Machi Koro - Box

Machi Koro – Rezension

Machi Koro - Box
Machi Koro – Box

Aus aktu­el­lem Anlass möch­ten wir euch ger­ne Machi Koro vor­stel­len, denn es stand näm­lich auf der Nomi­nie­rungs­lis­te zum “Spiel des Jah­res 2015”. Bei die­sem klei­nen aber fei­nen Spiel sol­len die Spie­ler ihre eige­ne Stadt durch den Bau von ver­schie­de­nen nütz­li­chen Gebäu­den errich­ten.

Spielprinzip/​Idee

Es sol­len Geschäf­te, Fabri­ken, Märk­te und ver­schie­de­ne Groß­pro­jek­te gebaut wer­den. Durch die eige­nen bzw. die Wür­fel­er­geb­nis­se der Mit­spie­ler kommt man an die drin­gend benö­tig­ten Ein­nah­men.

Spielanleitung

Machi Koro besticht durch eine sehr klei­ne, kur­ze und über­sicht­li­che Anlei­tung. Alle wich­ti­gen Din­ge wer­den gut und ver­ständ­lich erklärt, so daß man bei den eh ein­fa­chen Regeln sofort los­spie­len kann.

Infobox – Machi Koro

Machi Koro - Cover
2 – 4
ab 10
30

Autoren Masao Suga­nu­ma
Gra­fi­ker Mir­ko Suzu­ki
Ver­lag KOSMOS
Jahr 2012
The­ma Kar­ten­spiel, Städ­te­bau, Wür­fel
Mecha­ni­ken Kar­ten draf­ten, Wür­fel

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Spielmaterial

Machi Koro ist ein Kar­ten­spiel. Die Kar­ten sind schön gear­bei­tet und illus­triert. Auch die Kar­ten­tex­te und Sym­bo­le sind gut ver­ständ­lich. Das Geld ist aus sta­bi­ler, dicker Pap­pe. Am Mate­ri­al gibt es also nichts aus­zu­set­zen.

Spielablauf

Machi Koro
Machi Koro

Jeder Spie­ler erhält am Anfang vier ver­schie­de­ne Groß­pro­jek­te, die noch auf der unbe­bau­ten Sei­te lie­gen. Die­se sind für alle Spie­ler gleich. Zusätz­lich bekommt man 2 Gebäu­de­start­kar­ten. Die übri­gen Kar­ten wer­den alle nach Gebäu­de­art sor­tiert in die Mit­te gelegt. Sie bil­den die offe­ne Aus­la­ge, aus der Gebäu­de gekauft wer­den kön­nen.

Und nun geht es auch schon los. Der akti­ve Spie­ler wür­felt, anfangs nur mit einem, spä­ter kann er unter bestimm­ten Vorraus­set­zun­gen auch mit zwei Wür­feln wür­feln. Alle Gebäu­de kön­nen akti­viert und Ein­nah­men gene­riert wer­den, wenn deren Zahl gewür­felt wird.

Die Spie­ler neh­men sich die ent­spre­chen­den Mün­zen aus der Bank, hat man meh­re­re Gebäu­de der glei­chen Art sum­miert sich das Ein­kom­men. Im Anschluß darf der akti­ve Spie­ler noch ein Gebäu­de aus der Aus­la­ge oder eines sei­ner Groß­pro­jek­te bau­en, die­se wer­den dann umge­dreht und die Vor­tei­le des Gebäu­des ab sofort genutzt wer­den.

In Machi Koro gibt es ver­schie­de­ne Gebäu­de­ty­pen:

  • Blaue Gebäu­de gehö­ren zur Grund­stoff­in­dus­trie. Bei die­sen Unter­neh­men ist es egal, wel­cher Spie­ler gewür­felt hat, alle erhal­ten Ein­nah­men, wenn sie Gebäu­de der Wür­fel­zahl besit­zen.
  • Grü­ne Gebäu­de sind Geschäf­te, Fabri­ken und Markt­hal­len. Hier­bei pro­fi­tiert nur der Spie­ler, der in sei­nem Zug selbst die Wür­fel­zahl wür­felt.
  • Die roten Gebäu­de sind Cafes und Restau­rants, sie brin­gen dann Ein­nah­men wenn ein ande­rer Spie­ler in sei­nem Zug die Wür­fel­zahl wür­felt.
  • Die vio­let­ten Gebäu­de sind beson­de­re Unter­neh­men und jeder Spie­ler darf nur eines jeder Art besit­zen. Sie brin­gen nur dann Ein­kom­men, wenn der Spie­ler in sei­nem Zug selbst die Wür­fel­zahl wür­felt.

Auf den Gebäu­den ist jeweils ver­merkt ob der Spie­ler die Ein­nah­men aus der Bank oder von den Mit­spie­lern erhält.

Spielende

Machi Koro endet sobald ein Spie­ler sein letz­tes Groß­pro­jekt errich­tet hat.

Fazit

Machi Koro
Machi Koro

Machi Koro ist ein schnel­les Spiel mit sehr ein­fa­chen Regeln. Durch das Erwür­feln der Ein­nah­men erin­nert es viel­leicht ein klein wenig an “Die Sied­ler von Catan”. Dadurch das man jeder­zeit ins Spiel­ge­sche­hen ein­ge­bun­den ist, wird es nie lang­wei­lig, auch wenn man gera­de nicht an der Rei­he ist. Durch gewis­se Gebäu­de ent­steht ein gewis­ses Ärger­po­ten­zi­al und ein hoher Frust­fak­tor ist auch gege­ben durch die Wür­fel­er­geb­n­sis­se.

Der Glücks­an­teil ist durch das Wür­feln natür­lich extrem hoch und mit dem Wür­fel­er­geb­nis­sen steht und fällt ja der Erfolg in Machi Koro. Auch das die Gebäu­de nur in begrenz­ter Anzahl vor­han­den sind, erfor­dert ein gewis­ses Maß an Pla­nung und Vor­aus­den­ken.

Man kann es auf­grund der sehr kur­zen Spiel­dau­er auch gleich mehr­mals hin­ter­ein­an­der spie­len aber auch ger­ne als klei­nes Spiel zwi­schen­durch oder am Ende eines Spiel­eta­ges, da es auch sehr schnell auf­ge­baut ist. Da es immer die glei­chen Sieg­be­din­gun­gen besitzt schreit es gera­de­zu nach Erwei­te­run­gen, die aber wohl auch schon ent­stan­den oder zumin­dest in Pla­nung sind. Ob es auf Dau­er zu rei­zen weiß, kann ich noch nicht sagen, da wir doch eher zu den kom­ple­xe­ren und lang­wie­ri­ge­ren Spie­len ten­die­ren, es aber zwi­schen­durch immer mal wie­der kurz ger­ne spie­len. Auf jeden Fall benö­tigt es noch eini­ge neue Her­aus­for­de­run­gen, da es sonst mei­ner Mei­nung nach, nach eini­gen Par­ti­en ziem­lich lang­wei­lig wer­den kann.

Klei­ner Nach­trag: Mit der neu­en Erwei­te­rung “Groß­stadt”, die inzwi­schen auf Deutsch erschie­nen ist, gestal­tet sich das Spiel schon deut­lich abwechs­lungs­rei­cher.