Arcadia Quest – Rezension

Auf das Spiel Arca­dia Quest bin ich eigent­lich mehr durch Zufall gesto­ßen. In einem Let’s Play Video auf You­Tube schau­te ich mir eine Par­tie an und fand sofort Gefal­len dar­an. Ich muss zuge­ben, das ich Kam­pa­gnen­spie­le sehr ger­ne mag, und die Mög­lich­keit hier gleich 3 Hel­den auf ein­mal in einer Gil­de zu spie­len, sprach mich an. Doch lei­der fand ich es extrem teu­er und so muss­te ich war­ten, bis ich das Spiel zu einem eini­ger­ma­ßen güns­ti­gen Preis bei Ebay erstei­gern konn­te. Obwohl ich mit dem Man­gas­til der Figu­ren eigent­lich nicht so viel anfan­gen kann, zogen mich die Minia­tu­ren mit den gro­ßen Köp­fen und den Kul­ler­au­gen doch irgend­wie in ihren Bann. Und ich muss sagen, bis jetzt habe ich nichts bereut. Sogar die Erwei­te­rung “Jen­seits der Gruft” haben wir noch erwor­ben und das Spiel Arca­dia Quest Infer­no auf Kick­star­ter unter­stützt.20160904200401_20160904200401-Arcadia Quest-4358_-Edit

20160904170223_20160904170223-Arcadia Quest-4301_Spielprinzip/​Idee:

Arca­dia wur­de von den Scher­gen des Graf Zahn über­nom­men und ins Dun­kel getaucht. Unse­re Gil­den sol­len nun dafür sor­gen Arca­dia von den Gob­lins, Orks und ande­ren fie­sen Gestal­ten zu befrei­en. Hier­für stel­len wir uns eine Gil­de aus 3 ver­schie­de­nen Hel­den mit ver­schie­de­nen ein­zig­ar­ti­gen Fähig­kei­ten zusam­men und rüs­ten sie mit eini­gen Start­ge­gen­stän­den aus um sie dann in die ver­schie­de­nen Kam­pa­gnen zu schi­cken. Wäh­rend sie ver­su­chen Arca­dia von den Mons­tern zu befrei­en bekom­men sie neue magi­sche Gegen­stän­de, Waf­fen und Fähig­kei­ten. Die Spie­ler nut­zen ihre Beu­te und ihre spe­zi­el­len Fähig­kei­ten um ihre Gil­de zur mäch­tigs­ten Arca­di­as zu machen. Dabei spie­len die Gil­den zwar glo­bal mit­ein­an­der, aber zwi­schen ihnen herrscht gro­ße Kon­kur­renz, so das man im Grun­de gegen­ein­an­der spielt.

Infobox – Arcadia Quest

Arcadia Quest - Cover
2 – 4
ab 13
60

Autoren Eric M. Lang, Thia­go Aran­ha, Guil­her­me Goulart, Fred Per­ret
Gra­fi­ker Andrea Cofran­ces­co, Mathieu Har­laut
Ver­lag Asmo­dee, Cool Mini or Not, Spa­ghet­ti Wes­tern Games, CMON Limi­ted
Jahr 2014
The­ma Aben­teu­er, Fan­ta­sy, Kämp­fen, Minia­tu­ren
Mecha­ni­ken Wür­fel, Ras­ter­be­we­gung, Modu­la­res Spiel­brett, Varia­ble Play­er Powers

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Spielanleitung:

Die Anlei­tung ist trotz ihrer 34 Sei­ten Stär­ke ver­ständ­lich geschrie­ben und es reicht eigent­lich ein Durch­le­sen um alles soweit zu ver­ste­hen. Soll­te man den­noch ein­mal nach­schla­gen müs­sen ist das kein Pro­blem, da alles sehr gut struk­tu­riert und ein­fach zu fin­den ist. Die Regel besticht auch durch ihren Wort­witz. Zusätz­lich gibt es noch eine klei­ne Geschich­te zur Ent­ste­hung von Arca­dia und des­sen Unter­gang. Die ließt sich echt super und ist eine Berei­che­rung. Das Kam­pa­gnen­buch steht dem in nichts nach.

20151205110154_20151205110154-Arcadia Quest-8488_Spielmaterial:

Das Mate­ri­al ist durch­weg von sehr guter Qua­li­tät wie aus dem Hau­se Cool Mini or Not nicht anders zu erwar­ten. Die Figu­ren sind optisch wie schon erwähnt alle im Man­gas­til gehal­ten und sehen durch ihre gro­ßen Köp­fe und die Kul­ler­au­gen doch recht nied­lich aus.

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20160904200506_20160904200506-Arcadia Quest-4361_ 20160904200518_20160904200518-Arcadia Quest-4362_Die beid­sei­tig bedruck­ten Spiel­pl­an­tei­le und die vie­len ver­schie­de­nen Mar­ker sind aus sta­bi­ler, sehr dicker Pap­pe und wei­sen eine super Qua­li­tät aus.

Die mas­sen­haft ent­hal­te­nen Kar­ten sind optisch sehr anspre­chend gestal­tet und Sym­bo­lik ein­deu­tig und ver­ständ­lich.

Die Wür­fel sind von sehr guter Qua­li­tät und lie­gen gut in der Hand. Zusätz­lich gibt es noch einen Kam­pa­gnen­plan, auf dem man sei­ne Fort­schrit­te und alle Besitz­tü­mer ver­mer­ken kann. Sehr sinn­voll.

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Spielablauf:

Je nach gewähl­tem Sze­na­rio oder gewähl­ter Kam­pa­gne wird der Auf­bau des Spiel­pla­nes wie abge­druckt vor­ge­nom­men. Dort wird genau vor­ge­ge­ben wel­che Spiel­pl­an­tei­le benö­tigt, wel­che Mar­ker und Mons­ter wo posi­tio­niert und wel­che Quest- und Beloh­nungs­kar­ten her­aus­ge­sucht wer­den müs­sen. Dazu gibt es immer eine klei­ne Geschich­te, in wel­cher auch die sze­na­rio­spe­zi­fi­schen Spe­zi­al­re­geln erklärt wer­den.

Am Anfang muss sich jeder Spie­ler natür­lich für eine Gil­de ent­schei­den und sei­ne Hel­den ent­schei­den.. Es gibt die Löwen­gil­de (rot), die Adler­gil­de (blau), die Pan­da­gil­de (grün) und die Fuchs­gil­de (rot). Dafür erhält er ein Gild­enta­bleau in der ent­spre­chen­den Far­be, sei­ne Gil­den­plätt­chen und die farb­lich pas­sen­den Figu­ren­ba­sen für sei­ne Hel­den. Die Hel­den wer­den im Draf­ting­me­cha­nis­mus zuge­teilt, das heißt man bekommt Hel­den­kar­ten zuge­teilt, sucht sich eine aus und gibt die übrig geblie­be­nen Kar­ten dann wei­ter, bis jeder 3 Hel­den hat. Anschlie­ßend wer­den die Hel­den­kar­ten auf der Gild­enta­fel abge­legt. Nun erhal­ten die Spie­ler noch 5 Start­aus­rüs­tun­gen, die sie belie­big an ihre Hel­den ver­tei­len kön­nen und auf des­sen Abla­ge­ta­fel legen.

Wun­den­mar­ker, Todes­fluch­mar­ker Mün­zen und Wür­fel wer­den neben den Spiel­plan gelegt. Auch die Brut – Tafel, auf die die getö­te­ten Mons­ter gestellt wer­den wird in die Nähe gestellt.

Es gibt ver­schie­de­ne Arten von Kar­ten­ty­pen in Arca­dia Quest:

  • Auf jeder Hel­den­kar­te ist der Name des Hel­den, sei­ne Spe­zi­al­fä­hig­keit, sei­ne Lebens­punk­te und sei­ne Ver­tei­di­gungs­wür­fel ange­ge­ben.
    20160904195141_20160904195141-Arcadia Quest-4346_ 20160904194945_20160904194945-Arcadia Quest-4343_ 20160904195600_20160904195600-Arcadia Quest-4353_
  • Auf den Mons­ter­kar­ten steht eben­falls des­sen Name und die Klas­se. Natür­lich sind auch hier die Lebens­punk­te ange­ge­ben, zusätz­lich haben Mons­ter noch einen Over­kill – Wert. Das bedeu­tet, die Anzahl an Wun­den, die das Mons­ter gleich­zei­tig erlei­den muss, um auf der Stel­le erle­digt zu sein und kei­ne Rück­schlag – Akti­on mehr zu besit­zen. Eben­falls ist die Beloh­nung für das Besie­gen des Mons­ters auf der Kar­te ver­merkt. Auch Mons­ter kön­nen angrei­fen und haben einen Angriffs­wert, die angibt wie­vie­le Wür­fel gewor­fen wer­den. Man­che Mons­ter haben noch Ver­tei­di­gungs­wür­fel zur Ver­fü­gung. Eben­falls ist die Bewe­gungs­wei­te und die Stu­fe des Mons­ters noch ange­ge­ben.
  • Auf den Quest­kar­ten steht beschrie­ben, was die Spie­ler mit ihren Hel­den errei­chen müs­sen, auf­fin­den müs­sen bzw. wen sie töten müs­sen um die Quest zu gewin­nen und wel­che Beloh­nung sie dafür erhal­ten.
  • Auf den Aus­rüs­tungs­kar­ten steht immer der Name und die Kos­ten und eine Beschrei­bung des Gegen­stan­des. Soll­te es eine Waf­fe sein sind noch die Anzahl Wür­fel beschrie­ben, wel­che Art von Waf­fe es ist ob Nah- oder Fern­kampf und ob es noch spe­zi­el­le Fähig­kei­ten gibt, wie z.B. ein Extra­wurf, ein extra Ver­tei­di­gungs­wür­fel oder ein Wie­der­ho­lungs­wurf.

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Arca­dia Quest wird in Run­den gespielt. Der Spie­ler hat immer die Wahl einen sei­ner Hel­den zu akti­vie­ren oder sei­ner Gil­de eine Ruhe­pau­se zu gön­nen. Fol­gen­de Aktio­nen ste­hen einem akti­ven Hel­den zur Ver­fü­gung:
  • Bewe­gung: Jeder Held hat pro Zug drei Bewe­gungs­punk­te (BP) zur Ver­fü­gung. Die Bewe­gung erfolgt immer waa­ge­recht oder senk­recht feld­wei­se, eine dia­go­na­le Bewe­gung ist nicht mög­lich. Die Bewe­gung von einem Feld zum ande­ren zählt als ein BP. Geschlos­se­ne Türen oder Por­ta­le kön­nen durch einen BP geöff­net wer­den respek­ti­ve genutzt wer­den. Ein Feld auf dem schon 2 Figu­ren ste­hen ist blo­ckiert. Bewegt sich der Held auf ein Feld auf dem ein Mar­ker liegt kann er die­ses ohne wei­te­re BP sofort auf­de­cken.
  • Der Held kann jeder­zeit ver­su­chen ein Mons­ter oder einen geg­ne­ri­schen Hel­den anzu­grei­fen. Der Held muss dafür ein Ziel benen­nen und eine Waf­fe besit­zen.

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Ein Fern­kampf kann nur aus­ge­führt wer­den, wenn der Held über eine ent­spre­chen­de Waf­fe ver­fügt und die Sicht­li­nie nicht blo­ckiert ist, die Ent­fer­nung spielt kei­ne Rol­le. Dann wird die benutz­te Waf­fe mit einem Gil­den­plätt­chen bedeckt und steht die­se Run­de nicht mehr zur Ver­fü­gung.

Ein Nah­kampf kann nur von einem glei­chen oder benach­bar­ten, waa­ge­rech­ten oder senk­rech­ten Feld aus geführt wer­den.

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20160904193444_20160904193444-Arcadia Quest-4312_Nun nimmt sich der Spie­ler die pas­sen­de Anzahl an Wür­feln, die auf der Waf­fen­kar­te abge­bil­det sind, plus evtl. wei­te­re Wür­fel durch beson­de­re Kar­ten. Nun wirft er die­se. Besitzt das Ziel Ver­tei­di­gungs­wür­fel, wer­den die­se auch gewor­fen. Hier zäh­len alle Wür­fel, auch die, von schon evtl. benutz­ten Waf­fen. Nun wer­den die Ergeb­nis­se ver­gli­chen.

Ein Bogen bedeu­tet einen Tref­fer im Fern­kampf, ein Schwert einen Tref­fer im Nah­kampf. Schil­de blo­cken jeweils einen Tref­fer. Das Stern­sym­bol bedeu­tet einen kri­ti­schen Tref­fer und zählt immer als Tref­fer egal ob für Fern- oder Nah­kampf. Die­ser Wür­fel darf nun erneut gewür­felt wer­den und zählt bei Erfolg zusätz­lich zu den schon vor­han­de­nen Tref­fern. So sind Ket­ten­re­ak­tio­nen mög­lich.

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Alle durch­ge­gan­ge­nen Tref­fer ver­ur­sa­chen nun eine Wun­de. Die Wun­den­mar­ker wer­den auf die Kar­te des Hel­den oder neben die Figur des Mons­ters gelegt. Alle Spe­zi­al­ef­fek­te von Kar­ten, Hel­den oder Mons­tern müs­sen beim Aus­wer­ten der Tref­fer natür­lich mit­be­dacht wer­den.

Ein Held stirbt sobald die Anzahl an Wun­den sei­nen Lebens­punk­ten ent­spricht oder die­se über­steigt. Der Held wird dann zurück auf sei­ne Gild­enta­fel gestellt, ein getö­te­tes Mons­ter kommt auf die Brut – Tafel. Der Angrei­fer erhält für das Töten eine Beloh­nung meist in Form von Gold. Ein ver­stor­be­ner Held ver­liert alle sei­ne ein­ge­sam­mel­ten Mar­ker auf dem Feld, wo er gestor­ben ist. Die­se kön­nen nun von geg­ne­ri­schen Hel­den ein­ge­sam­melt wer­den. Er erhält zusätz­lich einen Todes­mar­ker, die auf der Hel­den­kar­te abge­legt wird, hier­für bekommt er am Ende der Kam­pa­gne Todes­flü­che.

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Der Spie­ler kann sich auch dazu ent­schei­den sei­nen Hel­den mal eine Ruhe­pau­se zu gön­nen und führt in die­ser Akti­vie­rung kei­ne Akti­on aus. Dafür wer­den alle Gil­den­plätt­chen von den benutz­ten Gegen­stän­den ent­fernt und sind nun wie­der ver­füg­bar, auch kön­nen Aus­rüs­tun­gen und Trän­ke unter den Hel­den ver­teilt wer­den. Getö­te­te Hel­den wer­den wie­der­be­lebt indem alle Wun­den­mar­ker ent­fernt wer­den und der Held wie­der auf das Start­feld der Gil­de oder in den Nah­be­reich eines ande­ren Hel­den gestellt wird.

Die Mons­ter in Arca­dia sind faul. Sie bewe­gen sich nie­mals selbst um Hel­den zu jagen oder anzu­grei­fen, son­dern blei­ben solan­ge ste­hen, bis ein Held ihren Nah­be­reich betritt oder sie ange­grif­fen wer­den. Der Spie­ler rechts des akti­ven Spie­lers über­nimmt nun die Mons­ter.

Mons­ter reagie­ren erst wenn ein Held des­sen Nah­be­reich durch­schrei­tet, das heißt nicht beim her­ein­tre­ten in die­sen, son­dern erst beim her­aus­tre­ten. eine soge­nann­te Wäch­ter – Reak­ti­on. Das Mons­ter greift den Held nun an, bewegt sich in der Regel aber nicht.

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20151212215221_20151212215221-Arcadia Quest-8548_20160904170249_20160904170249-Arcadia Quest-4302_Wird ein Mons­ter selbst ange­grif­fen und nicht auf einen Schlag erle­digt, hat es eine Rück­schlag – Akti­on. Anders als bei der Wäch­ter – Reak­ti­on kann es sich hier­bei um die ange­ge­be­nen Fel­der auf das Ziel zu bewe­gen. Nach dem Angriff des Hel­den wird das Mons­ter den Rück­schlag aus­füh­ren. Die­ser Kampf läuft genau­so wie ein Hel­den­an­griff ab.

Wur­den ins­ge­samt 5 Mons­ter getö­tet ist die Brut – Tafel voll und sie keh­ren zurück aufs Spiel­feld. Dazu wer­den für jedes Mons­ter 2 Wür­fel gewor­fen und die dazu pas­sen­den Brut­plätt­chen auf dem Spiel­plan gesucht. Dort wird das Mons­ter dann erneut abge­stellt, es sei denn dort ste­hen schon 2 Figu­ren oder das gewür­fel­te Brut­plätt­chen exis­tiert gar nicht. In bei­den Fäl­len kommt das Mons­ter aus dem Spiel.

Spielende:

Je nach Sze­na­rio­vor­ga­be endet das Spiel meist, wenn ein Spie­ler 3 Ques­ten erfüllt hat.

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Nun wird noch die Pha­se zwi­schen den Sze­na­ri­en abge­hal­ten. Hier kön­nen sich die Hel­den neu aus­rüs­ten und auch Todes­fluch­kar­ten erhal­ten, wenn sie wäh­rend des Sze­na­ri­os Todes­mar­ker erhal­ten haben. Die­se kön­nen den Hel­den in der nächs­ten Run­de durch bestimm­te Effek­te arg behin­dern. Los wird man die­se Flü­che durch Heil­trän­ke. Neue Aus­rüs­tung bekommt der Held durch die erhal­te­nen Mün­zen. Jeder Spie­ler erhält anhand der ent­spre­chen­den Stu­fe 6 neue Aus­rüs­tungs­kar­ten von denen er 2 behal­ten darf. Die ande­ren Kar­ten gibt er an den nächs­ten Spie­ler wei­ter, das geht solan­ge bis jeder Spie­ler wie­der 6 Kar­ten auf der Hand hat. Von denen darf er sich nun 3 aus­su­chen und zum auf­ge­druck­ten Preis erwer­ben. Die Aus­rüs­tung kann nun belie­big neu unter den Hel­den auf­ge­teilt wer­den.

Wird das Spiel im Kam­pa­gnen­mo­dus gespielt, beginnt nun ein neu­es Sze­na­rio.

Fazit:

Arca­dia Quest ist ein super lus­ti­ges und span­nen­des Aben­teu­er­spiel, das ohne einen bösen Over­lord aus­kommt, was sehr ange­nehm ist. Für Lang­zeit­mo­ti­va­ti­on ist mit den ver­schie­de­nen Sze­na­ri­en und der sich immer ändern­den Rei­hen­fol­ge gege­ben, auch kann eine Gil­de in jeder neu gestar­te­ten Kam­pa­gne immer neue Hel­den beein­hal­ten. Zum Glück sind ja auch schon eini­ge Erwei­te­run­gen erschie­nen, die jede Men­ge neue Sze­na­ri­en und Hel­den zusätz­lich ins Spiel brin­gen.

Gut gelun­gen fin­de ich, das jeder Spie­ler nicht nur einen Hel­den über­nimmt, son­dern gleich für eine gan­ze Gil­de mit 3 Hel­den ver­ant­wort­lich ist. So kann man immer wie­der tak­tisch über­le­gen, mit wel­chem Hel­den man am Bes­ten wel­che Akti­on wann macht, denn man soll­te schon die ver­schie­de­nen Fähig­kei­ten und Waf­fen in sei­ne Pla­nung mit ein­be­zie­hen.

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20160904193516_20160904193516-Arcadia Quest-4313_Auch das man fast gezwun­gen ist sei­ne Mit­spie­ler anzu­grei­fen, um die pas­sen­de Anzahl an Quests zu erfül­len hat sei­nen Reiz. So bringt es nichts sich ewig aus dem Weg zu gehen, man soll­te einen güns­ti­gen Moment zum Angriff nut­zen. Wenn der geg­ne­ri­sche Spie­ler gera­de einen gro­ßen Kampf mit einem Mons­ter hat­te und nun etwas geschwächt ist, bie­tet es sich an, ihm nun in den Rücken zu fal­len, da die Chan­ce ihn zu besie­gen doch rela­tiv groß ist.

Die Figu­ren sind ein­fach fabel­haft, enorm knud­de­lig, ich habe mich rich­tig in mei­ne Hel­den ver­liebt, sie ange­feu­ert, mit ihnen gelit­ten. Das Spiel macht viel aus sei­nen tol­len Mecha­ni­ken und man möch­te nach dem Durch­lauf eines Sze­na­ri­os am Bes­ten gleich das nächs­te dran­hän­gen. Die Geschich­te spielt sich über meh­re­re Sze­na­ri­en, bis man am Ende zum Ober­boss kommt. Die Kam­pa­gnen­form gefällt mir per­sön­lich sehr gut und auch die Hel­den­ent­wick­lung ist super.

Unsere Wertungen

Gesamt­wer­tung: 9.8 /​10.0
Stef­fi
kann weg lieber was anderes ungenügend mangelhaft nicht schön ist okay gut gemacht gerne wieder jederzeit wieder uneingeschränkte Empfehlung
10.0
Arca­dia Quest ist eines mei­ner abso­lu­ten Lieb­lings­spie­le und ver­dient sich die vol­le Punkt­zahl. Dies liegt vor allem an dem tol­len, inno­va­ti­ven Spiel­prin­zip. Jeder Spie­ler über­nimmt eine Gil­de mit 3 Hel­den und führt sie durch die ver­schie­de­nen Quests im Dun­ge­on und das ganz ohne Over­lord. Man gewinnt sie rich­tig lieb sei­ne klei­nen Hel­den mit den Knopf­au­gen und feu­ert sie bei ihren Kämp­fen Aben­teu­ern inner­lich rich­tig an. Dabei weiß vor allem der Kam­pa­gnen­mo­dus zu gefal­len, denn hier ent­fal­tet das Spiel sei­nen gan­zen Reiz. Die Hel­den kön­nen sich am Ende jedes Aben­teu­ers mit ihrem schwer ver­dien­ten Geld neue Aus­rüs­tung kau­fen und sich immer wei­ter ver­stär­ken. Dies ist bei den immer schwie­ri­ger wer­den­den Quests auch bit­ter nötig, denn die Mons­ter ler­nen auch dazu und wer­den schlag­kräf­ti­ger. Trotz der rela­tiv ein­fa­chen Regeln und Mecha­ni­ken wird es nie lang­wei­lig, ganz im Gegen­teil es ist immer span­nend und kann auch ganz schön stra­te­gisch sein. Auch wenn man einen Quest mal kom­plett ver­haut und auch ver­hau­en wird, kann man in der fol­gen­den Quest schon wie­der der Gewin­ner sein. Doch soll­te man gera­de im Kam­pa­gnen­mo­dus ver­su­chen nicht all­zu oft das zeit­li­che zu seg­nen, denn wenn man Pech hat, bekommt man für jedes Able­ben eine zufäl­li­gen Todes­fluch zuge­teilt. Und die­ser kann im nächs­ten Aben­teu­er ein ziem­li­ches Han­di­cap mit sich brin­gen, den man ent­we­der das gan­ze Aben­teu­er mit sich her­um­schlep­pen muss oder durch einen Heil­trank oder ähn­li­ches los­wer­den kann. Aus­stat­tung und Mate­ri­al sind wie von Cool Mini or Not nicht anders zu erwar­ten wie­der von aller­höchs­ter Qua­li­tät. Die Minia­tu­ren ste­chen da natür­lich wie­der her­vor und wenn sie dann so schön bemalt sind wie unse­re macht das Spiel noch­mal soviel Spaß. Und in die­sem Dun­ge­on Craw­ler spie­len wir nicht koope­ra­tiv son­dern gegen­ein­an­der. Das heißt wir wer­den uns auch gegen­sei­tig ganz schön auf die Müt­ze hau­en wenn es zu unse­rem Nut­zen ist und wenn nicht dann trotz­dem :). Denn was gibt es schö­ne­res als einem gera­de von einem Gefecht geschwäch­ten Geg­ner den Gna­den­stoß zu ver­pas­sen und damit rela­tiv ein­fach eine Quest zu erfül­len. Die­ses Spiel ist und bleibt der abso­lu­te Ham­mer und macht immer wie­der Spaß. Was freue ich mich wenn wir bald die nächs­te Kam­pa­gne star­ten und uns ins Aben­teu­er stür­zen. Und die nächs­ten Erwei­te­run­gen kom­men bestimmt.
Peter
kann weg lieber was anderes ungenügend mangelhaft nicht schön ist okay gut gemacht gerne wieder jederzeit wieder uneingeschränkte Empfehlung
9.5
Tol­le Figu­ren, schö­nes Spiel.Einfaches Prinzip:Suchen, ein­sam­meln und drauf hau­en.