Istanbul – Mokka und Bakschisch Erweiterung

Wie von einem “Spiel des Jah­res” und “Ken­ner­spiel des Jah­res” nicht anders zu erwar­ten, kam schon nach kur­zer Zeit die 1ste Erwei­te­rung zu Istan­bul her­aus: Istan­bul – Mok­ka und Bak­schisch. Schau­en wir, wie es unse­ren Markt in Istan­bul ver­än­dert und beein­flusst.

Spielprinzip:

Nach­dem edle Stof­fe, feins­te Gewür­ze und fri­sches Obst auf dem Basar von Istan­bul schon für gute Geschäf­te gesorgt hat, kommt nun noch eine neue Köst­lich­keit hin­zu: Kaf­fee. Auch wir wol­len ver­su­chen in das lukra­ti­ve Geschäft mit der Boh­ne ein­zu­stei­gen. Dazu bekom­men wir zusätz­li­che Unter­stüt­zung, die Gäs­te der Taver­ne, hel­fen uns gegen ein Bak­schisch ger­ne. Auch in der Gil­den­hal­le bekom­men wir Hil­fe ange­bo­ten.

Infobox – Istanbul: Mokka und Bakschisch

Istanbul: Mokka und Bakschisch - Cover
2 – 5
ab 10
40 – 60

Autoren Rüdi­ger Dorn
Gra­fi­ker Andre­as Resch, Hans-Georg Schnei­der
Ver­lag Pega­sus Spie­le, Por­tal Games, Mata­got
Jahr 2015
The­ma Ara­bisch, Wirt­schaft, Erwei­te­rung
Mecha­ni­ken Wür­fel, Ras­ter­be­we­gung, Modu­la­res Spiel­brett, Pick-up and Deli­ver

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Spielanleitung:

Die Anlei­tung der Erwei­te­rung ist eben­so klar und ver­ständ­lich geschrie­ben, wie die aus dem Grund­spiel. Die Gil­den­kar­ten sind noch­mal ein­zeln abge­druckt und zusätz­lich noch mit ein paar Anmer­kun­gen ver­se­hen.Istanbul: Mokka und Bakschisch

Spielmaterial:

Das Spiel­ma­te­ri­al passt sich dem aus dem Grund­spiel wun­der­schön an. Die klei­nen brau­nen Kaf­fee­säck­chen sind lie­be­voll gestal­tet und fügen sich gut ein. Auch die Bonus­kar­ten fal­len zu denen im Grund­spiel nicht ab, sind wie­der ein­deu­tig in der Sym­bo­lik und gut zu erken­nen.

Ein­zig und allein mit den Gil­den­kar­ten muss man sich etwas aus­ein­an­der­set­zen, da sie sehr viel Text ent­hal­ten, es gibt aber noch extra Anmer­kun­gen.

Spielablauf:

Im Gegen­satz zum Grund­spiel wer­den mit Mok­ka und Bak­schisch 20 Orte aus­ge­legt. Die Kara­wan­se­rei und die Wag­ne­rei wer­den durch neue Ver­sio­nen ersetzt,

Die 20 Orte wer­den ent­we­der in einem zufäl­li­gen 5 x 4 Ras­ter aus­ge­legt, oder bei der ers­ten Par­tie mit der Erwei­te­rung wie in der Abbil­dung in der Anlei­tung beschrie­ben aus­ge­legt. Der Brun­nen muss dabei auf einem der inne­ren 6 Fel­der lie­gen. Der Schwarz­markt und die Tee­stu­be müs­sen min­des­tens 3 Fel­der von­ein­an­der ent­fernt lie­gen und dür­fen nicht in der glei­chen Rei­he bzw. Spal­te lie­gen.

Das Spiel wird wie im Grund­spiel vor­be­rei­tet. Die neu­en Bonus­kar­ten wer­den mit den alten gemischt.

Der Stand­ort des Kaf­fee­händ­lers wird wie der des Schmugg­lers und des Gou­ver­neurs per Wür­fel­wurf bestimmt.

Die neu­en Gil­den­kar­ten wer­den gemischt und als ver­deck­ter Sta­pel auf die Gil­den­hal­le gelegt. Für abge­wor­fe­ne und aus­ge­spiel­te Gil­den­kar­ten wird wie für die Bonus­kar­ten ein offe­ner Abla­ge­sta­pel gebil­det.20161129173608_20161129173608-istanbul-mokka-bakschisch

Die Sper­re und die Sper­re – Plätt­chen kom­men eben­falls neben den Spiel­plan.

Die Taver­nen­plätt­chen wer­den nach Art und dann nach Anzahl der Kaf­fee­sym­bo­le in 2 Sta­pel sor­tiert, das obers­te Plätt­chen zeigt je ein Kaf­fee­sym­bol. Die Sta­pel kom­men eben­falls neben den Spiel­plan.

Das Bak­schisch – Plätt­chen kommt auf das dafür vor­ge­se­he­ne Feld.

Begin­nend beim Rubin­sym­bol wer­den alle Fel­der im Kaf­fee­haus mit 1 Rubin gefüllt, außer das mit der 6.

Neu­es Spiel­ma­te­ri­al:

  • Kaf­fee kann in belie­bi­ger Anzahl gesam­melt wer­den. Er zählt nicht als Ware, wenn von einer “belie­bi­gen Ware” die Rede ist.
  • Gil­den­kar­ten erlau­ben eigen­stän­di­ge Spiel­zü­ge ohne dafür den Kauf­mann oder Gehil­fen zu benö­ti­gen.
  • Taver­nen – Plätt­chen brin­gen ähn­lich wie die Moschee – Plätt­chen dau­er­haf­te Vor­tei­le.
  • Dem Kaf­fee­händ­ler kann man ähn­lich wie dem Schmugg­ler und Gou­ver­neur nach der Akti­on begeg­nen. Man kann bei ihm 1 Kaf­fee gegen Abga­be von 2 Lira oder 1 ner belie­bi­gen Ware bekom­men.

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Für die Spiel­zü­ge gel­ten die­sel­ben Regeln wie im Grund­spiel, mit 2 Ergän­zun­gen:
  1. Der Spie­ler ver­zich­tet auf die 4 Abschnit­te sei­nes Kauf­mann­zu­ges und spielt statt­des­sen eine Gil­den­kar­te aus. Nach Benut­zung wird die Kar­te offen auf den Abla­ge­sta­pel gelegt. Das Aus­füh­ren der Kar­te ersetzt also den gesam­ten Zug. Es dür­fen kei­ne Bonus­kar­ten oder Moschee – Plätt­chen genutzt wer­den, für deren Aus­füh­rung man sich an einem bestimm­ten Ort befin­den muss.Die Gil­den­kar­te muss kom­plett gespielt wer­den.
  2. Die Spie­ler kön­nen nun zusätz­lich dem Kaf­fee­händ­ler begeg­nen. Gegen Abga­be von 2 Lira oder 1 Ware bekommt man 1 Kaf­fee.

Die neu­en Orte und deren Funk­tio­nen:

  • In der Kaf­fee­rös­te­rei kann man bis zu 6 Kaf­fee erhal­ten. Dafür hat man fol­gen­de 3 Optio­nen:
  1. Gegen Abga­be von 2 Lira erhält man 2 Kaf­fee
  2. Gegen Abga­be einer belie­bi­gen Ware erhält man 2 Kaf­fee.
  3. Gegen Abga­be von 1 Bonus- oder Gil­den­kar­te erhält man 2 Kaf­fee.
  • In der Gil­den­hal­le bekommt man 1 Kaf­fee aus dem Vor­rat. Zusätz­lich nimmt man sich die obers­ten bei­den Kar­ten vom ver­deck­ten Sta­pel der Gil­den­kar­ten. Eine der Gil­den­kar­ten kommt unge­nutzt wie­der auf den offe­nen Abla­ge­sta­pel, dies muss nicht eine der neu gezo­ge­nen Kar­ten sein.
  • In der Taver­ne hat man fol­gen­de 3 ver­schie­de­nen Optio­nen, für die man ein Bak­schisch in Form von 1 – 4 Kaf­fee abge­ben muss.
  1. Für die Abga­be von 2 Kaf­fee kann man die Sper­re zwi­schen 2 Orte legen. Die Akti­on muss von einem der bei­den an die Sper­re angren­zen­den Orte aus­ge­führt wer­den. Dabei hat man kei­ne Begeg­nun­gen. Der Spie­ler nimmt sich das Sper­re – Plätt­chen, die­ses zeigt an,das er als ein­zi­ger die Sper­re über­que­ren darf. Alle ande­ren Spie­ler dür­fen dies nicht, auch nicht mit dem Taver­nen – Plätt­chen Bewe­gung.
  2. Für die Abga­be einer bestimm­ten Anzahl an Kaf­fee kann man sich eines der oben lie­gen­den Taver­nen – Plätt­chen neh­men. Jede Sor­te darf man nur ein­mal besit­zen.
  • Das Plätt­chen Bewe­gung erlaubt dem Spie­ler anstatt 1 – 2 Schrit­te weit zu zie­hen, grad­li­nig belie­big weit zu zie­hen.
  • Das Plätt­chen Begeg­nung erlaubt einem bei einer Begeg­nung mit dem Schmugg­ler, Gou­ver­neur oder Kaf­fee­händ­ler, sei­ne Diens­te ohne Abga­ben zu erhal­ten.

3. Gegen Abga­be von 4 Kaf­fee und die auf dem Bak­schisch – Plätt­chen ange­zeig­ten Waren, nimmt man sich den nächs­ten Rubin vom Sul­tans­pa­last, Edel­stein­händ­ler oder Kaf­fee­haus. Das Plätt­chen wird anschlie­ßend umge­dreht.

  • Im Kaf­fee­haus bekommt man gegen Abga­be der höchs­ten nicht durch einen Rubin ver­deck­ten Zahl an Kaf­fee einen Rubin und legt ihn auf sei­nen Hand­kar­ren.
  • In der Kara­wan­se­rei bekommt man nun zur bekann­ten Funk­ti­on aus dem Grund­spiel noch ein Kaf­fee.

Zusätz­lich gibt es noch neue Bonus­kar­ten:

  • Nimm dir 2 Kaf­fee
  • Gegen Abga­be von 2 Kaf­fee erhält man 1 Gil­den­kar­te.
  • Gegen Abga­be von 1 Kaf­fee erhält man 8 Lira.
  • Anhand des Wür­fel­wur­fes wird auf der Bonus­kar­te ange­zeigt wel­che Erträ­ge man bekommt.
  • Gegen Abga­be von 3 belie­bi­gen Waren, auch Kaf­fee, nimm 3 ande­re belie­bi­ge Waren (auch Kaf­fee).
  • Nach dem Wür­feln dre­he einen Wür­fel auf die 6, nicht beim Ver­setz­ten der neu­tra­len Figu­ren.
  • Bewe­ge dei­nen Kauf­mann in einen Eck – Ort, anstatt 1 – 2 Schrit­te zu gehen.
  • Die Akti­on in der Wag­ne­rei darf 2x aus­ge­führt wer­den.
  • Die Akti­on im Kaf­fee­haus darf 2 x aus­ge­führt wer­den.

Die Gil­den­kar­ten sind auf einer gan­zen Sei­te in der Anlei­tung extra erklärt, zusätz­lich noch mit Anmer­kun­gen ver­se­hen.

Spielende:

Anders als im Grund­spiel, wird das Spie­len­de ein­ge­lei­tet, wenn der ers­te Spie­ler 6 Rubi­ne gesam­melt hat. Ansons­ten gel­ten die glei­chen Regeln wie im Grund­spiel.

Fazit:

Istan­bul – Mok­ka und Bak­schisch macht das Grund­spiel noch inter­es­san­ter und abwechs­lungs­rei­cher. Der Kaf­fee ist sehr wich­tig und gibt einem meh­re­re Ein­satz­mög­lich­kei­ten. Das Ein­tau­schen gegen Rubi­ne im Kaf­fee­haus ist mit Sicher­heit die ein­fachs­te, aber auch den Erwerb der Taver­nen – Plätt­chen soll­te man nicht links lie­gen las­sen.

Die kos­ten­lo­se Begeg­nung mit den neu­tra­len Figu­ren oder die unli­mi­tier­te waa­ge­rech­te Bewe­gung, bei dem grö­ßer gewor­de­nen Feld sind ein gro­ßer Vor­teil. Die Gil­den­kar­ten sind sehr stark, jedoch muss man sich über­le­gen, ob man die­se Opti­on zieht, da einem dadurch ein kom­plet­ter Zug ver­lo­ren geht. Die Erwei­te­rung erhöht den Spiel­spaß und ver­grö­ßert die Mög­lich­kei­ten.

Der Kaf­fee passt her­vor­ra­gend in das Spiel­ge­sche­hen und bringt eine wei­te­re Ebe­ne ins Spiel, die neue Stra­te­gi­en mög­lich macht. Die neu­en Ele­men­te fügen sich naht­los ein, ohne sich all­zu sehr auf­zu­drän­gen.

Vom Spiel­ge­fühl ändert sich nicht viel, außer das das Spiel jetzt auf­grund der Grö­ße und der 6 Rubi­ne etwas ver­län­gert wird. Das 5 x 4 Ras­ter ent­zerrt das Spiel­ge­sche­hen etwas, was zu etwas weni­ger Inter­ak­ti­on führt. Die Gil­den­kar­ten sind extrem stark, machen das Spiel aber auch um eini­ges unbe­re­chen­ba­rer. Der Wie­der­spiel­reiz erhöht sich noch­mal enorm.