Star Trek Adventures – Playtest 1

Das 2D20 System, das uns Modiphius Star Trek Adventures hier spendiert hat, macht einen guten Eindruck. Die Möglichkeiten, die man hier hat um die Probenergebnisse zu beeinflussen, sind schon was feines. Denn so oft habe ich das noch nicht gesehen, das man tatsächlich auch noch nach dem gescheiterten Wurf die Möglichkeit hat, Momentum zu addieren und es doch noch im letzten Moment zu schaffen. Ebenfalls, das man die Fähigkeiten mit den Fertigkeiten kombinieren kann, angepasst an die jeweilige Situation ist einfach ein schönes Element. Daraus kann man gut etwas machen.

Was mir allerdings etwas aufstösst ist die zugrundeliegende Linerarität. Klar, ein Teil ist hier dem Einstiegsabenteuer geschuldet, das mal alle Regelteile vorstellen möchte und daher so gestaltet ist. Doch denke ich, das das ganze Spielsystem darauf abzielen dürfte. In diese Richtung gehen auch die „Threat“ Punkte des Meisters, die er ähnlich wie das Momentum der Mitspieler für Extraaktionen ausgeben kann. Das finde ich im Rollenspielkontext etwas gewöhnungsbedürftig. Zumindest ist der Meister in meinem Verständnis sowieso der Herr der Lage und derjenige, der die Strippen im Hintergrund zieht – dafür braucht er keine „Meisterpunkte“ – es ist schliesslich sein Job, sich um die Welt zu kümmern, wenn man so will.

Doch gut, wahrscheinlich ist Star Trek Adventures für relativ eng abgesteckte Abenteuer ausgelegt, wo sich solche Dinge auch machen lassen (z.B. Threat für das Schliessen einer Tür oder die Blockade eines Ganges auszugeben). Das erinnert mich an HeroQuest bzw. ähnliche Abenteuer, die streng nach Schema F laufen. Macht Spaß, aber wenn ich da an meine Rollenspielrunden denke, passt das schon mit der ersten Szene nicht mehr zusammen 😀

So war es jedenfalls eine schöne Vorstellung der Spielmechaniken, auch wenn es in diesem Fall gegen Ende doch eine reine Würfelorgie wurde. Diese haben wir dann auch nicht bis zum Ende ausgereizt, denn wie es läuft, war uns dann auch klar. Das sollte in einem echten Abenteuer deutlich besser eingebaut werden.

Was das fertige Spiel jedoch jeden Fall brauchen wird, sind a) die Lagepläne der einzelnen Abenteuerszenen und b) eine Möglichkeit, „Extended Tasks“ vernünftig festzuhalten. Sei es mit Markern auf einer Fortschrittsleiste, etwas zum Schieben, oder ähnlichem.

Insgesamt war es schön, mal wieder etwas Rollenspielluft zu schnuppern – gern mehr 🙂

Star Trek Adventures – Playtest

Star Treak Adventures - Logo
Star Treak Adventures – Logo

Auf der Spiel in Essen haben wir spontan Kontakt zu Modiphius Games gehabt und uns für einen Spieltest von „Star Trek Adventures“ eingeschrieben. Es handelt sich dabei um ein alpha-Test eines bisher auf englisch entworfenes Rollenspiel im Star Trek Universum, das auch Unterstützung von variablen Spielplänen und Miniaturen bekommen soll.

Dabei können Spielrunden in unterschiedlichen Epochen stattfinden, wie beispielsweise die Zeit von Captain Kirk, McCoy und Spock oder aber auch von Picard, Riker und Data. Die Spieler übernehmen dabei die Crew eines Raumschiffes und werden gemeinsam die unterschiedlichsten Missionen bestreiten.

Und, was eigentlich das spannendste an Star Trek Adventures sein soll, ist, das sich um ein „Living“ Rollenspiel handeln. Sprich, die Ausgänge von Missionen und Begegnungen beeinflusst die Spielgeschichte auf großer Ebene. Wird also beispielsweise bei einem offiziellen Event, einer etwaigen Schlacht gegen die Klingonen ein Planet verloren, so bleibt er es auch in der vorgeschriebenen Föderationsgeschichte.

Ausserdem soll in dem Spiel viel Wert auf Authentizität gelegt werden, also möglichst nah an der Serie gehalten sein. So ist oftmals Kampf nicht das beste Mittel der Wahl, gern taucht auch ein zu lösendes moralisches Dilemma auf und vorherige Entscheidungen beeinflussen, wie der weitere Verlauf sein wird.

Noch sind die Regeln und das ganze Werk in der Alpha-Phase, das heisst, noch ist nichts vollständig. Erscheinen soll das Spiel erst ab Mitte 2017, jedoch werden wir bald die erste Testrunde starten und schauen, wie gut es sich anfühlt.

Wenn Ihr mögt, schaut doch in unserem Forenbereich vorbei, denn ich könnte mir denken, das einiges an Gesprächsbedarf aufkommen dürfte in unseren Testrunden.

Wer möchte, kann unten auf das Bild klicken und sich bei Modiphius.com mehr Informationen (englisch) holen und vielleicht gar selbst „einschreiben“.

Dioramica 2016 – Eindrücke

Im November haben wir die erste stattfindende Dioramica in Hannoversch Münden besucht. Peter hatte durch einen Flyer auf der Tactica von der Veranstaltung erfahren. Nach der entspannten Fahrt erwartete uns dort ein sehr abwechslungsreiches Programm. Viele Platten und „Plättchen“ – viel historisches, teilweise schon 400 Christus im alten Phönizien bis hin zu modernen Hubschraubereinsatz. Es gab afrikanische Szenen, im alten Ägypten, Römerkämpfe im dichten Wald, nachgebaute Gemäldeszenen, Piratennester und vieles mehr.

Sehr beeindruckend ist auch die permanente Ausstellung im ersten Stock des „Schmucken Jäger“s. Dort kann man sich beispielsweise einen Überblick über Völkerschlacht 1813 „Cröbern“ machen – mit über 20.000 Zinnfiguren auf 51 qm. Wenn man mal auf dem Weg durch Hannoversch Münden ist, dann sollte man hier mal einen Stopp einlegen.

Doch nun die versprochenen Bilder:

Den Anfang macht CARNUNTUM MCMCIII, von Hans Grussmayer aus Kassel

Danach führt uns Hans Grussmayer weiter zu archäologischen„Ausgrabungen“, nach Ägypten in etwa ins Jahr 1914 (dem Siegerdiorama des Wettbewerbs – herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle)


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