Partyspiele

Ich bin zuletzt mal dar­um gebe­ten wor­den ein paar Par­ty­spie­le vor­zu­stel­len. Par­ty­spie­le? Ich? Na gut, ver­su­chen wir es mal. Jetzt da die dunk­le Jah­res­zeit gekom­men ist und man öfters ob des Wet­ters zu Hau­se zusam­men am Tisch sitzt kann das ja nicht scha­den. Denn was macht man wenn man ger­ne spielt und zu Hau­se ist, rich­tig man setzt sich an den Tisch und spielt mit Freun­den und sei­nen Lie­ben. Und da es jetzt bald wie­der Zeit für die ein oder ande­re Fei­er ist (Weih­nach­ten, Sil­ves­ter) wo man zusam­men kommt, kön­nen ein paar Emp­feh­lun­gen in der Hin­sicht ja sicher nicht scha­den.

Zuerst möch­te ich ein­mal erklä­ren, was für mich Par­ty­spie­le sind.

Zum einen müs­sen sie für mich auf jeden Fall in grö­ße­ren Grup­pen spiel­bar sein, also teil­wei­se auch mit mehr als 6 Spie­lern, denn gera­de bei­spiels­wei­se Sil­ves­ter sind ja dann doch mal eher 6 — 10 Per­so­nen zu Gast und in zwei Grup­pen zu spie­len hal­te ich für unglück­lich. Schließ­lich möch­te man die Zeit ja zusam­men ver­brin­gen. Zum ande­ren soll­ten es Spie­le mit ein­fa­chen und ein­gän­gi­gen Regeln sein, so dass man auch Nicht- und/oder Wenig­spie­ler mit an den Tisch bekommt. Was natür­lich ganz wich­tig ist, sie soll­ten Spaß machen und vor allem wit­zig sein. Auch soll­ten sie die Spie­ler auch unter gewis­sem alko­hol­ein­fluss nicht all­zu arg über­for­dern. 😉

So wo fan­gen wir denn mal an:

1. Krazy Wordz oder Scrabble 2.0?

Kra­zy Wor­ds stand 2016 auf der Emp­feh­lungs­lis­te für das Spiel des Jah­res, wel­ches dann aber Code­na­mes wur­de. Scha­de, denn Kra­zy Wor­ds ist mei­ner Mei­nung nach das viel bes­se­re Spiel.

Wor­um geht es?

Wie der Name des Spiel schon ver­mu­ten lässt, han­tie­ren wir hier mit Buch­sta­ben und Wör­tern. Unse­re Auf­ga­be ist es neue Wor­te zu erfin­den, wel­che die es so noch nicht gibt die also ganz im Gegen­teil zu Scrabb­le, nicht im Duden ste­hen. Dabei bekommt jeder Spie­ler am Anfang der Run­de eine Auf­ga­ben­kar­te zu der er ein Wort erfin­den muss z.B. “Neu ent­deck­ter Pla­net”, “Etwas Run­des” oder “Neu­ar­ti­ges Bau­ma­te­ri­al”. Nun bekommt jeder noch 6 Kon­so­nan­ten und 3 Voka­le auf die Hand und dann kann der Spaß begin­nen.

Alle ver­su­chen nun gleich­zei­tig ein neu­es Wort zu erfin­den, das aber zu sei­ner Auf­ga­ben­kar­te passt, denn die Mit­spie­ler müs­sen nach­her mit ihren Tipp­kar­ten tip­pen wel­ches Wort zu wel­cher Auf­ga­ben­kar­te passt. Das ist leich­ter gesagt als getan wenn man nur X, Y und Ö’s oder so einen Kram an Buch­sta­ben zuge­teilt bekommt. Aber man muss das Bes­te dar­aus machen. Zum Glück ist man nicht ver­pflich­tet alles Buch­sta­ben zu ver­wen­den.

Sind alle Spie­ler fer­tig, wird die Run­de aus­ge­wer­tet. Die Auf­ga­ben­kar­ten wer­den nun gemischt und Zah­len zuge­ord­net, die in der Tisch­mit­te lie­gen. Um es noch etwas span­nen­der zu machen kommt noch eine Kar­te vom Sta­pel hin­zu, es ist also eine Nie­te immer dabei. Jeder Spie­ler legt nun ver­deckt sei­ne Tipp­kar­ten, wel­che den Zah­len bei den Auf­ga­ben­kar­ten in der Tisch­mit­te ent­spre­chen bei den Mit­spie­lern ab. Dabei legt er immer die Tipp­kar­te ab, wo er denkt das das erfun­de­ne Wort zu der Auf­ga­ben­kar­te passt. Sind alle Spie­ler damit fer­tig wird aus­ge­wer­tet.

Der ers­te Spie­ler liest sein Wort nun so vor, wie er meint das es aus­ge­spro­chen wird. Dann deckt er die Tipp­kar­ten vor sei­nem Tableau auf. Nun deckt er sei­ne eige­ne Tipp­kar­te die er anfangs als Zuord­nung hin­ter sein Tableau gelegt hat auf. Nun ist klar, wel­cher Tipp rich­tig ist. Nun wer­den Sieg­punk­te ver­ge­ben. Der Wort­er­fin­der bekommt für jeden rich­ti­gen Tipp sei­ner Mit­spie­ler einen Punkt und jeder Mit­spie­ler der das Wort rich­tig erra­ten hat erhält eben­falls einen Punkt. Jetzt wird reih­um wei­ter aus­ge­wer­tet. Anschlie­ßend geht es mit einer neu­en Run­de wei­ter. Das Spiel endet nach 6 Run­den.

Kra­zy Wor­ds ist ein abso­lut wit­zi­ges und kurz­wei­li­ges Spiel bei dem einem schon des öfte­ren vor Lachen die Trä­nen kom­men, wenn dann eini­ge urko­mi­sche Kom­bi­na­tio­nen zu Stan­de gebracht wer­den. Es ist ein total spa­ßi­ges Wort — Erfin­de — Spiel, wel­ches viel Fan­ta­sie erfor­dert. Über man­che Wör­ter wird noch tage­lang dis­ku­tiert wer­den. Nicht sel­ten kommt es vor das ein super pas­sen­des Wort zu einer ande­ren Auf­ga­be auf ein­mal viel bes­ser passt.

Es kann von 3 — 7 Mit­spie­lern gespielt wer­den und es gibt es ein­mal in der Fami­li­en — Edi­ti­on und zusätz­lich noch in der nicht ganz “jugend­frei­en” Ver­si­on die man bei­de mit­ein­an­der kom­bi­nie­ren kann und dann auch bis zu 14 Spie­ler teil­neh­men kön­nen.

Abso­lu­te Kauf­emp­feh­lung.

Infobox — Krazy Wordz

Krazy Wordz - Cover
3–7
ab 16
45

Autor Dirk Bau­mann, Tho­mas Oden­ho­ven, Mat­thi­as Schmitt
Gra­fi­ker Hei­ner Buck
Ver­lag Fish­tank
Jahr 2016

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2. Dr. Panic

Bei Dr. Panic sind wir ein Ärz­te­team in einem der ange­se­hens­ten Kran­ken­häu­ser der Regi­on. Unser Ziel ist es , die in die Not­auf­nah­me ein­ge­lie­fer­ten Pati­en­ten zu ret­ten bevor es zu spät ist. Dafür müs­sen wir eine Rei­he medi­zi­ni­scher Behand­lun­gen durch­füh­ren wie z. B. Nähen, Scan­nen, Wie­der­be­le­ben, Rönt­gen, Injek­tio­nen, Pil­len ver­schrei­ben, Instru­men­te anrei­chen oder Kon­troll­un­ter­su­chun­gen machen.

Doch damit noch nicht genug, zwi­schen­durch kön­nen aller­lei unan­ge­neh­me Din­ge pas­sie­ren wie z.B. ein unan­ge­neh­mer Herz­still­stand. Jetzt heißt es schnell reagie­ren, die aktu­el­le Behand­lung unter­bre­chen, um den Pati­en­ten zu ret­ten. Dafür muss natür­lich die pas­sen­de Herz­mas­sa­ge durch­ge­führt wer­den sowie der Defi­bril­la­tor start­klar gemacht wer­den um dem Pati­en­ten einen Schock zu geben. Schaf­fen wir es das Herz wie­der in Gang zu brin­gen kön­nen wir mit der eigent­li­chen Behand­lung fort­fah­ren.

Wei­ter­hin kann wäh­rend der Behand­lung noch das Tele­fon klin­geln und der Direk­tor anru­fen. Wie­der muss die Behand­lung unter­bro­chen wer­den um eine Ereig­nis­kar­te zu zie­hen. Die gefor­der­te Akti­on muss sofort aus­ge­führt wer­den, bevor die Behand­lung fort­ge­setzt wer­den kann.

Dies alles geschieht in Echt­zeit, das heißt es wer­den kei­ne klas­si­schen Run­den gespielt son­dern alle Spie­ler spie­len gleich­zei­tig und müs­sen den Pati­en­ten in 12 Minu­ten ret­ten. Dabei wird in zwei Ärz­te­teams gespielt, um zu gewin­nen müs­sen bei­de Teams alle Behand­lungs­kar­ten ihres Sta­pels erfolg­reich absol­vie­ren bevor der fina­le Gong ertönt.

Die­ses Spiel wird mit Hil­fe einer App gesteu­ert die uns Anwei­sun­gen gibt.

Bis­her haben wir haben Dr. Panic noch nicht sel­ber gespielt, doch für Sil­ves­ter steht es auf dem Spiel­plan. Wir haben es schon Live und in vol­ler Action auf einer der zahl­rei­chen Mes­sen die wir besucht haben gese­hen und es ging immer sehr hek­tisch zu aber alle waren am Lachen, die Spie­ler sowie auch die Zuschau­er. Das liegt zum einen schon an den tol­len Haar­net­zen die mit­ge­lie­fert wer­den und wäh­rend des Spiels getra­gen wer­den müs­sen. Die gan­ze Auf­ma­chung des Spiels ist abso­lut gut gelun­gen und wir freu­en uns schon auf unse­re ers­te Par­tie.

Dr. Panic ist für 2 — 9 Spie­ler geeig­net man braucht aller­dings einen frei­ste­hen­den Tisch um den sich alle Mit­spie­ler ver­sam­meln kön­nen.

Infobox — Doctor Panic

Doctor Panic - Cover
2–9
ab 7
12

Autor Rober­to Fra­ga
Gra­fi­ker Éric Aza­gu­ry
Ver­lag Repos Pro­duc­tion
Jahr 2016
The­ma Medi­zi­nisch, Par­ty­spiel, Geschick­lich­keit, Elek­tro­nik, Humor, Echt­zeit
Mecha­ni­ken Koope­ra­ti­ves Spiel

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3. Flick’em Up! Winter der Toten

Das Ori­gi­nal Flick’em Up! ist vor ein paar Jah­ren in einer wun­der­schö­nen Hol­ze­dedi­ti­on erschie­nen und spielt im Wil­den Wes­ten. Dort lie­fern sich die Teams der Ban­di­ten gegen die Geset­zes­hü­ter span­nen­de Gefech­te. Die­ses hat­ten wir mal auf einem Spie­le­treff aus­pro­biert und fan­den es alle total toll. Die lie­be­vol­le Auf­ma­chung der Figu­ren und der Gebäu­de alles im Wes­tern Stil gehal­ten doch lei­der war uns die­se Holz­ver­si­on immer zu teu­er. Spä­ter erschien das Spiel dann wohl auf­grund des­sen noch­mal in einer Plas­tik­ver­si­on die etwas güns­ti­ger war. In die­sem Jahr erschien dann aber die Aus­ga­be in Anleh­nung an das Spiel Win­ter der Toten wel­ches wir auch besit­zen, also war es eigent­lich klar das an einem unse­rer letz­ten Besu­che im Spie­le­la­den unse­res Ver­trau­ens das Spiel den Weg in unse­re Samm­lung fin­det und nur dar­auf war­tet an Sil­ves­ter in einer gro­ßen Run­de gespielt zu wer­den.

Bei die­sem Spiel geht es ums nack­te Über­le­ben. Töten oder getö­tet wer­den. Wir sind in ver­schie­de­nen Sze­na­ri­en auf der Suche nach Eßba­rem, müs­sen ver­schie­de­nen Auf­ga­ben erfül­len aber neben­bei immer die Zom­bies im Auge behal­ten, denn die lau­ern an jeder Ecke und dann haben wir kei­ne ande­re Wahl und müs­sen kämp­fen. Die wun­der­schö­nen Kom­po­nen­ten und die Sze­na­ri­en ver­wan­deln unse­ren Spie­le­tisch von nun an in das post­apo­ka­lyp­ti­sche Ödland einer Zom­bi­ein­va­si­on.

Bei die­sem Flick’em Up han­delt es sich um ein soge­nann­tes Schnipps­spiel im Zom­bie­öd­land. Jedes Sze­na­rio hat sei­nen eige­nen Auf­bau für den man einen mög­lichst gro­ßen Tisch benö­tigt der im Ide­al­fall auch von allen umrun­det wer­den kann.

Die Spie­ler steu­ern dabei die Hel­den­grup­pe. Jeder Held kann pro Run­de zwei Aktio­nen aus­füh­ren, bewe­gen oder angrei­fen. Bewegt Mann sich, wird die Figur durch eine Schei­be ersetzt die dann mit dem Fin­ger geschnipst wird. Alter­na­tiv kann man zur Waf­fe grei­fen, Stich- und Schlag­waf­fen sind lei­se, Schuss­waf­fen laut. Getö­te­te Zom­bies kom­men in den Zom­bie­kel­ler des Zom­bie­turms. Wur­de scharf geschos­sen gibt es eine Zom­bie — Reak­ti­on. Der Zom­bie­turm kommt zum Ein­satz und wird neben den am nächs­ten zum Spie­ler gele­ge­nen Zom­bie gestellt. Nun wer­den alle lie­gen­den Zom­bies und der ste­hen­de Zom­bie auf dem Turm plat­ziert. Die Dach­ver­stär­kung wird gezo­gen und die Zom­bies flie­gen durch den Turm auf das Spiel­feld. Alle Hel­den die umstür­zen neh­men nun Scha­den. Dies pas­siert auch bei jedem stil­len Angriff der erfolg­los war. Auf genaue­re Regeln möch­te ich hier nicht wei­ter ein­ge­hen.

Flick ‘em Up ist ein wirk­lich tol­les und lus­ti­ges Spiel wel­ches auch durch sei­ne Optik lebt. Die Stadt und die gan­zen Kom­po­nen­ten im Stil der Post­apo­ka­lyp­se sind stim­mungs­voll und tra­gen viel zum Spiel­ge­fühl bei. In der Box ist ordent­lich Mate­ri­al ent­hal­ten wel­ches sehr hoch­wer­tig pro­du­ziert wur­de. Aller­dings ist das Schnipp­sen so eine Sache und erfor­dert eini­ges an Übung.

Die Zom­bie­rut­sche simu­liert schön das unkon­trol­lier­te Ver­hal­ten der Zom­bies. Es ist ein kurz­wei­li­ges gesel­li­ges Spiel wel­ches sehr kom­mu­ni­ka­tiv ist, wenn die Grup­pe sich abspricht anfeu­ert oder man sich gegen­sei­tig pro­vo­ziert und auf­zieht. Für lus­ti­ge Aben­de mit oder ohne Alko­hol also bes­tens geeig­net.

Flick’em Up ist für 2–10 Spie­ler ab 14 Jah­ren aus­ge­legt. Eine Par­tei dau­ert ca. 45 Minu­ten.

Infobox — Flick ‘em Up!: Winter der Toten

Flick 'em Up!: Winter der Toten - Cover
1–10
ab 8
30–45

Autor Gaë­tan Beau­jan­not, Jean Yves Mon­per­tuis, Jona­than Gil­mour, Isaac Vega
Gra­fi­ker Chris Quil­liams, Atha Kanaa­ni
Ver­lag Pret­zel Games
Jahr 2017
The­ma Geschick­lich­keit
Mecha­ni­ken Koope­ra­ti­ves Spiel

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4. Half-Pint Heroes

Das Spiel Half-Pint Heroes haben wir das ers­te Mal auf der dies­jäh­ri­gen Ber­lin Brett­spiel Con von Hun­ter und Cron in einer gro­ßen Grup­pe gespielt und gleich für gut befun­den. In Essen in die­sem Jahr auf der SPIEL war es vor­rä­tig und wir konn­ten es mit eini­gen klei­nen Extras gleich mit­neh­men.

Es ent­führt uns in einen gemüt­li­chen Pub, in dem die Stim­mung kurz vorm Über­ko­chen ist. Obwohl die Gäs­te erst ein hal­bes Bier­chen intus haben, sind sie der Mei­nung es mit jedem hier drin­nen auf­neh­men zu kön­nen.

Bei dem Spiel selbst han­delt es sich um eine Mischung aus einem Stich­an­sa­ge­spiel und Texas Hold Em Poker. Zu Beginn jeder Run­de wird eine Kar­te auf­ge­deckt die bestimmt wie vie­le Kar­ten die Spie­ler auf die Hand bekom­men und wie vie­le Kar­ten offen in die Mit­te gelegt wer­den. Nach­dem jeder Spie­ler sei­ne Kar­ten ange­schaut hat, gibt er ver­deckt einen Tipp ab, wie vie­le Sti­che er in die­ser Run­de glaubt zu machen. Die Tipp wer­den dann umge­dreht und jeder Spie­ler wirft sei­nen Wett­chip auf die Ansa­ge­kar­te eines Mit­spie­lers, von dem er glaubt das er sei­nen Tipp nicht erfül­len kann.

Nun wer­den reih­um solan­ge Kar­ten aus­ge­spielt und Sti­che ein­ge­sackt bis kein Spie­ler mehr Kar­ten auf der Hand hat. Ansons­ten gibt es Punk­te für jeden erziel­ten Stich, Bonus­punk­te für das Erfül­len der eige­nen Ansa­ge und für erfolg­rei­che Wet­ten. Wer nach 10 Run­den die meis­ten Punk­te gesam­melt hat gewinnt das Spiel.

Fazit

Das beson­de­re bei die­sem Spiel ist, das die Kar­ten in der Mit­te von allen Spie­lern mit­be­nutzt wer­den kön­nen. Half-Pint Heroes bie­tet ein­fa­che und kla­re Regeln und ermög­licht einen schnel­len Ein­stieg. Zugleich bie­tet es eine gewis­se stra­te­gi­sche Tie­fe, Inter­ak­ti­on ist durch das gegen sei­ne Mit­spie­ler wet­ten kann in hohem Maße gege­ben. Zum ande­ren gibt es einen hohen Ärger-Fak­tor. Es kom­bi­niert zwei Spiel­ide­en mit­ein­an­der was hier aus­ge­zeich­net funk­tio­niert. Auf die Dau­er wird es bei uns Wiz­zard als das Stich — Spiel ablö­sen, da es sich nicht so lang­at­mig spielt und das Erzie­len der Sti­che durch das Poker­ele­ment viel reiz­vol­ler ist.

Half-Pint Heroes ist für 2 — 7 Spie­ler ab 9 Jah­ren und dau­ert unge­fähr 30 Minu­ten.

Infobox — Half-Pint Heroes

Half-Pint Heroes - Cover
2–7
ab 9
30–60

Autor Roland Gos­lar, Johan­nes Gos­lar, Søren Schaffstein
Gra­fi­ker Lars-Arne “Mau­ra” Kalus­ky
Ver­lag Corax Games
Jahr 2017
The­ma Kar­ten­spiel, Humor
Mecha­ni­ken Sets sam­meln, Gleich­zei­tig, Trick-taking

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5. Do De Li Do

Mit dem Spiel Do De Li Do sind wir die­ses Jahr das ers­te Mal an einem Spiel­etag der Let­te­ra­ner Brett­spie­ler in Kon­takt gekom­men. Und was sol­len wir sagen, sel­ten haben wir an einem Mor­gen soviel gelacht.

Bei die­sem Spiel han­delt es sich um ein lus­ti­ges Kar­ten­spiel bei dem es gilt blitz­schnell zu schal­ten und die rich­ti­ge Aus­sa­ge zu rufen um sei­ne Kar­ten los­zu­wer­den. Aber Vor­sicht vor der lang­sa­men Schild­krö­te oder dem bis­si­gen Kro­ko­dil.…..

Wer an der Rei­he ist legt sei­ne obers­te Hand­kar­ten offen auf einen der drei Abla­ge­sta­pel. Nun ruft er blitz­schnell was in der Mit­te zu sehen ist: Tier, Far­be oder Dodel­i­do. Doch das ist ein­fa­cher gesagt als getan. Die Kar­ten zei­gen ver­schie­de­ne Tie­re und die­se auch in ver­schie­de­nen Far­ben. Nun muss der akti­ve Spie­ler beim Aus­spie­len sei­ner Kar­te — die Spie­ler hal­ten ihre Kar­ten als ver­deck­ten Sta­pel und zie­hen die obers­te Kar­te — um die­se dann rasch auf einen der drei Abla­ge­sta­pel zu legen — eine Aus­sa­ge tref­fen und zwar schnell.

Dabei gilt es immer die aus­lie­gen­de Mehr­heit kor­rekt zu benen­nen, lie­gen bei drei Kar­ten 2 glei­che Tie­re, die aber eine ande­re Far­be zei­gen, so wird die Tier­art wie z.B. Fla­min­go genannt, von der die zwei Kar­ten aus­lie­gen. Lie­gen hin­ge­gen unter­schied­li­che Tie­re aber in z.B. Zwei glei­chen Far­ben wie Blau wird die Far­be benannt. Äh, wie jetzt??

Es kommt aber auch vor, das z.B. zwei glei­che Tie­re und ein wei­te­res aus­lie­gen, aber alle in der­sel­ben Far­be. In die­sem Fall hat die Far­be die Mehr­heit, weil 3 glei­che Far­ben zu zwei glei­chen Tie­ren. Somit wird hier die Far­be benannt.

Soll­te es hier ein­mal zu einem Unent­schie­den kom­men, weil z.B. zwei glei­che Tie­re und zwei­mal die glei­che Far­be zu sehen sind, muß DoDeL­i­Do geru­fen wer­den.

Zu allem Über­fluss gibt es da ja noch die Son­der­kar­te “Schild­krö­te”, da es bei ihr ja immer etwas lang­sa­mer zugeht, ver­langt jede Aus­sa­ge vor­weg ein “Öh”, es gehen auch meh­re­re “Öhs” für meh­re­re Schild­krö­ten.

Bei der Son­der­kar­te “Kro­ko­dil” müs­sen die Spie­ler ganz schnell ihre Hand auf die Kar­te pat­schen, der Letz­te muss lei­der den gesam­ten Kar­ten­sta­pel an sich neh­men.

Wer einen Feh­ler bei sei­ner Aus­sa­ge macht, muss eben­falls den gesam­ten aus­lie­gen­den Kar­ten­sta­pel zu sich neh­men. Zu Beginn einer Run­de oder immer wenn nichts ande­res passt wird übri­gens “Nix” geru­fen. Die Aus­sa­ge soll­te dem Spie­ler eigent­lich übri­gens inner­halb von ca. 3 Sekun­den von den Lip­pen gekom­men sein.

DoDeL­i­Do ist so ein wun­der­bar chao­ti­sches Spiel für jede Alters­klas­se. Es gibt vie­le ver­schie­de­nen Kom­bi­na­tio­nen auf die man zu ach­ten hat und man muss sich ganz schön sein Gehirn ver­dre­hen. Das Spiel schafft es die Spie­ler zur puren Ver­zweif­lung zu brin­gen. Es braucht kei­ne lan­gen Regeln, ist schnell auf­ge­baut und wird mit stei­gen­dem Alko­hol­spie­gel bestimmt immer lus­ti­ger.

DoDeL­i­Do ist für 2 — 6 Spie­ler ab 8 Jah­ren geeig­net und hat eine Spiel­dau­er von 10 — 20 Minu­ten.

Infobox — Dodelido

Dodelido - Cover
2–6
ab 8
10–20

Autor Jac­ques Zei­met
Gra­fi­ker Rolf Vogt
Ver­lag Drei Magi­er Spie­le
Jahr 2016
The­ma Kar­ten­spiel, Geschick­lich­keit, Tie­re, Kin­der­spiel, Echt­zeit
Mecha­ni­ken Schau­spiel

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