Gespielt – Der wöchentliche Spielerückblick Nr.13

Woche vom 10.04.17 – 16.04.17 KW 15

Mittwoch

Die­sen Mitt­woch wur­de wie­der im Ver­ein gespielt und natür­lich hat­ten wir unse­re bei­den Neu­erwer­bun­gen vom Wochen­en­de mit dabei. Die­se sind bei­de noch rela­tiv neu und teil­wei­se noch gar nicht im Han­del zu erhal­ten.

El Gaucho

Gestar­tet haben wir mit “El Gau­cho”. Das Spiel war schnell erklärt und wir konn­ten mit Lars gleich los­le­gen.

Bei mir und mei­nen Kuh­her­den lief es anfangs über­haupt nicht, ent­we­der schnapp­te mir jemand die pas­sen­den Kühe vor der Nase weg oder es gab halt lan­ge Zeit gar kei­ne pas­sen­den Kühe. So schick­te ich mei­ne Gau­chos erst ein­mal auf die Son­der­ak­tio­nen, um die­se dann spä­ter bes­ser ein­set­zen zu kön­nen. Lei­der waren oft­mals die Kühe auf den Wei­den für mich ent­we­der zu teu­er (also nur Anzahl­bar) oder sie hat­ten die fal­schen Num­mern für mich. Blöd gelau­fen.

Ich ver­pass­te es dann aber, im Gegen­satz zu den Ande­ren, die Geld schef­fel­ten ohne Ende, mei­ne Her­den, auch wenn sie klein waren, ein­mal los­zu­wer­den. Ich konn­te mich von so einer klei­ner Her­de sehr schlecht tren­nen. Aller­dings konn­te ich immer­hin ein oder zwei­mal die Son­der­ak­ti­on zum Zwi­schen­schie­ben nut­zen und so auch unpas­sen­de Kühe ver­wen­den.

Lei­der hat­te ich am Anfang schon zu viel Zeit ver­trö­delt, die ande­ren waren am Ende schon auf der Sieg­punkt­leis­te fast zwei­mal her­um, wäh­rend ich bei 97 Punk­ten rum­hang und es noch nicht ein­mal schaff­te den 100er Sack zu bekom­men. Die­se Par­tie ist abso­lut an mir vor­bei­ge­gan­gen, nichts klapp­te wie es soll­te. Es hat trotz­dem wie­der gro­ßen Spass gemacht.

Infobox – El Gaucho

El Gaucho - Cover
2 – 4
ab 10
60

Autoren Arve D. Füh­ler
Gra­fi­ker Den­nis Lohau­sen
Ver­lag Argen­tum Ver­lag
Jahr 2014
The­ma Tie­re, Land­wirt­schaft
Mecha­ni­ken Wür­fel, Sets sam­meln, Worker Pla­ce­ment

Du planst “El Gaucho” zu kaufen?
Dann unterstütze uns doch bitte:

The King’s Will

Als nächs­tes befass­ten wir uns dann mit “The King’s Will”.

Um Peter nicht die Lau­ne an dem Spiel zu ver­der­ben haben wir ich gleich unse­re Son­der­re­gel schon ein­ge­führt. Sieg­be­din­gungs­kar­ten dür­fen, wenn sie schon ein­mal ange­guckt wur­den, zwi­schen­durch auch noch ein- oder mehr­mals betrach­tet wer­den. Denn eigent­lich ist es in der Regel nicht vor­ge­se­hen, das man sich die Kar­ten noch­mal angu­cken darf, es steht aber auch nicht da, das es ver­bo­ten ist. Aus­le­gungs­sa­che!!

Dann ist dies von nun an unse­re Haus­re­gel, ich muss zuge­ben, ich habe sie auch ein­mal benutzt, denn gera­de bei den Kar­ten, wo es auf die Rei­hen­fol­ge und die Anzahl ankommt, ist es ein­fach blöd, wenn man da falsch gebaut hat. So waren alle zufrie­den


Lei­der war heu­te auch bei die­sem Spiel für mich nichts zu holen. Irgend­wie woll­te aber auch gar nichts gelin­gen, sol­che Tage muss es auch geben. Schließ­lich hat­te ich das Pro­be­spiel in Ratin­gen ja schon ein­deu­tig für mich ent­schie­den.


Für Lars war die­se Run­de ja die ers­te Par­tie und er schien sich schnell zurecht­zu­fin­den. Ich muss sagen, Mar­tin hat­te es auch sehr gut erklärt, der Erklä­rer in Ratin­gen übri­gens auch. Nur unser Mit­spie­ler in Ratin­gen war anschei­nend noch etwas über­näch­tigt gewe­sen, muss­te man ihn doch des öfte­ren dar­an erin­nern sei­nen Zug zu machen und was er denn machen kann. Dies war bei Lars natür­lich nicht der Fall, als ein­deu­ti­ger Viel- und Exper­ten­spie­ler hat man die Regeln auch rela­tiv schnell drin­nen.

Teil­wei­se ließ sich auch in die­ser Par­tie ahnen, auf was für Sieg­punkt­be­din­gun­gen die Ande­ren spiel­ten. Doch da nützt es einem auch nichts, wenn man sich die Kar­ten noch­mal angu­cken kann und eine wich­ti­ge Bedin­gung ver­gisst, so wie bei mir. Ich bau­te flei­ßig Seen­plätt­chen, ver­gaß aber am Ende auch Bau­ern dar­auf zu plat­zie­ren, toll, rich­tig gucken will gelernt sein. So brach­te ich mich sel­ber ins Hin­ter­tref­fen aber gewin­nen hät­te ich nicht mehr damit kön­nen, die Jungs waren schon zu weit ent­fernt, ihre Maschi­ne­rie lief schon im vol­len Gan­ge, wäh­rend mei­ne ordent­lich stot­ter­te.

Das Spiel war schnel­ler zu Ende als gedacht, Peter hat­te schon Angst er wür­de es nicht mehr recht­zei­tig nach Hau­se schaf­fen, aber in Ratin­gen wur­den wir halt gebremst. In unse­rer Run­de schaf­fen wir das in der vor­ge­se­he­nen Zeit oder sogar noch schnel­ler. Wir sind halt (manch­mal…) soooo gut 😉

Infobox – The King’s Will

The King's Will - Cover
2 – 4
ab 10
50 – 90

Autoren Hans-Peter Stoll
Gra­fi­ker Harald Lies­ke
Ver­lag ADC Black­fire Enter­tain­ment GmbH
Jahr 2017
The­ma Land­wirt­schaft, Mit­tel­al­ter, Gebiets­aus­bau

Du planst “The King’s Will” zu kaufen?
Dann unterstütze uns doch bitte:

Freitag

Am Kar­frei­tag tra­fen wir uns mit Lars bei uns zu einem Spiel­etag – und das schon früh um 9:30, da wir alle an die­sem Tage nicht lan­ge schlie­fen und dann vor­ver­leg­ten. Umso schnel­ler mit dem Spie­len star­ten.

Terraforming Mars

Da wir alle noch so frisch waren, star­te­ten wir mit einer Par­tie “Ter­ra­forming Mars” in den Tag. Jeder Spie­ler über­nimmt hier die Rol­le eines Kon­zerns, die den Mars ter­ra­for­men wol­len. Dafür muss der Sauer­stoff­ge­halt ange­passt, die Tem­pe­ra­tur erhöht und mög­lichst die Ober­flä­che mit Wald, Oze­an und auch Städ­ten bebaut wer­den.

Die Regeln waren nach einer kur­zen Wie­der­auf­fri­schung schnell wie­der zurück und so konn­te es los­ge­hen.

Bei mir lief es anfangs wie am Schnür­chen, ich konn­te ziem­lich schnell vie­le Kar­ten ins Spiel brin­gen, die mir mei­nen Geld­ertrag kon­ti­nu­ier­lich stei­ger­ten. Ich war der Meis­ter der Titan­pro­duk­ti­on und konn­te die­se im Ver­lauf auch sehr gut ver­wen­den. Auch bekam ich rela­tiv schnell Kar­ten mit Sieg­punk­ten für die End­wer­tun­gen auf die Hand, auf die­se konn­te ich im Ver­lauf des Spiels natür­lich geschickt hin­ar­bei­ten, war doch noch genug Zeit. So hat­te ich zwei Kar­ten, bei denen ich Kar­ten mit Jupi­ter­sym­bo­len sam­meln muss­te und die mir pro Kar­te mei­nen Geld­ertrag um 1 erhöh­ten, da dies die Spe­zi­al­fä­hig­keit mei­nes Kon­zerns war. Dadurch war ich natür­lich dar­auf bedacht mög­lichst vie­le die­ser Kar­ten zu bau­en, denn anfangs ist das Geld noch knapp.

Doch irgend­wann war es dann vor­bei mit den Jupi­ter­kar­ten, ich bekam kei­ne mehr auf die Hand, so muss­te ich lang­sam auch mal zuse­hen, mich auf dem Mars breit zu machen. Die bei­den Jungs hat­ten hier schon ordent­lich vor­ge­legt und ich hat­te noch kein ein­zi­ges Plätt­chen plat­ziert, nur die bei­den Städ­te auf den Mon­den außer­halb des Pla­ne­ten gin­gen unter mei­ne Kon­trol­le. Auch hat­ten die bei­den schon ange­fan­gen Mei­len­stei­ne und Aus­zeich­nun­gen zu set­zen, sodass ich letzt­end­lich nur noch einen Stein für mich plat­zie­ren konn­te. Dumm gelau­fen. Hof­fent­lich wür­de es am Ende noch rei­chen… denn bei mir stock­te es gera­de gewal­tig, da nutz­te es mir auch nichts, jede Run­de über unend­lich Geld zu ver­fü­gen, wenn man es nicht sinn­voll ein­setz­ten konn­te.

Das Spiel näher­te sich schnell unwei­ger­lich dem Ende und ich konn­te nichts dage­gen machen. Es gelang mir noch ein paar Oze­an­plätt­chen zu plat­zie­ren, aber mehr dann auch nicht.

Mar­tin ent­schied das Spiel dann ein­deu­tig für sich, Lars und ich schaff­ten es immer­hin noch auf den geteil­ten zwei­ten Platz.

Trotz­dem immer wie­der ein tol­les Spiel, was sehr von der Span­nung lebt und auch ein biß­chen vom Glück, da man ja auch nie weiß was für Kar­ten man auf die Hand bekommt und vor allem auch wann. Es ist unglaub­lich atmo­sphä­risch, man stellt sich vor, das es sich ein­mal genau­so abspie­len könn­te. Und man muss immer auf die Gege­ben­hei­ten reagie­ren kön­nen und am Bes­ten wenig mit sich und den Kar­ten hadern.

Infobox – Terraforming Mars

1 – 5
ab 12
90 – 120

Autoren Jacob Fry­xe­li­us
Gra­fi­ker Isaac Fry­xe­li­us
Ver­lag Strong­hold Games, Schwer­kraft-Ver­lag
Jahr 2016
The­ma Umwelt, Indus­trie /​Pro­duk­ti­on, Sci­ence Fic­tion, Wirt­schaft, Gebiets­aus­bau
Mecha­ni­ken Kar­ten draf­ten, Kar­ten­hand ver­wal­ten, Tile Pla­ce­ment, Varia­ble Play­er Powers

Du planst “Terraforming Mars” zu kaufen?
Dann unterstütze uns doch bitte:

Railroad Revolution

Wei­ter ging es mit “Rail­road Revo­lu­ti­on”, ein Spiel vom Pile of Shame. Ja lie­ber Pile, nimm dich in Acht, irgend­wann krieg ich dich noch…

Ein Spiel von “What’s your Game”, was auf der SPIEL 2016 schon nach weni­gen Stun­den aus­ver­kauft war, lei­der. Mit Spie­len von “What’s Your Game” haben wir immer gute Erfah­run­gen gemacht, so woll­te ich dies natür­lich auch ger­ne in mei­ne Samm­lung auf­neh­men, muss­te aber noch eini­ges an Zeit war­ten, bis es online wie­der ver­füg­bar war und ich es bestel­len konn­te. Bis jetzt aller­dings lag es noch unaus­ge­pöp­pelt im Regal, doch heu­te woll­ten wir es ein­mal ange­hen.

Dabei han­delt es sich, wie der Name schon ver­mu­ten lässt, um ein Eisen­bahn­spiel.

Natür­lich spielt das Spiel in Ame­ri­ka im 19. Jahr­hun­dert. Die ver­schie­de­nen Eisen­bahn­un­ter­neh­men ste­hen im Wett­streit zur Erschlie­ßung der Stre­cken um Ame­ri­ka zu ver­ei­nen. Die Spie­ler lei­ten dabei ein klei­nes Unter­neh­men an der Ost­küs­te und kon­kur­rie­ren mit ihren Mit­spie­lern um die Erwei­te­rung des Stre­cken­net­zes nach Wes­ten. Dies geschieht mit Hil­fe von Arbei­tern, wel­che anfangs nur bestimm­te Aktio­nen erle­di­gen kön­nen.

Im Lau­fe des Spiels kön­nen wir aber bes­se­re Arbei­ter aus­bil­den oder durch Bau von Bahn­hö­fen als Boni bekom­men, die bes­se­re Aktio­nen aus­füh­ren kön­nen. Neben dem Aus­bau der Stre­cken und dem Bau der Bahn­hö­fe müs­sen wir auch noch ein Auge auf die Tele­gra­fen­mas­ten haben, denn auch durch sie gibt es ver­schie­de­ne Boni und vor allem die wich­ti­gen Akti­en.

Anfangs lief es noch ziem­lich holp­rig, da man auf­grund der vie­len Mög­lich­kei­ten etwas erschla­gen war, aber umso wei­ter das Spiel vor­an­schritt umso bes­ser fand man sich im Spiel zurecht. Ein abso­lut gran­dio­ses Spiel mit sehr viel Tie­fe, wie ich fin­de.

Sieg­punk­te gibt es hier nicht nur für das Erfül­len der Auf­trä­ge, son­dern auch durch die ver­schie­de­nen Errun­gen­schafts­leis­ten. Die­se wer­den durch die Posi­tio­nen sei­ner Mar­ker auf den drei Leis­ten gekenn­zeich­net und die­se Leis­ten soll­te man nicht wie ich, aus den Augen ver­lie­ren, denn hier gibt es am Ende noch­mal ordent­lich Punk­te zu ver­die­nen. So hat­te ich zwar die meis­ten Auf­trä­ge erfüllt und dafür auch ordent­lich Punk­te kas­siert, Mar­tin hat­te sich aber auch auf die Leis­ten kon­zen­triert und somit den Sieg davon­ge­tra­gen. So ein Mist, nun gut beim nächs­ten Mal ist man schlau­er. Das macht Hun­ger auf mehr, ich hof­fe wir kön­nen es bald wie­der ein­mal spie­len.

Infobox – Railroad Revolution

2 – 4
ab 12
45 – 90

Autoren Mar­co Canet­ta, Ste­fa­nia Nicco­li­ni
Gra­fi­ker Maria­no Ian­nel­li
Ver­lag Pega­sus Spie­le, What’s Your Game?
Jahr 2016
The­ma Indus­trie /​Pro­duk­ti­on, Züge
Mecha­ni­ken Route/​Network Buil­ding

Du planst “Railroad Revolution” zu kaufen?
Dann unterstütze uns doch bitte:

Nach dem Spiel war erst­mal irgend­wie die Luft raus und wir brauch­ten eine Pau­se. Die­se wur­de mit Dips, Tacos und Gemü­se­sticks genutzt. Neben­bei schau­ten wir noch den Film “Guar­di­ans of the Gala­xy”, den Lars mit­ge­bracht hat­te in 3D. Zwar kein Spiel, aber ein super lus­ti­ger Film, von dem es jetzt bald einen zwei­ten Teil im Kino geben soll.

Qwixx

Im Anschluss und Abschluss reich­te es noch für ein paar Par­tei­en Qwi­xx mit den unter­schied­li­chen Vari­an­ten.

Wäh­rend Lars und Mar­tin dar­auf beses­sen waren, ihre Rei­hen mög­lichst schnell abzu­schlie­ßen, kom­me was wol­le, woll­te ich doch lie­ber so vie­le Kreu­ze wie mög­lich set­zen um mög­lichst vie­le Punk­te zu gene­rie­ren. Lei­der fie­len die Wür­fel jedoch nicht so rich­tig, wenn ich an der Rei­he war. So wur­de Rei­he um Rei­he abge­schlos­sen, in denen ich nur 3 oder 4 Kreu­ze hat­te. Hmmm, komi­sche unter­schied­li­che Stra­te­gi­en.

Infobox – Qwixx

Qwixx - Cover
2 – 5
ab 8
15

Autoren Franz Voh­win­kel, Stef­fen Benn­dorf
Gra­fi­ker Ken Fisher, Oli­ver Freu­den­reich, San­dra Freu­den­reich
Ver­lag Nürn­ber­ger-Spiel­kar­ten-Ver­lag
Jahr 2012
The­ma Wür­fel
Mecha­ni­ken Wür­fel, Paper-and-Pen­cil

Du planst “Qwixx” zu kaufen?
Dann unterstütze uns doch bitte:

Nach­dem wir jedes der neu­en Vari­an­ten ein­mal durch­ge­spielt hat­ten, ver­ab­schie­de­te sich der Lars bis mor­gen. Ein tol­ler Tag ging zu Ende und der nächs­te ließ nicht lan­ge auf sich war­ten.

Samstag

Auch am Sams­tag star­te­ten wir wie­der mit dem obli­ga­to­ri­schen Früh­stück, dies­mal aber mit Bröt­chen vom Bäcker und dem lecke­ren Mett vom Schlach­ter.

Village

Als Ein­stieg hat­ten wir uns für “Vil­la­ge” ent­schie­den, die­ses tol­le Spiel hat­ten wir schon lan­ge nicht mehr auf dem Tisch und Lars kann­te es auch noch nicht.

Hier­bei müs­sen wir die Arbei­ter unse­rer Fami­lie, mög­lichst gewinn­brin­gend auf den ver­schie­de­nen Akti­ons­fel­dern ein­setz­ten, bevor sie nach einer gewis­sen Zeit das Zeit­li­che seg­nen. Denn der Zeit­mar­ker auf dem Hof­ta­bleau schrei­tet unauf­halt­sam vor­an und jede Akti­on kos­tet unter­schied­lich Zeit, über­schrei­tet er die Brü­cke, kommt für ein Mit­glied er Fami­lie unwei­ger­lich der Tod. Und dabei ster­ben immer zuerst die Mit­glie­der der Genera­ti­on 1, dann 2 usw. Geschick­tes Pla­nen mit dem Tod und den Aktio­nen ist hier gefragt.

Wie meis­tens bei die­sem Spiel ent­schloss ich mich, mei­ne Fami­lie auf Rei­sen zu schi­cken, um hier ordent­lich Sieg­punk­te abzu­sah­nen. Dies gelang mir auch ganz gut, aber der Lars war mir immer auf den Fer­sen, nur Mar­tin hielt sich aus dem Rei­sen her­aus, er kon­zen­trier­te sich wie so oft auf den Markt und ver­kauf­te geschickt vie­le Waren. Damit konn­te er locker die ver­lo­re­nen Sieg­punk­te auf der Rei­se­leis­te wett­ma­chen. Lars und ich beka­men für das Berei­sen aller 6 Orte 18 Punk­te, Mar­tin allei­ne durch den Waren­ver­kauf 35, das ist schon beacht­lich.

Und obwohl ich am Ende auch noch mas­sig Punk­te in der Kir­che erhal­ten habe, reich­te es nicht zum Sieg. Mist, dabei hat­te ich mei­ne Stra­te­gie die­ses Mal schon ange­passt und mich nicht nur aufs Rei­sen kon­zen­triert. Hmm, beim nächs­ten Mal.

Infobox – Village

Village - Cover
2 – 4
ab 12
60 – 90

Autoren Inka Brand, Mar­kus Brand
Gra­fi­ker Den­nis Lohau­sen
Ver­lag Pega­sus Spie­le, Lautapelit.fi, Strong­hold Games, eggert­spie­le, Ludi­cus
Jahr 2011
Aus­zeich­nun­gen Ken­ner­spiel des Jah­res 2012
The­ma Land­wirt­schaft, Mit­tel­al­ter
Mecha­ni­ken Sets sam­meln, Worker Pla­ce­ment

Du planst “Village” zu kaufen?
Dann unterstütze uns doch bitte:

Runewars

Heu­te woll­ten wir uns nach dem “seich­ten” Ein­stieg mal an ein ech­tes Regel­mons­trum wagen, was schon lan­ge im Regal her­um­lag: Rune­wars. Nein, nicht das neu­es Minia­tu­ren­spiel für 2, son­dern das epi­sche Stra­te­gie­spiel für bis zu 4 Spie­ler.

Mar­tin hat­te sich mal der Regel ange­nom­men und hat­te es noch eini­ger­ma­ßen gut im Gedächt­nis, doch allein der Auf­bau dau­er­te schon eine gan­ze Wei­le, dann die Regel­er­klä­rung noch dazu, da ver­ging schon locker eine Stun­de bis wir es soweit raus hat­ten. Die Regeln sind an sich rela­tiv ein­gän­gig, so das wir dann ziem­lich schnell in unser Aben­teu­er star­ten.

Jeder über­nimmt eine Frak­ti­on mit ver­schie­de­nen Fähig­kei­ten und ande­ren Ein­hei­ten. Lars und ich hat­ten eine böse Frak­ti­on, Mar­tin eine gute erwischt. Bei die­sem Spiel geht es im Gro­ßen und Gan­zen dar­um als ers­ter 7 Fel­der mit Runen zu beset­zen, durch eine Kar­te kann man das auch schon mit 6 schaf­fen. Klingt doch sim­pel, oder?

Die Ein­hei­ten und Hel­den wer­den durch Kar­ten gesteu­ert, die man am Anfang jeder Run­de ver­deckt aus­wählt. Das Spiel geht über 7 Jah­re zu je 4 Jah­res­zei­ten, die immer mit einem Ereig­nis begin­nen, das die aktu­el­le Run­de beein­flusst.

So began­nen wir nach und nach, unse­re Ein­hei­ten über die Fel­der zu bewe­gen und nach Runen­mar­kern Aus­schau zu hal­ten. Blö­de ist dabei, das unter den ver­deckt lie­gen­den Dra­chen­ru­nen­mar­kern auch Fakes mit dabei sind und man vor­her halt nicht weis, was sich dort befin­det.

Aus­ser­dem bringt jedes kon­trol­lier­te Feld dem Besit­zer auch ver­schie­de­ne Roh­stof­fe, die er zum Bau von Fes­tun­gen aber auch zur Rekru­tie­rung von Ein­hei­ten benö­tigt, vor­aus­ge­setzt er ern­tet auch.

Das Spiel ist ohne Kämp­fe gar nicht zu gewin­nen. Die weni­gen Runen­mar­ker auf dem Spiel­plan for­dern schon dazu her­aus, das man sich über kurz oder lang in die Que­re kom­men wird. Dabei ist das Kampf­sys­tem recht ein­fach und schnell abge­han­delt, kein stun­den­lan­ges Wür­feln und Scha­den abhan­deln. Das fällt übri­gens sowie­so ange­nehm auf, denn das Spiel spielt sich flüs­sig und ist eigent­lich immer span­nend.

Mar­tin und Lars dezi­mier­ten sich eine Zeit lang gegen­sei­tig, wodurch ich die lachen­de Drit­te wur­de. Denn in der Zwi­schen­zeit hat­te ich mich auf ein Feld mit Runen­mar­ker kon­zen­triert – lei­der wur­de es von einem Dra­chen bewacht. Also muss­te ich noch zusätz­li­che Ein­hei­ten rekru­tie­ren um im Kampf eine Chan­ce zu haben.

Wäh­rend­des­sen zog Lars jedoch sei­ne Ein­hei­ten auf ein Feld über das ich muss­te und so kam es zwi­schen uns zum Kampf, den ich anfangs auch gewann, doch Lars schlug gleich in der nächs­ten Run­de zurück, sodass mir der Weg wie­der ver­sperrt war.

Wir ent­schie­den uns dann nach 4 Stun­den Spiel­zeit unse­re Pro­berun­de hier zu been­den, den lang­sam mach­te sich der Hun­ger bemerk­bar und es soll­te doch noch lecke­ren Pfan­nen­schlag geben. Mar­tin hat­te wäh­rend des Spiels schon ange­fan­gen Kar­tof­feln zu schä­len, so dass wir schon ziem­lich bald essen konn­ten. Das Spiel wird auf jeden Fall dem­nächst wie­der auf unse­rem Tisch lan­den!

Infobox – Runewars

2 – 4
ab 14
180

Autoren Corey Konie­cz­ka
Gra­fi­ker Kevin Child­ress, Jesper Ejsing, Moy Shin Hung, Andrew Nava­ro, Bri­an Schom­burg
Ver­lag Hei­del­ber­ger Spie­le­ver­lag, Fan­ta­sy Flight Games, Galak­ta, Gio­chi Uniti
Jahr 2010
The­ma Aben­teu­er, Fan­ta­sy, Kämp­fen, Kriegs­spiel
Mecha­ni­ken Gebiets­kon­trol­le, Area Move­ment, Auktion/​Gebote, Modu­la­res Spiel­brett, Gleich­zei­tig

Du planst “Runewars” zu kaufen?
Dann unterstütze uns doch bitte:

Scythe

Gut gestärkt soll­te es nun noch eine Par­tie “Scy­the” geben. Mar­tin ent­schied sich dabei für eine der neu­en Frak­tio­nen aus der Erwei­te­rung “Inva­ders from Afar”. Doch ver­gaß er im Lau­fe des Spie­les deren Spe­zi­al­fä­hig­keit zu benut­zen und sich ein paar Extra­punk­te ein­zu­heim­sen. Nun gut, selbst Schuld.

Bei mir lief es anfangs ziem­lich gut, ich konn­te sehr schnell zwei Fel­der mit Begeg­nun­gen errei­chen und die Beloh­nun­gen kas­sie­ren, in der zwei­ten Run­de war ich durch die Spe­zi­al­fä­hig­keit mei­nes Mechs schon bei der Fabrik und konn­te mir dort eine zusätz­li­che Akti­ons­kar­te aus­su­chen.

Auch mei­ne Arbei­ter hat­te ich ziem­lich schnell auf dem Spiel­plan ver­teilt, sodass mir dies gleich den ers­ten Stern ein­brach­te. Ziem­lich bald dar­auf hat­te ich alle Gebäu­de gebaut und den zwei­ten Stern erhal­ten.

Doch nun war die Luft schein­bar raus, auch da Lars mich auf mei­nem Weg zum nächs­ten Begeg­nungs­feld erst ein­mal angriff und mir mit sei­ner Stär­ke gar kei­ne Chan­ce ließ. So muss­te sich mein Anfüh­rer auf das Aus­gangs­feld zurück­zie­hen, was mich natür­lich etwas zurück­fal­len lies.

Die­ses Feld gab ich nun auf und ver­such­te mich dar­an mög­lichst schnell mei­ne Mechs zu bau­en, aber irgend­wie fehl­te es immer an irgend­ei­nem Roh­stoff, sodass die zwei­te Akti­on unge­nutzt blieb oder ähn­li­ches, dabei hat­te ich doch schon eine so tol­le Frak­ti­ons­kar­te gezo­gen.

Lars zog nun unauf­halt­sam sei­ne Bah­nen und von Run­de zu Run­de war das Ende näher. Jede Run­de kam bei ihm gefühlt ein Stern hin­zu, sodass ich am Ende gera­de ein­mal 3 und Mar­tin stol­ze 4 Ster­ne hat­te. Hmm, so konn­te das ja auch mit der End­wer­tung nichts wer­den, Scha­de, es hat­te so gut begon­nen. Lars gewann über­le­gen mit über 90 Punk­ten, wäh­rend ich nur um die 40 und Mar­tin noch weni­ger auf­zu­wei­sen hat­te. Das Ende kam dann doch etwas plötz­lich für uns 😉

Infobox – Scythe

Scythe - Cover
1 – 5
ab 14
90 – 115

Autoren Jamey Steg­mai­er
Gra­fi­ker Jakub Rozal­ski
Ver­lag Ston­e­mai­er Games
Jahr 2016
The­ma Zivi­li­sa­ti­on, Ent­de­cken, Kämp­fen, Sci­ence Fic­tion, Wirt­schaft

Du planst “Scythe” zu kaufen?
Dann unterstütze uns doch bitte:

Qwixx

Wie ges­tern auch been­de­ten wir den Tag mit einer Par­tie “Qwi­xx”, dies­mal mit dem Ori­gi­nal­spiel ohne Vari­an­te. Ein schnel­les, aber immer wie­der tol­les Spiel, wel­ches ich auch die­ses Mal nicht gewin­nen konn­te, mir aber trotz­dem dies­mal zumin­dest zutrau­te, die Kreu­ze etwas schnel­ler zu set­zen.

Sonntag

Wizard

Unver­hofft schaff­ten wir es sogar am Oster­sonn­tag mit der Fami­lie 2 Par­ti­en Wizard zu spie­len. Auch die­ses Speil macht immer wie­der Spaß auch wenn es mit einem gewis­sen Ärger­fak­tor ist, bekommt man sei­nen “tod­si­che­ren” Stich doch nicht durch..

Infobox – Wizard

Wizard - Cover
3 – 6
ab 10
45

Autoren Ken Fisher
Gra­fi­ker Franz Voh­win­kel
Ver­lag AMIGO Spiel + Frei­zeit GmbH, Lautapelit.fi, Piat­nik
Jahr 1984
The­ma Kar­ten­spiel
Mecha­ni­ken Betting/​Wagering, Kar­ten­hand ver­wal­ten, Trick-taking

Du planst “Wizard” zu kaufen?
Dann unterstütze uns doch bitte:

So ging eine schö­ne Woche mit vie­len Spie­len zu Ende und der Pile of Shame ist auch um 2 Spie­le ärmer gewor­den. So muss das sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.