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Gespielt – Der wöchentliche Spielerückblick Nr. 10

Woche vom 20.03.17 – 26.03.17 KW 12

Mittwoch

Mechs vs. Minions

An diesem Mittwoch im Verein war es nun endlich soweit. Das Spiel auf das ich mich schon seit Weihnachten gefreut hatte, schaffte es nun endlich auf den Spieletisch: „Mechs vs. Minions“. Durch diverse Let’s Plays von Alex & Pete auf Hunter & Cron wurde ich letztes Jahr auf das Spiel aufmerksam und hatte es mir sofort angetan. Dabei handelt es sich um ein kooperatives Spiel welches sich im Kampagnenmodus über 10 Missionen spielen lässt.

Ähnlich wie bei dem Klassiker Robo Rally werden hier Mechs durch Karten gesteuert. Jeder Spieler hat sein eigenes Commando – Board auf dem er seine Programmierungen in 6 Schritten durchführen kann. Diese werden aber nicht nach jeder Runde abgelegt, sondern bleiben an ihrem Platz liegen, bis sie mit einer anderen Karte überdeckt werden. Auch lassen sich diese Funktionen verbessern, indem man eine weitere Karte der gleichen Art dazu legt, man ein Upgrade macht. Man kann bis zu 3 Karten auf einem Slot liegen haben. Man erhöht durch die Upgrades entweder seine Reichweite beim Schießen, kann mehr Schritte laufen oder hat andere Verbesserungen.

Unangenehm ist nur, das man auch Schaden nehmen kann, der beispielsweise einen Kartenslot ganz blockiert (und beispielsweise den Mech immer um 90 Grad rotieren lässt), oder aber auch dazu führt, das programmierte Karten(slots) vertauscht werden und alles durcheinander kommt.

Wir begannen mit dem Tutorial, bei dem uns das Spielprinzip und die verschiedenen Karten und Aktionen erklärt wurden. Bei diesem kleinen Szenario sollten wir 4 Kristallsplitter zerstören. Dies konnte entweder durch Waffenbeschuss oder aber auch durch darüber laufen geschehen.

Diese erste kleine Prüfung absolvierten wir mit Bravour. Da haben sich die vielen Partien Robo Rally doch gelohnt 😉 Wir konnten also gleich mit dem nächsten Teil des Tutorials fortfahren. Hier durften wir dann (endlich) die Minions (Gegner) vom Feld fegen. Auch dieses sollte für unsere erfahrene Gruppe natürlich überhaupt kein Problem darstellen.

Unsere erste richtige Mission konnte nun beginnen, alles andere war ja nur Pipifax.

Wir sollten in diesem Szenario eine Bombe von der Schule zu einem bestimmten Reparaturfeld auf der gegenüberliegenden Seite des Planes bringen. Jedoch durfte auch die Bombe nicht unbegrenzt Schaden nehmen, bei 5 Treffern durch die Minions auf dem Feld war es vorbei mit der Bombe und sie explodierte auf dem Feld. Mission vorbei.

Peter dachte sich, nichts einfacher als das. Ich nehm mich der Bombe mal an, schiebe sie einfach unkontrolliert vor mir durchs Feld, wird schon irgendwie klappen. Pustekuchen.

Auf einmal waren so viele Minions auf dem Feld, das wir keine Chance hatten die Bombe unbeschadet an ihren Zielort zu bringen. Und ich sagte am Anfang noch: „Wie wäre es wenn wir am Anfang des Szenarios eine Missionsbesprechung machen, wie wir vorgehen“, aber keine der Männer wollte auf mich hören, das haben wir nun davon.

Auch der zweite Versuch ging total in die Hose. Wir kamen dieses Mal zwar ein bißchen weiter voran, aber die Bombe kann nun mal einfach nur 5 Schaden ab und danach ist sie kaputt und es macht „Peng“. Was ist daran so schwer zu verstehen?

Nun ja, dachte ich mir, vielleicht sind aller guten Dinge drei, mal sehen ob es denn sowas wie eine Absprache jemals geben wird. Klar weiß man nie was für Karten kommen, aber man könnte ja wenigstens ungefähr besprechen, wie man denn vorgehen möchte, wer übernimmt welche Aufgabe und konzentriert sich auf was. Nö, brauchen wir nicht, wir sind Männer, wir schaffen das auch so. Jaja, das haben wir wieder davon, die Bombe hat das Zielfeld wieder nicht zu Gesicht bekommen. Ich glaube es ist nicht so schlau die Bombe zu schieben, sondern besser sie zu ziehen, denn so nimmt sie nicht sogleich Schaden. Mal sehen, vielleicht kommen in Jungs ja auch nich darauf, aber bloß nicht auf die Frau hören. 😉

Und was soll ich sagen: Beim dritten Anlauf hat es dann endlich geklappt. Wir hatten die Bombe mit unseren Mechs immer ziemlich gut umzingelt, sodass möglicher Schaden erstmal auf uns und nicht auf die Bombe ging. So konnten wir auch viel besser auf Schäden und die möglichen Spawns der Minions reagieren. Mensch, warum nicht gleich so.

Ich muss sagen, es hat trotz des rumpeligen Starts unheimlich viel Spaß gemacht. Es ist ein tolles Spiel, bei dem es ratsam ist, sich vorher abzusprechen, wenigstens ein bißchen. Unglaublich tolles und massenweise Material was in dieser Box enthalten ist. Und das gute ist, hier hat sich jemand wirklich mal Gedanken über das Inlay der Verpackung und das Verstauen des Materials gemacht. Super, jeder Minion, jeder Mech und alles andere hat seinen vorgesehenen Platz. So muss das sein. Ich freue mich schon auf die nächsten Missionen, die bestimmt nicht leichter werden.

Missionsbesprechung ist alles.

Infobox - Mechs vs. Minions

Autor Chris Cantrell, Rick Ernst, Stone Librande, Prashant Saraswat, Nathan Tiras
Grafiker Danny Beck, Tysen Henderson
Verlag Riot Games
Jahr 2016
Thema Fantasy, Kämpfen, Videospieladaption, Miniaturen
Mechaniken Action / Movement Programming, Karten draften, Kooperatives Spiel, Würfel, Modulares Spielbrett, Variable Player Powers
Beziehbar bei:

Samstag

Am Samstag haben wir uns zu dritt dann ins nahe gelegene Braunschweig zu „Braunschweig Spielt“ begeben. Was wir da erlebt haben und was wir alles gespielt und getestet haben, könnt ihr unter dem Beitrag über „Braunschweig Spielt“ noch einmal nachlesen, das brauche ich hier dann nicht alles nochmal extra schreiben.

Gehabt Euch wohl und viel Erfolg in der nächsten Spielewoche!

Spiel 2016 Bericht – Tag 3+4

Willkommen zu den letzten beiden Messetagen der Spiel 2016.

Am Samstag früh verschlug es uns als erstes zu „Fields of Green“, einem fertigen Kickstarter. Zuvor hatten wir uns schon während der Kampagne etwas damit befasst, waren uns aber nicht sicher, ob es etwas für uns wäre. Was gibt es da besseres, als es sich bei der Gelegenheit persönlich anzuschauen?

Bei Fields of Green arbeiten wir an unserem modernen Bauernhof, halten verschiedenes Vieh, bestellen die Felder, bauen Siegpunktbauwerke und verschiedenste Ausbauten. Dabei gibt es pfiffige Interaktionen zwischen den unterschiedlichen Gebäuden, man muß auf die Wasserplanung achten und genügend Getreide für sein Vieh am Jahresende haben. Komplexer und interessanter, als es am Anfang aussah – gekauft.

Wie immer findet Ihr den ganzen Bericht hier: Spiel 2016 Bericht – Tag 3+4

Spiel 2016 Essen Bericht – Tag 2

Ein wenig kurz fühlte sich die Nacht an diesem zweiten Messetag an. Doch wie sich später herausstellte, war das frühere Aufstehen für die Anreise viel entspannter – mussten wir doch nicht auf den weit entfernten Messeparkplatz ausweichen. Perfekt.

Gleich mit Öffnung der „Tore“, begaben wir uns auf die Messe. Unser erster Stop war am Stand von 4 Gods von Asmodee, wo wir ein nettes Probespiel wagten.

Gewonnen haben wir das Spiel nicht, jedoch dafür die Erkenntnis, das es sich um ein pfiffiges Legespiel unter Zeitdruck handelt. Die Plättchen werden zufällig gezogen und müssen innerhalb von 30 Sekunden regelkonform an die Landschaft angeschlossen werden. „Carcassone on Steroids“ möchte man fast meinen. Eine interessante Idee, auch wenn es uns doch ein wenig früh an diesem Tag schien und wir nicht so ganz in Fahrt kamen.

Den ganzen Bericht des Tages findet Ihr hier: Spiel 2016 Essen Bericht – Tag 2