T.I.M.E Stories – Der Marcy Fall – Rezension

Der zweite Fall von T.I.M.E Stories erwartete uns: T.I.M.E Stories – Der Marcy Fall. Es ist ein Spiel, bei der man jede Story nach ein paar Durchgängen, oder wenn man sehr gut ist, gleich im ersten Durchgang, durchgespielt hat, und der Fall dann sozusagen gelöst ist. Wenn man sehr willig ist, kann man ihn vielleicht noch einmal mit einer zweiten Gruppe spielen, sollte sich dann aber etwas zurückhalten, und den anderen Mitspielern bei der Erkundung und Lösung des Szenarios eher nur unterstützend zur Seite stehen aber selbst nicht allzu viel Wissen Preis geben sollte, damit den anderen nicht der Spass verloren geht. Das kann sich als äußerst schwer darstellen, will man den Mitspielern doch am Besten immer den Weg in die richtige Richtung zeigen. Natürlich kann es auch vorkommen, das man mit der zweiten Gruppe einen ganz unterschiedlichen Weg einschlägt und damit auch zum Erfolg kommt. Deshalb ist spätestens nach der zweiten Gruppe der Fall auch mehr als gelöst und man braucht neues Futter.

Diese erste T.I.M.E Stories Erweiterung ist gleich direkt mit dem Grundspiel erschienen, weswegen ich es mir auch gleich beim Erwerb des Grundspiels auf der SPIEL 2015 mitgenommen habe. Von meinen ersten Erfahrungen mit diesem Fall möchte ich kurz berichten, ohne natürlich allzuviel zu spoilern.

Infobox - T.I.M.E Stories - Der Marcy Fall

T.I.M.E Stories - Der Marcy Fall - Cover
2-4
ab 12
60-90

Autoren Nicolas Normandon
Grafiker Looky , Looky , Pascal Quidault
Verlag Asmodee, Space Cowboys
Jahr 2015
Thema Abenteuer, Erwachsene, Science Fiction, Erweiterung
Mechaniken Kooperatives Spiel, Würfel, Rollenspiel, Storytelling, Time Track

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Spielprinzip/Idee:

Wir werden diesmal in eine amerikanische Kleinstadt im Jahr 1992 transportiert. Dort sollen wir eine Person namens Marcy ausfindig machen, denn es ist für das Fortbestehen der Hauptzeitlinie unumgänglich, sie in Sicherheit zu bringen. Nichts leichter als das, denken wir uns! Die werden wir dort doch schon irgendwie finden: Denkste. Doch dies ist schwieriger als gedacht, denn in der Stadt ist eine merkwürdige Seuche ausgebrochen. Alles andere erfahren wir, wie schon gewohnt am Einsatzort. Und hoffentlich reicht, die von der Agency gesetzte Zeit, diesmal aus, um die Aufgabe zu erledigen.

Spielanleitung:

Eine zusätzliche Spielanleitung ist in der Erweiterung gar nicht enthalten, denn die Story wird wieder von den Karten gesteuert und vorangetrieben. Das Regelwerk bleibt vollkommen unverändert.

Spielmaterial:

Genau deshalb besteht das Spielmaterial auch nur aus 135 neuen Story – Karten, die wieder wunderschön gestaltet sind, sich aber von denen aus dem Grundspiel total unterscheiden. Der Illustration ist halt der Zeit um 1992 angepasst und nicht mehr der von 1921 aus dem Grundspiel.

Spielablauf:

Hierzu kann ich leider nichts sagen, ohne euch den Spielspaß zu verderben. Worum es in diesem Fall geht, ist ja nun schon bekannt, aber alles andere müsst ihr leider selber rausfinden.

Ich denke, es ist schon hinlänglich bekannt, wird auch gleich beim Auslegen der ersten Ortskarte deutlich, das es sich bei der Seuche um Zombies handelt.

Was aber gesagt werden kann ist, das wir durch Abschießen einer Waffe oder andere Dinge, Krach verursachen. Und Krach lockt ja bekanntlich Zombies an. Dafür werden Marker auf eine Codexkarte gelegt. Liegen dort 5 Marker oder mehr müssen wir beim nächsten Ortswechsel eine Straßenkarte über uns ergehen lassen, die allerlei Ungemach mit sich bringt.

Spielende:

Auch daran hat sich nichts geändert. Das Spiel endet, wenn wir den Fall in der vorgegebenen Zeit gelöst haben, das heißt Marcy gefunden und in Sicherheit gebracht haben, oder wir verlieren, wenn die Zeit mal wieder nicht ausreicht oder andere schlimme Dinge passieren.

Fazit:

Der Marcy – Fall unterschiedet sich völlig aus dem des Grundspiels. Auch Spielverlauf und Entwicklung der Story haben mit dem Fall aus dem Grundspiel nichts gemein. Man fühlt sich sofort so, als würde man in einer Folge Walking Dead gefangen sein, das heißt aber auch, das dieser Fall etwas kampflastiger, was heißt etwas, eigentlich tut man ja fast nichts anderes. Die Grafik der Karten hat mich wieder total begeistert, sie ist total anders als im ersten Fall, was aber ja auch so sein sollte. Leider kommen in diesem Fall die Rätsel etwas zu kurz. Der Fall steckt wieder einmal voller Atmosphäre und man fühlt sich mittendrin in dieser kleinen Stadt in den USA, umgeben von Zombiehorden. Da könnte sich ein manch eines Buches oder Filmes eine gehörige Scheibe von abschneiden.

Schade finde ich, das dieses mal nur exakt 4 Charaktere zur Verfügung stehen. Wie auch den ersten Fall, finde ich das der zweite auch nicht für Kinder geeignet ist, sie sind doch beide reichlich gruselig. Dennoch hat mich der erste Fall in der Nervenheilanstalt mehr gefesselt und abgeholt als der “Marcy – Fall”. Er fällt etwas ab, zeigt aber auch wie toll variabel das Spielsystem ist, da dieses Szenario sich total anders anfühlt als das erste.