Mein Traumhaus – Rezension

Mein Traumhaus Cover
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Auf das Spiel “Mein Traum­haus” sind wir eher durch Zufall gesto­ßen, da es ja eigent­lich sonst auch nicht unbe­dingt unse­ren Such­kri­te­ri­en ent­spricht. Auf der letzt­jäh­ri­gen Ber­lin Con wur­de es bei Pega­sus vor­ge­stellt und wir hat­ten das Glück end­lich mal eine freie Sitz­ge­le­gen­heit zu erha­schen, da war es uns fast egal, wel­ches Spiel dort gespielt wur­de. Peters Toch­ter hat es gefreut, denn sie hat­te schon lan­ge nach einem freu­en Tisch Aus­schau gehalten.

Spielprinzip/​Idee

End­lich ist es soweit. Unse­re 4 Wän­de ste­hen, jetzt geht es an die Innen­ein­rich­tung. In einer klei­nen Sied­lung wett­ei­fern wir dar­um das schöns­te Haus zu gestal­ten. Dafür rich­ten wir ver­schie­de­ne Räu­me ein, deko­rie­ren sie. Doch dafür brau­chen wir auch die pas­sen­den Hel­fer und das pas­sen­de Werk­zeug. Und dann war da ja noch die Sache mit dem Dach und unse­ren raff­gie­ri­gen Nach­barn, die uns die bes­ten Stü­cke weg­schnap­pen wollen.

Spielanleitung

Infobox – Mein Traumhaus

Mein Traumhaus - Cover
2 – 4 
ab 7
20 – 40 

Autoren Kle­mens Kalicki 
Gra­fi­ker Bar­tło­miej Kordowski 
Ver­lag Pega­sus Spie­le, Asmodee 
Jahr 2016
The­ma Kartenspiel 
Mecha­ni­ken Kar­ten draf­ten, Gedächt­nis, Pat­tern Buil­ding, Sets sammeln 

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Spielmaterial

Das Spiel­ma­te­ri­al ist sehr schön gestal­tet. Die Gra­fik mag abso­lut zu Gefal­len, auch der Comic­stil passt her­vor­ra­gend zu die­sem Spiel. Die Häu­ser­t­a­bleaus sind mei­nes Erach­tens etwas zu dünn gera­ten auch muss man auf­pas­sen das man durch eine wil­de Bewe­gung nicht sein gan­zes Haus zum Ein­sturz bringt, wenn dadurch die gan­zen Kar­ten durch­ein­an­der flie­gen und man alles müh­se­lig rekon­stru­ie­ren muss sofern dies über­haupt mög­lich ist.

Spielablauf

Jeder Spie­ler bekommt ein Hausta­bleau auf dem es 12 freie Plät­ze für Räu­me gibt. In jeder Run­de neh­men die Spie­ler sich jeweils eine Raum­kar­te und eine Spe­zi­al­kar­te vom Spiel­brett und bau­en sie anschlie­ßend in ihr Haus ein.

Raum­kar­ten stel­len die ver­schie­den Räu­me wie Kin­der­zim­mer, Bade­zim­mer, Schlaf­zim­mer, Wohn­zim­mer und Küche dar. Es kön­nen aber auch spe­zi­el­le Räu­me wie Kel­ler, Spie­le­zim­mer (gehört in jedes anstän­di­ge Haus) und Gara­gen dabei sein.

Spe­zi­al­kar­ten kön­nen Werk­zeu­ge, ver­schie­de­ne Hel­fer, Tei­le des Daches oder auch ein­fach nur Deko­ob­jek­te sein.

Zusätz­lich gibt es noch eine Start­spie­ler­kar­te, mit der kann man zwar sein Haus nicht ver­schö­nern, aber in der nächs­ten Run­de Start­spie­ler sein und so als ers­tes aus den aus­lie­gen­den Kar­ten aus­su­chen zu können.

Dabei gibt es eini­ge Lege­re­geln zu beach­ten. Zum Bei­spiel dür­fen Kel­ler­räu­me natür­lich nur in den Kel­ler gebaut wer­den und die ande­ren Räu­me nur in den bei­den obe­ren Eta­gen. Räu­me dür­fen auch nicht über lee­ren Fel­dern gebaut wer­den, man kann also nicht gleich in der zwei­ten Eta­ge anfan­gen, wenn direkt dar­un­ter noch nichts gebaut wurde.

Auch die Deko ist einem bestimm­ten Raum­typ zuge­ord­net, hat man dem im Haus gar nicht ver­baut, muss das Deko­ob­jekt unbe­nutzt abge­legt werden.

Die Werk­zeu­ge brin­gen nur Vor­tei­le im Ver­lauf des Spie­les wäh­rend man­che Hel­fer auch erst am Ende des Spiel Sieg­punk­te bringen.

Räu­me die nicht regel­kon­for­me ange­baut wer­den kön­nen, muss man ver­deckt als lee­ren Raum im Haus plat­zie­ren, was natür­lich so kei­ne Punk­te bringt.

Spielende

Nach 12 gespiel­ten Run­den endet das Spiel und es kommt zur Aus­wer­tung. Dabei sind die Raum­kar­ten an sich Sieg­punk­te wert, dabei kommt es auch auf die Grö­ße an, denn ein Raum kann nicht nur aus einer Kar­te bestehen son­dern auch aus 2 oder 3 neben­ein­an­der lie­gen­den Kar­ten. Die Deko­ra­ti­on bringt natür­lich Punk­te und zu guter Letzt natür­lich auch noch das Dach. Wenn es nicht fer­tig wird, man also weni­ger als 4 Dach­kar­ten hat, zählt es gar nicht. Am meis­ten Punk­te bringt es natür­lich, wenn es ein­far­big ist, Dach­fens­ter brin­gen noch zusätz­lich Punkte.

Punk­te gibt es auch noch für die Ver­tei­lung der Räu­me und in wel­cher Kom­bi­na­ti­on sie vor­han­den sind z.B. soll­te man immer eine Küche, Bad und Schlaf­zim­mer im Haus haben.

Fazit

Mein Traum­haus ist ein schö­nes Fami­li­en­spiel bei dem man vor immer neue Her­aus­for­de­run­gen gestellt wird. Was will man? Lie­ber ein gro­ßes Wohn­zim­mer dafür ein klei­ne­res Kin­der­zim­mer oder genau anders­her­um? Fra­gen über Fra­gen, und wenn dann gar nicht die gewünsch­ten Raum­tei­le erschei­nen oder der Mit­spie­ler sie einem vor der Nase weg­schnappt, war die gan­ze akri­bi­sche Pla­nung umsonst. Bis auf das Weg­schnap­pen der Kar­ten gibt es wenig Inter­ak­ti­on zwi­schen den Spie­lern, die Start­spie­ler­kar­te is also nicht zu ver­ach­ten. Den­noch soll­te man sich im kla­ren sein, das es ein Fami­li­en­spiel bleibt und dem­entspre­chend seicht ist. Für Viel­spie­ler wohl eher man nur als Absa­cker oder Ein­stieg zu emp­feh­len obwohl es auch da inter­es­san­te­re Spie­le gibt. Für Fami­li­en gera­de mit Kin­dern sicher­lich eine loh­nen­de Anschaf­fung, denn hier wird garan­tiert mehr wert auf die Optik anstatt auf die Sieg­punk­te spä­ter gelegt, schließ­lich heißt es ja auch “Mein Traumhaus”.

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