Gespielt – Der wöchentliche Spielerückblick Nr. 9

Woche vom 13.03.17 – 19.03.17 KW 11

Mittwoch

Die heu­ti­ge Spie­le­wo­che begann, wie nor­mal üblich, am Mitt­woch mit unse­rer Spie­le­grup­pe im Ver­eins­heim. Wir hat­ten uns im vor­aus schon für ein Spiel vom Pile ent­schie­den und zwar “Fire­team Zero”.

Fireteam Zero

Die­ses fand ich auf der SPIEL 2016 schon vom Angu­cken sehr inter­es­sant, nur beka­men wir lei­der kei­nen Platz an den Spie­le­ti­schen bzw. hat­ten die bei­den Her­ren kei­ne Geduld um mal auf einen Tisch zu war­ten. Ich konn­te es vor kur­zem bei einem gro­ßen Online – Händ­ler rela­tiv güns­tig erwer­ben und so konn­te es heu­te auf dem Spie­le­tisch lan­den. Auch hier kom­men wie­der eini­ge MInia­tu­ren zum Ein­satz, man hat den Ein­druck das dies schon fast zum “Muss” wird, damit das Spiel eine Daseins­be­rech­ti­gung bekommt, Minia­tu­ren­spie­le erfah­ren einen unglaub­li­chen Hype gera­de.

Bei Fire­team Zero spie­len wir koope­ra­tiv gegen das Spiel. Es ist im 1. Welt­krieg ange­sie­delt und wir sind alle Mit­glie­der der Spe­zia­lis­ten­grup­pe “Fire­team Zero”. Jeder von uns über­nimmt einen Spe­zia­lis­ten, ent­we­der den Anfüh­rer, den Nah­kämp­fer, den Spreng­stoff­ex­per­ten oder den Scharf­schüt­zen. Die Aktio­nen wer­den anhand eines eige­nen Kar­ten­decks gesteu­ert, wel­ches jeder Spe­zia­list zuge­teilt bekommt. Wel­che Kar­ten man dabei mit ein­mi­schen darf, hängt auch teil­wei­se von der Mis­si­on ab. Jeder Held hat noch eige­nen “Fokus­kar­ten”, die ihm bestimm­te per­ma­nen­te Fähig­kei­ten geben und die teil­wei­se sehr hilf­reich und nütz­lich sind.

Jeder Held hat am Anfang fünf Hand­kar­ten, die in unter­schied­li­cher Wei­se aus­ge­spielt wer­den kön­nen. Ent­we­der kön­nen sie als Angriffs­kar­te genutzt wer­den, wobei es Nah­kampf- , Fern­kampf- und Spreng­stoff­an­grif­fe gibt, die jeweils auch eine bestimm­te Reich­wei­te haben. Auf den Kar­ten ist dann ange­ge­ben wie vie­le Wür­fel man für den Angriff nut­zen kann, dabei kann man auch meh­re­re Kar­ten mit glei­chen Angriffs­sym­bo­len kom­bi­nie­ren. Habe ich z.B. mit mei­nen Kar­ten 5 Patro­nen, darf ich fünf Wür­fel wer­fen, die dann dort gewor­fe­nen Patro­nen sind mei­ne Tref­fer. Auch kön­nen die Kar­ten als Reak­ti­on gespielt wer­den, damit kann man z.B. einem Ver­bün­de­ten hel­fen oder auch sich selbst.

Aller­dings soll­te man ver­mei­den alle sei­ne Kar­ten in der Run­de aus­ge­ge­ben zu haben, denn die Anzahl der Kar­ten sind auch die Tref­fer­punk­te die man als Held hat. Umso weni­ger Kar­ten man hat, umso schnel­ler stirbt man dann. Denn wird man von einem Mons­ter getrof­fen, muss man die Anzahl an Tref­fern als Kar­ten abge­ben. Die­ser Mecha­nis­mus ist sehr tri­cky, muss man ver­su­chen die Mons­ter zu besei­ti­gen, wodurch man ja schon Kar­ten ver­liert und des öfte­ren nutzt man sie ger­ne um den Ver­bün­de­ten mit einer Reak­ti­on zu unter­stüt­zen oder aus der Pat­sche zu hel­fen und schwups hat man nur noch eine oder zwei Kar­ten und muss am Ende noch hof­fen, nicht ange­grif­fen zu wer­den.


Das Spiel spielt sich unglaub­lich schnell und flüs­sig und lebt von sei­ner Span­nung. Dadurch das man stän­dig gucken muss, ob man den ande­ren nicht hel­fen kann oder muss, ent­steht auch kei­ne Down­ti­me, man ist also immer wäh­rend am Spiel betei­ligt.

In unse­rem ers­ten Sze­na­rio war es unse­re Auf­ga­be einen Fluss zu über­que­ren. Die Brü­cke war lei­der unpas­sier­bar, also muss­ten wir uns zu einer Fäh­re durch­schla­gen. Hier wim­mel­te es jedoch lei­der schon vor Mutan­ten und wir muss­ten zusätz­lich noch fest­stel­len, das die Fäh­re wohl gera­de in der Repa­ra­tur war, als das Arte­fakt aus­brach. Somit muss­ten wir sie wohl oder übel erst ein­mal repa­rie­ren. Die Schiffs­schrau­be hat­te Scha­den genom­men und Treib­stoff woll­te auch besorgt sein. Dies gelang uns rela­tiv schnell und wir fuh­ren auf den Fluss hin­aus. So moti­viert star­te­ten wir gleich eine zwei­te Par­tie.

Wir waren also auf der ande­ren Sei­te des Flus­ses ange­kom­men und muss­ten nun her­aus­fin­den, was die Infek­ti­on hier im Dorf ver­ur­sacht hat­te. Dafür soll­te die Quel­le für die Infektion/​Mutation gefun­den, das Arte­fakt selbst loka­li­siert, sowie ein Über­le­ben­der gebor­gen und geret­tet wer­den.

Bei die­sem Sze­na­rio waren wir eigent­lich schon auf der siche­ren Sei­te und hat­ten den Sieg kurz vor Augen, doch muss­ten wir auf­grund zu weni­gen Bewe­gungs­punk­ten noch eine Run­de län­ger durch­hal­ten, da Mar­tin ziem­lich weit von der Grup­pe ent­fernt war und noch nicht beim Ziel ange­kom­men war. Dies wur­de ihm zum Ver­häng­nis, denn er wur­de noch ein­mal von den Mutan­ten ange­grif­fen, die dies­mal lei­der auch ziem­lich gut Scha­den ver­ur­sacht hat­ten. Mar­tin hat­te mit die­sem Angriff aller­dings nicht mehr gerech­net, sodass ihm am Ende eine Kar­te fehl­te, um den Scha­den zu ver­tei­di­gen. Das war sehr ärger­lich, waren wir doch eigent­lich schon mit der Auf­ga­be fer­tig, immer die­se Nach­züg­ler.


So muss­ten wir unse­ren bis­her erfolg­rei­chen Spiele­mitt­woch mit einer lei­der etwas frus­trie­ren­den Nie­der­la­ge been­den.

Infobox – Fireteam Zero

Fireteam Zero - Cover
1 – 4
ab 14
90

Autoren Mike Lan­g­lois, Chris­ti­an Leon­hard
Gra­fi­ker Loïc Muzy, Gary Simp­son
Ver­lag Hei­del­ber­ger Spie­le­ver­lag, Ulis­ses Spie­le
Jahr 2015
The­ma Aben­teu­er, Fan­ta­sy, Kämp­fen, Hor­ror, Zwei­ter Welt­krieg
Mecha­ni­ken Koope­ra­ti­ves Spiel, Deck /​Pool Buil­ding, Wür­fel, Sto­ry­tel­ling, Varia­ble Play­er Powers

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Freitag

Am Frei­tag tra­fen wir uns bei Ste­phie & Alex zum Spie­le­abend. Nach dem Abend­essen gab es erst noch­mal eine Par­tie mit dem Kind, bevor es ins Bett muss­te.

Activity

Man hat­te sich für Activi­ty ent­schie­den. Ups, das ist mir noch aus alten Jugend­ta­gen in Erin­ne­rung, das gibt es ja immer noch. Das Spiel­brett ist aller­dings viel klei­ner, die Auf­ga­ben aber die Glei­chen. Durch Malen, Erklä­ren oder Pan­to­mi­me müs­sen bestimm­te Begrif­fe erra­ten wer­den, wobei sowohl der Erklä­rer, als auch der­je­ni­ge der als ers­tes drauf ver­stan­den hat, Punk­te erhal­ten. Ich muss sagen, selbst nach so lan­ger Zeit hat es mir trotz­dem Spaß gemacht. Da wir uns für zwei Run­den ent­schie­den hat­ten (Bett­zeit…), war das Spiel rela­tiv schnell vor­bei.

Infobox – Activity Family Classic

Activity Family Classic - Cover
3 – 16
ab 8
0

Ver­lag Piat­nik
Jahr 2014
The­ma Par­ty­spiel
Mecha­ni­ken Schau­spiel

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Das Orakel von Delphi

Nach­dem das Kind dann im Bett ver­schwun­den war, wag­ten wir uns an eine Par­tie “Das Ora­kel von Del­phi”.

Die Regeln sind rela­tiv schnell erklärt und es spielt sich immer wie­der sehr flüs­sig und schnell. Es ist halt ein rei­nes Logis­tik­spiel mit klei­nem Glücks­an­teil durch die Wür­fel, wel­ches sich aber durch den Ein­satz von “Zeus­plätt­chen” aber immer noch ganz gut aus­glei­chen lässt. Das eige­ne Schiff, mit dem man Unter­wegs ist, hat auch eine indi­vi­du­el­le Fähig­keit, die man in sei­ne Stra­te­gie mit ein­be­zie­hen soll­te. Man­che Fähig­kei­ten schei­nen stär­ker zu sein, als ande­re, doch ins­ge­samt ist es gut aus­ge­gli­chen.

Bei mir dau­er­te es etwas bis ich rich­tig in Fahrt kam, Ste­phie hin­ge­gen war anfangs schon rela­tiv schnell mit eini­gen Auf­trä­gen fer­tig und ich muss­te zuse­hen nicht den Anschluss zu ver­lie­ren. Die bei­den Jungs lie­ßen es da etwas gemäch­li­cher ange­hen, es wirft einen auch immer wie­der ziem­lich zurück, wenn man nicht auf­passt und durch die Wun­den­kar­ten ein oder gar meh­re­re Run­den aus­setz­ten muss, die soll­te man auf jeden Fall immer im Auge behalten.Die feh­len­den Züge durchs Aus­set­zen, kann man nur schwer wie­der aus­glei­chen.

Zum Glück pas­sier­te mir das nur ein­mal, Mar­tin rela­tiv oft, sodass er schnell ins Hin­ter­tref­fen geriet. Da hat er aber auch rich­tig Pech gehabt.

Ste­phie und ich ran­gier­ten immer auf Augen­hö­he und am Schluss fehl­te mir nur ein Zug zum Sieg, und da war sie wie­der die Sache mit dem Aus­set­zen. So gewann Ste­phie das Spiel rela­tiv knapp vor mir, aber Haupt­sa­che eine Steffi/​phie hat­te gewon­nen. Ein tol­les Spiel, in dem man immer wie­der schnell drin ist und das jedes Mal genau­so­viel Spass macht.

Infobox – Das Orakel von Delphi

Das Orakel von Delphi - Cover
2 – 4
ab 12
70 – 100

Autoren Ste­fan Feld
Gra­fi­ker Den­nis Lohau­sen
Ver­lag Pega­sus Spie­le, Mata­got, Hall Games
Jahr 2016
The­ma Alter­tum, Mytho­lo­gisch
Mecha­ni­ken Action Point Allo­wan­ce Sys­tem, Wür­fel, Ras­ter­be­we­gung, Modu­la­res Spiel­brett, Pick-up and Deli­ver

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Samstag

Am Sams­tag hat­ten wir uns bei Lars zum Spie­len ein­ge­fun­den. Etwas spä­ter als ver­ab­re­det, began­nen wir wie üblich mit einem lecke­ren Früh­stück.

Fireteam Zero

So gut gestärkt woll­ten wir die ver­lo­re­ne Mis­si­on “Fire­team Zero” vom Mitt­woch noch ein­mal wie­der­ho­len. Doch irgend­wie hat­te Mar­tin auch die­ses Mal wie­der das Pech und wir konn­ten die Mis­si­on wegen sei­nes Able­bens wie­der nicht gewin­nen. Zu sei­ner Ver­tei­di­gung muss gesagt wer­den, das auch Peter ein paar Züge vor­her schon ein­mal das Zeit­li­che geseg­net hat­te und zwei Tode kann die Grup­pe lei­der nicht ver­kraf­ten. So ging die Mis­si­on auch zum zwei­ten Mal den Bach run­ter und wir müs­sen uns beim nächs­ten Mal auf jeden Fall etwas intel­li­gen­ter anstel­len, ansons­ten lief es bis dahin eigent­lich rela­tiv gut.

The Others: 7 Sins

Im Anschluss began­nen wir mit dem Auf­bau von “The Others – 7 Sins”. Dies hat­ten wir schon lan­ge nicht mehr auf dem Tisch und ich freu­te mich schon rie­sig dar­auf. Lars erwar­te­te auch noch einen Kum­pel, der dann auch rela­tiv schnell auf­tauch­te, sodass wir die Par­tie schnell star­ten konn­ten. Mar­tin muss­te wie­der als Over­lord und Sün­den­spie­ler her­hal­ten. Dies­mal hat­te er sich für die “Hab­gier” ent­schie­den.

Ich für mei­nen Teil hat­te immer gute Erfah­run­gen mit “Karl” als Hel­den gemacht und so schnapp­te ich ihn mir auch dies­mal wie­der. Er hat die Fähig­keit sich am Anfang mei­ner Züge jeweils ent­we­der in die mensch­li­che Gestalt oder in einen Wer­wolf ver­wan­deln zu kön­nen. Wäh­rend der Wer­wolf natür­lich beim Kämp­fen bes­ser ist, kann die mensch­li­che Gestalt bes­ser auf Fähig­kei­ten wür­feln wie z.B. dem Ent­fer­nen von Feu­er- und Kor­rup­ti­ons­to­kens sowie von Pen­ta­gram­men.

Am Anfang ver­lief die Run­de noch sehr schlep­pend, da wir die Regeln nicht mehr so ganz auf dem Schirm hat­ten und so viel Zeit mit dem Blät­tern und Nach­le­sen im Regel­werk ver­ging. Nach eini­ger Zeit kamen uns eini­ge Din­ge ziem­lich über­flüs­sig und sinn­los vor, bis mir auf­fiel, das wir in unse­rem Zug nicht alle Aktio­nen auf ein­mal aus­füh­ren kön­nen, son­dern jeder Held eine Akti­on macht und es dann im Uhr­zei­ger­sinn wei­ter­geht. So machen die Akti­ons­to­kens dann auch Sinn und auch die Reak­ti­ons­to­kens vom Over­lord. Wir beschlos­sen dann mit die­sem Wis­sen die Run­de noch ein­mal neu zu begin­nen. 😉

Und von nun an lief es auch. Ich muss­te mich lei­der schon ziem­lich bald von Karl tren­nen, wur­de er doch von meh­re­ren Mons­tern auf ein­mal ange­grif­fen. Hier hat­te ich, selbst als Wer­wolf, gegen die gefühl­ten 100 Wür­fel des Over­lords kei­ne Chan­ce. Wei­ter ging es für mich mit Thor­ley, der hat­te ein biß­chen Ähn­lich­keit mit Karl und schaff­te es am Ende auch, die ent­schei­den­de Akti­on zu unse­ren Guns­ten aus­zu­füh­ren. Dies war zeit­lich auch nötig, denn auch Peter und Rene muss­ten zu einem neu­en Hel­den grei­fen. Wäre noch ein Held von uns gestor­ben, wäre es der Sieg für den Over­lord gewe­sen, aber wir haben es gemein­sam knapp geschafft, das Böse im sei­ne Schran­ken zu wei­sen.

Infobox – The Others: 7 Sins

The Others: 7 Sins - Cover
2 – 5
ab 14
90

Jahr 2016

Nach­dem wir die Par­tie erfolg­reich abge­schlos­sen hat­ten, mel­de­te sich der Magen zu Wort, denn es war schon gegen 16 Uhr. Lars hat­te schon zwi­schen­durch begon­nen Nudeln mit Bolo­gnai­se zuzu­be­rei­ten. Nach­dem wir das lecke­re “Nach­mit­tags­es­sen” ver­speist hat­ten, woll­ten wir nun noch­mal ver­su­chen “Lobo­to­my ” erfolg­reich abzu­schlie­ßen. Peter muss­te nun lei­der gehen, war er doch des Abends noch zu einem Geburts­tag ein­ge­la­den, sodass wir unser Glück lei­der nur zu viert ver­su­chen muss­ten.

Lobotomy

Bei die­ser Run­de ent­schie­den wir uns für den nor­ma­len Schwie­rig­keits­grad. Das heisst also, das wir zwei Sze­na­ri­en zu schaf­fen hät­ten. Die ers­te Auf­ga­be bestand dar­in, die drei “Les­bi­sche Vam­pi­re” zu besei­ti­gen. Eine schwie­ri­ge Sache, denn denn die Vam­pir­da­men kamen immer noch mit einem “Thrall”, einem Leib­eig­nen, daher. So war es fast unmög­lich die­se zu besie­gen.

Wir hat­ten gera­de erst zwei der Damen erle­digt, als schon das zwei­te Sze­na­rio hin­zu­kam. Nun muss­ten wir nicht nur die ver­blei­ben­de Vam­pi­da­me samt Anhang noch besei­ti­gen, son­dern es kamen nun auch noch drei Kin­der aufs Spiel­feld, wel­che wir zum Pen­ta­gramm in der Mit­te beglei­te­ten muss­ten.

Das wur­de rich­tig fies. Denn die “Big Mama” hat­te es auf die Kin­der abge­se­hen und wir muss­ten ver­su­chen, sie davor zu bewah­ren, von sel­bi­ger gefres­sen zu wer­den. Wir beka­men es aber nicht annä­hernd auf die Rei­he über­haupt eines des Kin­der in unse­re Obhut zu neh­men, denn irgend­wie stell­ten sich uns immer mehr Mons­ter in den Weg.

Somit waren wir mehr damit beschäf­tigt uns der Mons­ter zu erweh­ren, als uns auf unse­re Auf­ga­be kon­zen­trie­ren zu kön­nen. Da uns nur noch zu weni­ge Run­den ver­blie­ben um die Auf­ga­ben bei­de zu schaf­fen, ent­schie­den wir uns die Run­de als ver­lo­ren an die­ser Stel­le zu been­den.

Ich hät­te ja noch wei­ter gespielt, zumal Mar­tin sich die nächs­ten Mons­ter­kar­ten ange­schaut hat, der Wäch­ter hät­te sich die nächs­ten 3 Run­den gar nicht bewegt. So hät­ten wir eigent­lich noch drei wei­te­re Run­den Zeit gehabt, die Zie­le zu erfül­len. Nun gut, es wäre sehr unwahr­schein­lich gewe­sen, aber man hät­te es ja wenigs­tens pro­bie­ren kön­nen.

Nun haben wir lei­der immer noch kei­nen Frie­den mit dem Spiel gefun­den. Wir wer­den auf jeden Fall mal im Inter­net schau­en, ob es nicht schon eine Erra­ta mit Regel­än­de­run­gen gibt, denn so man­che Mis­si­on ist echt sehr arg auf Kan­te genäht und somit sau­sch­wer zu schaf­fen. Viel­leicht machen wir auch irgend­was gene­rell falsch?

Wir mögen schwe­re Spie­le, so ist es nicht, aber man kann sich gefühlt in die­sem Spiel kaum einen Feh­ler erlau­ben und muß noch Glück haben. Meist schafft man es nicht, genü­gend Mons­ter in einer Run­de zu besie­gen. Mal sehen wie die nächs­te Run­de ver­läuft.

Infobox – Lobotomy

Lobotomy - Cover
1 – 5
ab 14
60 – 180

Autoren Sebas­ti­an Kozak, Michal Kozak, Michal Mar­ci­ni­ak, Maciej Owsi­an­ny
Gra­fi­ker Sla­wek Kosci­ukie­wicz
Ver­lag Titan For­ge Games
Jahr 2017
The­ma Aben­teu­er, Ent­de­cken, Kämp­fen, Hor­ror
Mecha­ni­ken Action Point Allo­wan­ce Sys­tem, Koope­ra­ti­ves Spiel, Wür­fel, Modu­la­res Spiel­brett, Sto­ry­tel­ling

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Sonntag

Am heu­ti­gen Sonn­tag waren wir mal wie­der bei Mar­tins Eltern zu Gast. Im Vor­feld hat­ten wir schon ver­ab­re­det mit der Ende Janu­ar begon­ne­nen Arca­dia Quest Kam­pa­gne wei­ter­zu­ma­chen.

Arcadia Quest

Nach dem lecke­ren Mit­tag­essen berei­te­ten wir das Spiel­feld vor um unse­re tap­fe­ren Hel­den in den Kampf zu schi­cken. Dies­mal hat­te ich mich für das Sze­na­rio “Das Her­ren­haus” ent­schie­den. Hier­bei war es unter ande­rem unse­re Auf­ga­be den Troll­koch zu töten, sowie die “Adli­gen” zu befrei­en.

Dies gestal­te­te sich als sehr schwie­rig, da die Adli­gen und der Troll­koch im “Her­ren­haus” natür­lich gut von vie­len fie­sen Scher­gen bewacht wur­den. Auch war der Zugang zum Haus ziem­lich schwie­rig, da die Türen alle von Tier­men­schen mit Häm­mern bewacht wur­den. Als ein­fachs­te Vari­an­te erwies es sich, die Por­tal­fel­der zu nut­zen, denn eins führ­te direkt in die Mit­te des Hau­ses. Hier war man dann zwar umge­ben von vie­len Orks und Gob­lins, aber die waren schnel­ler und ein­fa­cher zu besei­ti­gen als die Tier­men­schen.

Doch zu den Por­ta­len muss­te man auch erst mal gelan­gen. So ver­ging eini­ge Zeit bis über­haupt etwas pas­sier­te auf dem Brett und alle Hel­den soweit an den Orten des Gesche­hens ver­tre­ten waren.

Jeder von uns hat­te dabei einen ande­ren Plan wie man in das Her­ren­haus gelan­gen konn­te. Mar­tin zog es vor, direkt einen der Tier­men­schen anzu­grei­fen, Wolf­gang ent­schied sich für die Vari­an­te über das rote Por­tal. Dafür muss­ten aber erst ein­mal ein paar Ork­scher­gen aus dem Weg geräumt wer­den.

Bei­de Vor­ha­ben waren nach ein paar Kampf­run­den vom Erfolg gekrönt, nur das Mar­tins Held beim Ver­such dem Tier­men­schen an den Kra­gen zu gehen gleich ein­mal den Tod fand.

Ich zog es vor erst ein­mal ein paar Fra­ge­zei­chen auf­zu­he­ben, hat­ten doch zwei mei­ner Hel­den von der letz­ten Mis­si­on noch blö­de Todes­flü­che am Hacken und zwar lei­te­ten bei­de unter Amne­sie, wel­chen bei­den Hel­den ihre Fähig­keit nahm, was doch sehr unan­ge­nehm ist. Nach­dem der klei­ne Gob­lin – Bogen­schüt­ze besei­tigt war, hat­te ich das Glück unter bei­den Fra­ge­zei­chen auch die nöti­gen, hei­len­den Trän­ke zu fin­den. So konn­te Grom gleich von sei­ner Amne­sie befreit wer­den. Kan­ga muss­te lei­der noch etwas län­ger auf die Hei­lung war­ten, da der Trank nur in einer Auf­fri­schungs­pha­se wei­ter­ge­ge­ben wer­den kann. Nun ver­ließ mich das Glück aber schon fast wie­der.

Bevor ich ganz den Faden ver­lor, gelang es mir noch Mar­tin aus dem Weg zu räu­men, der von dem Kampf mit dem Tier­men­schen noch gezeich­net und ziem­lich ange­schla­gen war. Nun hat­te ich wenigs­tens schon eine Quest erfüllt. Auch Wolf­gang hat­te durch den klu­gen Zug, sich gleich anfangs in das Her­ren­haus tele­por­tie­ren zu las­sen, eine Quest erfüllt und zwar einen Adli­gen zu ret­ten. Die­se befrei­te er ohne Pro­ble­me aus den Fän­gen der Orks. Er hat­te beim letz­ten Mal mit sei­nem vie­len Geld aber auch ordent­lich mäch­ti­ge Waf­fen gekauft, das zahl­te sich jetzt schon aus.

Nun düm­pel­te das Spiel so etwas vor sich hin, denn kei­ner kam irgend­wie wei­ter.

Mar­tin hat­te es in der Zwi­schen­zeit geschafft, einen mei­ner Hel­den umzu­brin­gen und hat­te nun auch eine Quest erfüllt. Irgend­wie muss­te wir uns aber nun mal um den Troll­häupt­ling küm­mern, denn der soll­te ja auch aus dem Weg geräumt wer­den. Mar­tin und ich ver­pass­ten ihm immer wie­der klei­ne Nadel­sti­che und Wun­den, wäh­rend­des­sen Wolf­gang sich her aus­hielt um dann am Ende, als ihm nur noch ein Leben blieb, zuzu­schla­gen.

So hat­te er nun schon die zwei­te Quest im Sack und Mar­tin und ich schau­ten blöd in die Röh­re. Da man denn Häupt­ling nur ein­mal töten konn­te, muss­ten Mar­tin und ich noch eine Spie­ler – gegen – Spie­ler Quest erfül­len, und da wir uns bei­de schon bei­de gegen­sei­tig schon aus dem Ver­kehr geräumt hat­ten, blieb uns nur noch bei­den übrig auf Wolf­gang zu gehen.

Und das wur­de ihm nun zum Ver­häng­nis. Bei­de lie­fen wir stän­dig hin­ter sei­nen Hel­den her, um zu ver­su­chen ihnen an den Kra­gen zu gehen. Das gelang anfangs mehr schlecht als Recht, konn­te er doch einen Angriff mit 4 Tref­fern ohne Pro­ble­me parie­ren und so ein Glück beim Wür­feln hat­te er das ein ums ande­re Mal. Wir began­nen schon zu ver­zwei­feln, bis ich ent­deck­te, das ich in einem Zug zwei Quests erle­di­gen konn­te!

Diva stand noch in dem Raum mit einem übrig geblie­be­nen Adli­gen und sie sel­ber war schon sehr ange­schla­gen, sodass ich erst der Diva auf die Müt­ze gab, anschlei­fend den Gob­lin aus dem Weg räum­te um im glei­chen Zug mit mei­ner Bewe­gungs­ak­ti­on noch den Adli­gen zu ret­ten.

Dage­gen konn­te kei­ner mehr etwas unter­neh­men und ich hat­te das Spiel wie­der ein­mal gewon­nen. Wahn­sinn. Damit hat­te ich nicht mehr gerech­net, war doch Mar­tin auch kurz davor sei­ne drit­te Quest zu erfül­len, aber Wolf­gangs ande­re Hel­den waren ent­we­der zu stark oder er war zu weit ent­fernt, um mich noch an mei­nem Vor­ha­ben zu hin­dern.

So war mei­ne Adler­gil­de mal wie­der sieg­reich her­vor­ge­gan­gen. Läuft! So kann es wei­ter­ge­hen.

Infobox – Arcadia Quest

Arcadia Quest - Cover
2 – 4
ab 13
60

Autoren Eric M. Lang, Thia­go Aran­ha, Guil­her­me Goulart, Fred Per­ret
Gra­fi­ker Andrea Cofran­ces­co, Mathieu Har­laut
Ver­lag Asmo­dee, Cool Mini or Not, Spa­ghet­ti Wes­tern Games, CMON Limi­ted
Jahr 2014
The­ma Aben­teu­er, Fan­ta­sy, Kämp­fen, Minia­tu­ren
Mecha­ni­ken Wür­fel, Ras­ter­be­we­gung, Modu­la­res Spiel­brett, Varia­ble Play­er Powers

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51st State

Zum Abschluss des Tages nach einem ent­spann­ten Bad folg­te noch eine flot­te Par­tie 51state. Und flott ist alles was ich zu die­ser Par­tie sagen kann. Bei mir lief es über­haupt nicht, ich bekam sehr wenig Res­sour­cen und hat­te auch wenig Mög­lich­kei­ten mei­nes Gebäu­de zu bau­en, da mir immer die pas­sen­den grau­en Pfei­le fehl­ten. Um der Res­sour­cen­knapp­heit Herr zu wer­den, begann ich gar mei­ne eige­nen Gebäu­de aus­zu­beu­ten. Dies half aber auch nicht wirk­lich, meist muss­te ich mei­ne schwer ver­dien­ten Res­sour­cen am Ende der Run­de ver­fal­len las­sen, da immer irgend­ei­ne ande­re Sache fehl­te.

Mar­tin hat­te nach ein paar Run­den schon zig Gebäu­de gebaut, ich hat­te es gera­de ein­mal auf 2 gebracht. Die­ses Mal konn­te ich mei­ne Maschi­ne­rie über­haupt nicht in Gang brin­gen, wäh­rend­des­sen Mar­tin Run­de für Run­de Sieg­punk­te ohne Ende gene­rier­te. Naja so eine der­be Nie­der­la­ge muss wohl auch mal sein. Mar­tin hat­te am Ende fast 50 Punk­te, ich hin­ge­gen noch nicht ein­mal 20. Shit Hap­pens.

Infobox – 51st State: Das Master-Set

51st State: Das Master-Set - Cover
1 – 4
ab 14
60 – 90

Autoren Igna­cy Trze­wic­zek
Gra­fi­ker Grze­gorz Bob­row­ski
Ver­lag Por­tal Games
Jahr 2016
The­ma Kar­ten­spiel, Städ­te­bau, Sci­ence Fic­tion, Wirt­schaft
Mecha­ni­ken Kar­ten draf­ten, Kar­ten­hand ver­wal­ten, Varia­ble Pha­se Order, Worker Pla­ce­ment

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Nun war die schö­ne und erfolg­rei­che Spie­le­wo­che aber end­gül­tig vor­bei. Wie gut das die nächs­te Woche mor­gen schon anfängt. Wir haben auf jeden Fall wie­der viel geschafft und mit “Fire­team Zero” auch wie­der ein Spiel vom Pile her­un­ter­ge­ar­bei­tet.

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