Seafall – Rezension

Nun ist es soweit für ein Abenteuer auf See: Seafall. Ich wage mich an eine Rezension von dem Spiel an dem sich die Geister scheiden und das überall rege diskutiert wird. Auf und vor der Spiel 2016 war auf das Spiel ein regelrechter Hype ausgebrochen, dem ich letztendlich auch verfallen war und weswegen ich es blind für einen relativ hohen Preis von 90€ am ersten Messetag am Stand vom Heidelberger Spieleverlag erwarb. Das war ein Fehler wie sich herausstellte, denn im Verlauf der Messe gab es das Spiel dann auch für deutlich unter dem bezahlten Preis. Darüber habe ich mich im Nachhinein ziemlich geärgert. Zumal es angeblich das letzte Exemplar auf Deutsch für diese Messe gewesen sein soll.
Ich habe es dann zwar später dort wirklich nicht mehr gesehen, aber hat an allen möglichen anderen Ständen und zu ganz unterschiedlichen Preisen. Im Moment bekommt man es für ca. 75€ neu in diversen verschiedenen Online – Portalen oder teilweise auch beim Händler des Vertrauens vor Ort. Die Preise variieren natürlich teilweise erheblich.
Zum Spiel an sich kann ich nicht soviel sagen, da ich Euch den Spielspaß nicht verderben möchte, da es so ähnlich ist wie bei den TIME – Stories Fällen, das man wenn man es einmal durchgespielt hat, es dann auch durch ist.  

Seafall

Bei Seafall handelt es sich um ein Legacy Spiel, so wie beispielsweise auch Pandemic Legacy. Bei diesem Spielmechanismus entwickelt sich das Spiel während einer Kampagne anhand der Entscheidungen, die die Spieler während des Spiels treffen. Das heißt es können sich über die Partien hinweg die Regeln verändern, Bei Seafall wird gesagt, das so zwischen 15 und 20 Partien gespielt werden, bis das Spielende erreicht ist.
Die ganze Rezension findet Ihr wie gewohnt hier: Seafall

Braunschweig spielt! 2017

Samstag

Am gestrigen Samstag haben wir uns zu dritt ins nahe gelegene Braunschweig begeben, um zum zweiten Mal hintereinander an der Spieleveranstaltung „Braunschweig Spielt!“ teilzunehmen. Im Vorfeld hatte ich über Facebook erfahren, das auch ein paar Leute aus der „Hameln Spielt“ Truppe sich auf den Weg machen würden.

So freuten wir uns auf einen spielereichen Tag, der allerdings schon am Eingang getrübt wurde. Verdutzt reagierten wir auf die Aufforderung des Stadthallenpersonals unsere Rucksäcke zu öffnen. Getränke und Essen mussten wieder zurück zum Auto gebracht werden. Was ist das denn für ein Blödsinn? Im letzten Jahr war dies überhaupt kein Problem. Gerade wenn man so als Brettspieler mit rauchendem Kopf vor dem Spiel sitzt ist das doch eher unbefriedigend. Gerade auch, da die Temperatur dann ob der vielen Menschen doch ansteigt, braucht man doch was zum Trinken.

Wieder vom Auto zurück begaben wir uns sogleich in die große Halle, die sich zu dieser frühen Stunde noch sehr leer präsentierte. So konnten wir uns ganz in Ruhe noch ein wenig umsehen, ehe wir uns zur Spieleverleihstelle begaben. Als erstes entschieden wir uns für eine Partie „Aufbruch zum roten Planeten“.

Aufbruch zum Roten Planeten

Hierbei ist es die Aufgabe von uns als Führer einer Bergbaugesellschaft, den Wettbewerb um die Rohstoffe auf dem Mars für uns zu entscheiden und die wertvollen Minerale in unseren Besitz zu übernehmen. Wir schicken Astronauten los, um die verschiedenen Zonen des Mars zu erforschen und dort die Vorkommen zu schürfen.

Das Spiel wird von einem Kartendeck gesteuert, welches für jeden Spieler gleich ist. Die Karten enthalten Charakterkarten im Wert von 1 bis 9, vom Piloten bis zum Anwerber, welche den Spielern unterschiedliche Aktionsmöglichkeiten bieten. Meist kann man seine Astronauten auf die verschiedenen Schiffe zum Mars zu setzen. Zusätzlich erlauben sie dann weitere Aktionen, wie das Bewegen der Astronauten auf dem Mars und vieles mehr.

Das Spiel geht über zehn Runden. Dreimal im Spiel schütten die verschiedenen Marsgebiete ihre Mineralien aus. Derjenige Spieler, der die Mehrheit in diesem Gebiet hat, darf die Rohstoffe einstreichen – sie sind gleichbedeutend mit Siegpunkten. Zusätzlich ist es möglich, über geheime Auftragskarten an Siegpunkte zu gelangen.

Hier könnt Ihr den ganzen Bericht lesen: Braunschweig spielt! 2017

Gespielt – Der wöchentliche Spielerückblick Nr. 10

Woche vom 20.03.17 – 26.03.17 KW 12

Mittwoch

Mechs vs. Minions

An diesem Mittwoch im Verein war es nun endlich soweit. Das Spiel auf das ich mich schon seit Weihnachten gefreut hatte, schaffte es nun endlich auf den Spieletisch: „Mechs vs. Minions“. Durch diverse Let’s Plays von Alex & Pete auf Hunter & Cron wurde ich letztes Jahr auf das Spiel aufmerksam und hatte es mir sofort angetan. Dabei handelt es sich um ein kooperatives Spiel welches sich im Kampagnenmodus über 10 Missionen spielen lässt.

Ähnlich wie bei dem Klassiker Robo Rally werden hier Mechs durch Karten gesteuert. Jeder Spieler hat sein eigenes Commando – Board auf dem er seine Programmierungen in 6 Schritten durchführen kann. Diese werden aber nicht nach jeder Runde abgelegt, sondern bleiben an ihrem Platz liegen, bis sie mit einer anderen Karte überdeckt werden. Auch lassen sich diese Funktionen verbessern, indem man eine weitere Karte der gleichen Art dazu legt, man ein Upgrade macht. Man kann bis zu 3 Karten auf einem Slot liegen haben. Man erhöht durch die Upgrades entweder seine Reichweite beim Schießen, kann mehr Schritte laufen oder hat andere Verbesserungen.

Unangenehm ist nur, das man auch Schaden nehmen kann, der beispielsweise einen Kartenslot ganz blockiert (und beispielsweise den Mech immer um 90 Grad rotieren lässt), oder aber auch dazu führt, das programmierte Karten(slots) vertauscht werden und alles durcheinander kommt.

Wir begannen mit dem Tutorial, bei dem uns das Spielprinzip und die verschiedenen Karten und Aktionen erklärt wurden. Bei diesem kleinen Szenario sollten wir 4 Kristallsplitter zerstören. Dies konnte entweder durch Waffenbeschuss oder aber auch durch darüber laufen geschehen.

Diese erste kleine Prüfung absolvierten wir mit Bravour. Da haben sich die vielen Partien Robo Rally doch gelohnt 😉 Wir konnten also gleich mit dem nächsten Teil des Tutorials fortfahren. Hier durften wir dann (endlich) die Minions (Gegner) vom Feld fegen. Auch dieses sollte für unsere erfahrene Gruppe natürlich überhaupt kein Problem darstellen.

Unsere erste richtige Mission konnte nun beginnen, alles andere war ja nur Pipifax.

Wir sollten in diesem Szenario eine Bombe von der Schule zu einem bestimmten Reparaturfeld auf der gegenüberliegenden Seite des Planes bringen. Jedoch durfte auch die Bombe nicht unbegrenzt Schaden nehmen, bei 5 Treffern durch die Minions auf dem Feld war es vorbei mit der Bombe und sie explodierte auf dem Feld. Mission vorbei.

Peter dachte sich, nichts einfacher als das. Ich nehm mich der Bombe mal an, schiebe sie einfach unkontrolliert vor mir durchs Feld, wird schon irgendwie klappen. Pustekuchen.

Auf einmal waren so viele Minions auf dem Feld, das wir keine Chance hatten die Bombe unbeschadet an ihren Zielort zu bringen. Und ich sagte am Anfang noch: „Wie wäre es wenn wir am Anfang des Szenarios eine Missionsbesprechung machen, wie wir vorgehen“, aber keine der Männer wollte auf mich hören, das haben wir nun davon.

Auch der zweite Versuch ging total in die Hose. Wir kamen dieses Mal zwar ein bißchen weiter voran, aber die Bombe kann nun mal einfach nur 5 Schaden ab und danach ist sie kaputt und es macht „Peng“. Was ist daran so schwer zu verstehen?

Nun ja, dachte ich mir, vielleicht sind aller guten Dinge drei, mal sehen ob es denn sowas wie eine Absprache jemals geben wird. Klar weiß man nie was für Karten kommen, aber man könnte ja wenigstens ungefähr besprechen, wie man denn vorgehen möchte, wer übernimmt welche Aufgabe und konzentriert sich auf was. Nö, brauchen wir nicht, wir sind Männer, wir schaffen das auch so. Jaja, das haben wir wieder davon, die Bombe hat das Zielfeld wieder nicht zu Gesicht bekommen. Ich glaube es ist nicht so schlau die Bombe zu schieben, sondern besser sie zu ziehen, denn so nimmt sie nicht sogleich Schaden. Mal sehen, vielleicht kommen in Jungs ja auch nich darauf, aber bloß nicht auf die Frau hören. 😉

Und was soll ich sagen: Beim dritten Anlauf hat es dann endlich geklappt. Wir hatten die Bombe mit unseren Mechs immer ziemlich gut umzingelt, sodass möglicher Schaden erstmal auf uns und nicht auf die Bombe ging. So konnten wir auch viel besser auf Schäden und die möglichen Spawns der Minions reagieren. Mensch, warum nicht gleich so.

Ich muss sagen, es hat trotz des rumpeligen Starts unheimlich viel Spaß gemacht. Es ist ein tolles Spiel, bei dem es ratsam ist, sich vorher abzusprechen, wenigstens ein bißchen. Unglaublich tolles und massenweise Material was in dieser Box enthalten ist. Und das gute ist, hier hat sich jemand wirklich mal Gedanken über das Inlay der Verpackung und das Verstauen des Materials gemacht. Super, jeder Minion, jeder Mech und alles andere hat seinen vorgesehenen Platz. So muss das sein. Ich freue mich schon auf die nächsten Missionen, die bestimmt nicht leichter werden.

Missionsbesprechung ist alles.

Infobox - Mechs vs. Minions

Autor Chris Cantrell, Rick Ernst, Stone Librande, Prashant Saraswat, Nathan Tiras
Grafiker Danny Beck, Tysen Henderson
Verlag Riot Games
Jahr 2016
Thema Fantasy, Kämpfen, Videospieladaption, Miniaturen
Mechaniken Action / Movement Programming, Karten draften, Kooperatives Spiel, Würfel, Modulares Spielbrett, Variable Player Powers
Beziehbar bei:

Samstag

Am Samstag haben wir uns zu dritt dann ins nahe gelegene Braunschweig zu „Braunschweig Spielt“ begeben. Was wir da erlebt haben und was wir alles gespielt und getestet haben, könnt ihr unter dem Beitrag über „Braunschweig Spielt“ noch einmal nachlesen, das brauche ich hier dann nicht alles nochmal extra schreiben.

Gehabt Euch wohl und viel Erfolg in der nächsten Spielewoche!