei nicht nur die Stadt son­dern fal­len auch über­ein­an­der Herr, denn es kann nur ein Ober­mons­ter geben.

Dafür wer­den Wür­fel gerollt, die Mons­ter auf­ge­powert um ordent­lich Prü­gel zu ver­tei­len und Tokyo zu erobern.

King of Tokyo - Material
King of Tokyo – Mate­ri­al

Spielanleitung

Die Spiel­an­lei­tung ist wun­der­schön gestal­tet und sehr bunt. Das passt aber abso­lut zum Spiel. Über­all befin­den sich wich­ti­ge Hin­wei­se und klei­ne Bei­spie­le. Auch ein paar Powerk­ar­ten sind extra erklärt, es gibt ein Glos­sar in dem die ver­schie­de­nen wie­der­keh­ren­den Begrif­fe erklärt wer­den. Die Anlei­tung ist zwar sehr kurz aber ich habe sel­ten so eine schön auf­ge­mach­te und lie­be­voll gestal­te­te Regel gele­sen.

Infobox – King of Tokyo

King of Tokyo - Cover
2 – 6
ab 8
30

Autoren Richard Gar­field, Don Ridd­le
Gra­fi­ker Gabri­el Butik, Romain Gas­chet, Igor Polou­chi­ne, Ben­ja­min Ray­nal, Jean-Bap­tis­te Reyn­aud
Ver­lag Hei­del­ber­ger Spie­le­ver­lag, Lautapelit.fi, IELLO
Jahr 2011
The­ma Wür­fel, Kämp­fen, Sci­ence Fic­tion, Film /​Fern­se­hen
Mecha­ni­ken Gebiets­kon­trol­le, Kar­ten draf­ten, Wür­fel, Play­er Eli­mi­na­ti­on, Press Your Luck

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Spielmaterial

Das Spiel­ma­te­ri­al wür­de ich als hoch­wer­tig anse­hen. Die ver­schie­de­nen über­di­men­sio­na­len Mons­ter sind aus sta­bi­ler, dicker Pap­pe auf einem Plas­tik­fuss. Dies passt aber abso­lut zum Spiel da man sie ja auch oft in die Hand neh­men muss und nach Tokyo hin­ein oder wie­der hin­aus bewegt.

Die Wür­fel sind zwar recht groß, aber da sie der Haupt­be­stand­teil des Spiels sind passt das auch abso­lut per­fekt. Sie lie­gen trotz­dem gut in der Hand und es macht regel­recht Spaß mit ihnen zu wür­feln und die erhoff­ten Wür­fel­er­geb­nis­se her­bei­zu­seh­nen.

Die Power – Up Kar­ten sind abso­lut toll illus­triert und die Sym­bo­lik ist ein­deu­tig. Ledig­lich die Schrift auf den Kar­ten könn­te etwas grö­ßer sein.

King of Tokyo - Power-Up Karten
King of Tokyo – Power-Up Kar­ten

Die Ener­gie­stei­ne sehen sehr wer­tig aus und auch die ver­schie­de­nen Papp­mar­ker sind schön gear­bei­tet und schei­nen sta­bil. Die Mons­ter­ta­feln mit den Sieg- und Lebens­punk­ten sind eben­falls sehr hoch­wer­tig gestal­tet.

Spielablauf

Jeder Spie­ler wählt ein Mons­ter und die dazu­ge­hö­ri­ge Mons­ter­kar­te. Die Lebens­punk­te wer­den auf 10 gestellt und die Sieg­punk­te auf 0. Die Spie­ler wür­feln nun reih­um. Die Wür­fel ent­hal­ten Zah­len von 1 – 3, Blit­ze, Her­zen und Tat­zen.

Bei drei glei­chen Zah­len erhält man Ruh­mes­punk­te ent­spre­chend der abge­bil­de­ten Zahl ‚3x3er erge­ben also 3 Ruh­mes­punk­te. Für jede wei­te­re glei­che Zahl gibt es einen Ruh­mes­punkt als Bonus.

Mit den Her­zen kann man sich hei­len, aller­dings nur wenn man sich außer­halb von Tokio befin­det.

King of Tokyo - Spielszene
King of Tokyo – Spiel­sze­ne

Die Tat­zen ver­ur­sa­chen Scha­den bei den Mit­spie­lern. Wenn man in Tokio ist an alle Mons­ter außer­halb Tokios und wenn man sich außer­halb befin­det, an alle Mons­ter inner­halb Tokios.

Steht man in Tokio und wird ange­grif­fen kann man sich ent­schei­den die Stadt wie­der zu ver­las­sen, dafür muss der Angrei­fer dann nach Tokio.

Betritt man Tokio, so erhält man 1 Ruh­mes­punkt, schafft man es gar, eine Run­de dort zu ver­blei­ben ist die­ser Umstand gar 2 wei­te­re Ruh­mes­punk­te wert.

Blit­ze geben Ener­gie, mit denen man sich die nöti­gen Power-Up Kar­ten in der Aus­la­ge kau­fen kann am Ende sei­nes Zuges. Die­se Kar­ten haben zum Teil sehr mäch­ti­ge Fähig­kei­ten die man ent­we­der ein­ma­lig oder dau­er­haft nut­zen kann.

King of Tokyo - Material
King of Tokyo – Mate­ri­al

Die Sum­mer der Tat­zen- bzw. Her­zen gibt die Scha­dens­stär­ke bzw. Hei­lungs­punk­te an.

Spielende

Das Spiel endet wenn ein Spie­ler es geschafft hat als ein­zi­ger zu über­le­ben oder 20 Ruh­mes­punk­te erreicht hat.

Fazit

King of Tokyo ist ein abge­fah­re­nes, süch­tig machen­des Prü­gel­spiel mit tol­lem Design. Der Ein­stieg ins Spiel ist sehr ein­fach und so kom­men auch Nicht­spie­ler auf ihre Kos­ten. Es ist auf­grund der Wür­fel natür­lich etwas glücks­las­tig, aber das macht es bei die­sem Spiel sogar aus.

King of Tokyo - Spielszene
King of Tokyo – Spiel­sze­ne

Es spielt sich ange­nehm flott und bei einer Run­de bleibt es meis­tens nie. Es geht meist sehr heiß her am Spie­le­tisch, man kann sich pri­ma gegen­sei­tig ärgern. Obwohl es natür­lich eigent­lich um Ruh­mes­punk­te geht, ist das Aus­tei­len der Prü­gel der Haupt­spaß dar­an und eig­net sich her­vor­ra­gend für den Abbau unter­drück­ter Aggres­sio­nen. Nicht sel­ten wer­den Pak­te geschmie­det, die Tak­ti­ken und Plä­ne geän­dert um dem Mit­spie­lern in die Para­de zu fah­ren.

Als Auf­wärm- oder Absa­cker­spiel bes­tens geeig­net. Mir macht es immer wie­der Spass, die tol­le Auf­ma­chung und das Design tra­gen viel zum Spiel­spaß bei. Ein abso­lu­ter “Klas­si­ker” der in kei­ner Samm­lung feh­len darf.

Unsere Wertungen

Gesamt­wer­tung: 8.8 /​10.0
Peter
kann weg lieber was anderes ungenügend mangelhaft nicht schön ist okay gut gemacht gerne wieder jederzeit wieder uneingeschränkte Empfehlung
8.5
Manch­mal ist es gut alles sel­ber aus­zu­pro­bie­ren! Mein ers­ter Gedan­ke, als ich das Spiel sah, war unter­ir­disch. Habe mich aber doch dar­auf ein­ge­las­sen, eine Par­tie zu spie­len und noch eine und noch eine und noch eine… Es hat Sucht­po­ten­ti­al und macht Sau viel Spaß . Hat man erst mal Ange­fan­gen, will man immer wie­der…
Mar­tin
kann weg lieber was anderes ungenügend mangelhaft nicht schön ist okay gut gemacht gerne wieder jederzeit wieder uneingeschränkte Empfehlung
9.0
Sehr unter­halt­sam, kurz und mit über­sicht­li­chen Regeln aus­ge­stat­tet kommt es gern jeder­zeit auf den Tisch. Es macht ein­fach mons­ter­mä­ßig Spaß, die ande­ren Mit­spie­ler zu ärgern und selbst mehr Punk­te ein­zu­heim­sen.
Stef­fi
kann weg lieber was anderes ungenügend mangelhaft nicht schön ist okay gut gemacht gerne wieder jederzeit wieder uneingeschränkte Empfehlung
9.0
Abso­lut spas­si­ges Prü­gel­spiel mit bekann­ten Unge­heu­ern im Comic­stil aus der Film­bran­che (God­zil­la, King Kong). Das Spiel hat Sucht­po­ten­zi­al, hat man ein­mal ange­fan­gen, folgt einer Par­tie die Nächs­te. Sel­ten soviel Spass gehabt. Obwohl das Wür­fel­glück hier der aus­schlag­ge­ben­de Fak­tor ist, fie­bert man mit sei­nen Wür­feln doch rich­tig mit um an eine benö­tig­te Wür­fel­kom­bi­na­ti­on zu gelan­gen. Auch ein biss­chen tak­ti­sches Geschick ist gefragt, ver­sucht man solang wie mög­lich in Tokio zu blei­ben und ris­kiert ordent­lich Prü­gel zu bekom­men aber auch jede Run­de Sieg­punk­te oder wür­felt man lie­ber per­ma­nent auf die sieg­punkt­brin­gen­den Dril­lin­ge und hält sich aus allem lie­ber her­aus. Bei die­sem Spiel kann man sich so rich­tig mit sei­nen Mit­spie­lern zof­fen und ist daher sehr interakiv.