Brettspielen in Zeiten von Social Distancing und die Alternativen

Beispiel mit Monitor und Brettspiel
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Wir Brett­spie­ler haben es zur­zeit nicht leicht. Sich mit Freun­den zum gewohn­ten, regel­mä­ßi­gen Spie­len zu tref­fen, ist durch das Coro­na Virus kei­ne gute Idee. Wir sind ein sehr gesel­li­ges Volk und lie­ben die Inter­ak­ti­on und den Kon­takt mit den Kon­tra­hen­ten direkt am Brett. Doch das geht zur­zeit lei­der alles nicht wie gewohnt. So muss man sich Gedan­ken über Alter­na­ti­ven machen, wo uns die moder­ne Tech­nik doch sehr hilft.

Die Idee, dafür eine Video­kon­fe­renz auf­zu­ma­chen und dar­über mit unse­ren Freun­den zu spie­len, war schnell gebo­ren. Eigent­lich hat inzwi­schen jeder einen Lap­top, Tablet oder ein Han­dy mit Kame­ra und ein sta­bi­les Inter­net dafür zu Hau­se. Bei­spiel­wei­se gut geeig­net ist das kos­ten­lo­se Sky­pe.

Bei den ers­ten Pro­ben fiel uns gleich auf, das wir doch eine Kame­ra bräuch­ten, die von oben das Spiel­feld o.ä. zei­gen kann. Immer in der Hand hal­ten ist dann doch etwas unprak­tisch – der auf­ge­klapp­te Lap­top hat einen ungüns­ti­gen Win­kel. Was also tun?

Span­nen­der Wei­se gibt es eine güns­ti­ge Han­dy­hal­te­rung (hier die von UGREEN), die sich pri­ma am brei­ten Rah­men unse­res HÜNE Tisches anbrin­gen lässt. Fast wie eine die­se Büro­lam­pen am Feder­arm:

Dort kann man dann ein Han­dy ein­klem­men und das Spiel­ge­sche­hen von Oben sehen. Von einem ande­ren Gerät, einem Lap­top oder einem Tablet kön­nen wir die ande­re Sei­te sehen und auch über den Kanal super kom­mu­ni­zie­ren. Wir haben dies auch schon in mit mehr als zwei Teil­neh­mern aus­pro­biert und das funk­tio­niert auch super.

Am bes­ten ist es, wenn alle Par­tei­en das Spiel auch besit­zen und vor sich lie­gen haben, so kann jeder für sich die Schrit­te der ande­ren nach­zie­hen und ver­fol­gen. Es geht natür­lich auch, das sich die Auf­ga­ben geteilt wer­den, oder nur eine Par­tei die Schrit­te für alle sicht­bar zieht.

Tisch mit Monitor, Handyhalterung und Brettspiel

Eigent­lich funk­tio­nie­ren vie­le Spie­le auf die­se Art und Wei­se. Natür­lich sind wel­che mit gehei­men Zie­len oder wo Kar­ten gezo­gen wer­den müs­sen und die evtl. dann von den ande­ren aus­sor­tiert wer­den müs­sen etwas kom­pli­zier­ter, aber gehen tut vie­les, man muss es nur pro­bie­ren. Wir haben dar­über auch anspruchs­vol­le­re Spie­le, wie Coo­per Island, Agri­co­la, Caver­na, Roko­ko, Clans of Cale­do­nia, Pala­di­ne des West­fran­ken­rei­ches oder auch Rus­si­an Rail­roads gemein­sam auf dem Tisch.

Koope­ra­ti­ve Spie­le wie Spi­rit Island, Robin­son Cru­soe oder Chro­ni­cles of Crime bie­ten sich hier natür­lich noch­mal beson­ders gut an.

Wenn man eher erst­mal aus­pro­bie­ren möch­te sind die Roll & Wri­tes wie Ganz schön cle­ver, Noch­mal, Dizz­le, Trails of Tuca­na, der Kar­to­graph und ähn­li­ches eine Emp­feh­lung wert – sonst natür­lich auch.

Ihr seht also, man muss nicht aus­har­ren, bis man sich wie­der tref­fen darf, der sozia­le Kon­takt ist auf jeden Fall da und es ist fast so, als ob man tat­säch­lich bei­ein­an­der sitzt. Für uns ist es eine sehr schö­ne Alter­na­ti­ve in die­sen Zei­ten. Es ersetzt sicher nicht das Bei­sam­men­sein am Tisch, aber es kommt dem schon sehr Nahe. Also gebt Euch einen Ruck und traut Euch, so schwer ist es gar nicht. Ihr braucht nicht den gan­zen Tag allein zu Hau­se sit­zen und Euch grä­men, es geht mehr als man denkt.

Einen wich­ti­gen Tipp habe ich noch. Seht zu, das Ihr Eure ver­wen­de­ten End­ge­rä­te, also Han­dys, Lap­tops oder Tablets wäh­rend der Sky­pe Ses­si­ons immer mit einem Lade­ka­bel ver­sorgt, sonst geht einem zwi­schen­durch näm­lich schnell mal der Akku zur Nei­ge, da die Ver­bin­dung doch auf Dau­er ordent­lich Strom ver­braucht.

Zum Schluss noch einen ande­ren Tipp: Es gibt auch noch diver­se Platt­for­men im Inter­net, auf denen man Brett­spie­le übers Netz oder eine App spie­len kann. Die sind zwar echt gut gemacht teil­wei­se, doch fin­den wir es mit dem Spiel auf dem Tisch schö­ner. Eine Erwäh­nung wert, sind der Table­top Simu­la­tor, Table­to­pia oder Yuca­ta aber alle­mal.

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